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Dorian Opera

No Secrets

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Mals Records
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All Music Guide (englisch)

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No Secrets
No Secrets, Mals Records, 2008
Joe Eisenburger Bass, Vocals
Andrew Roussak Keyboards, String & Choir Arrangements, Vocals
Oliver Weislogel Guitars
Harry Reischmann Drums
Gast:
Michael Brettner Guitar Solo (Dead Or Alive)
Produziert von: Dorian Opera Länge: 60 Min 35 Sek Medium: CD
1. Ouverture7. Fly With Me
2. Sacrifice8. One Of These Days
3. Tell Me Your Lies9. Truly Yours
4. Dead Or Alive10. She
5. No SecretsBonus Track:
6. Little Lies11. L'Estate - Presto

"Metal meets Classic". Nun, das ist ja eigentlich nichts neues, denn es gibt da einige Combos, die Metal mit Klassikadaptionen vermischen. Spontan fallen mir da TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA ein. Aber auch SAVATAGE mit ihrem Album "Dead Winter Dead" und SYMPHONY X mit "V (The New Mythology Suite)".
Alles wirklich famose Werke, jedoch geht es nicht um diese Künstler mit ihren Outputs. Vielmehr geht es um DORIAN OPERA, eine Band, die sich 2007 zusammengefunden hat und in ihrer Musik progressiven Metal mit Klassik-Einflüssen vermischt. Schon mit der Auswahl des Namens scheint die Band ein Zeichen setzen zu wollen, so kann man sicherlich bei Dorian eine Verbindung zur dorischen Tonleiter sehen (s. a. Wikipedia), die auch in der Rockmusik Verwendung findet. Mit Opera hat man eine weitere Verbindung zur Klassik hergestellt.
Dorian Opera Alle vier Mitglieder dieser Formation sind professionelle Musiker. Andrew Roussak studierte in Russland und gibt nun hier in Deutschland Klavierunterricht. Joe Eisenburger, der Bassist und Vokalist, hat ein abgeschlossenes Studium am Kontrabass. Oliver Weislogel betätigt sich als Gitarrenlehrer und hat ebenfalls ein Diplom vorzuweisen. Letzter im Bunde ist Harry Reischmann, der sich durch seine Liebe zu den Drums auch beruflich damit beschäftigt, privaten Unterricht erteilt, Workshops sowie Solo- & Feuershows anbietet.

Das Debüt "No Secrets" von DORIAN OPERA, seit 2008 erhältlich, ist über das russische Label Mals erschienen. Wie dem Booklet zu entnehmen ist, zeichnet Andrew Roussak für die Texte verantwortlich, für die Musik ist es mal Oliver Weislogel, mal Andrew Roussak und in einigen Fällen haben beide die Musik komponiert. Wie in der klassischen Musik üblich, wird mit dem instrumentalen Ouverture das musikalische Erlebnis eröffnet, aber keine Angst, denn hier geht es schon mächtig zur Sache. Das Schlagzeug und der Bass bauen mächtigen Druck auf und die Tasten duellieren sich vorzüglich mit der Gitarre. Im Mittelteil sind gesprochene Wortfetzen eingebaut worden.
Das ist schon mal ein grandioser Anfang und macht kolossal Spaß. Den ersten kleinen Dämpfer gibt es im zweiten Track, Sacrifice, denn so grandios die Instrumentallisten auch sind, bildet der Gesang des Bassisten Joe Eisenburger die Schwachstelle und dämpft das Hörvergnügen ein wenig. Ansonsten dringt der Song sehr druckvoll und heavy aus den Boxen.
Famose Tastenintervalle und Chorarrangements dringen bei Tell Me Your Lies ins Ohr. Das Titelstück No Secrets ist das zweite instrumentale Werk und ich ertappe mich dabei, wie ich jeden einzelnen Ton der Gitarre in mich aufsauge. Ich habe ja schon einige Prog-Metal-Combos gehört, jedoch war ich selten so vom Gitarrenspiel begeistert, da kann sich mancher noch eine Scheibe abschneiden. So ist es nicht verwunderlich, dass ich von dem eher balladesken Fly With Me ebenso fasziniert bin, in der die E-Gitarre gegen eine Akustische eingetauscht wurde und mit ihren grandiosen, warmen Tönen verzaubert. Ganz stark ist in diesem Stück die Liebe zur klassischen Musik zu hören. Die Tasten simulieren schöne Streichereffekte.
Mit dem Bonus Track L'Estate - Presto bietet man eine rockige Variante von Vivaldis "Vier Jahreszeiten". Als Rausschmeißer superb gewählt.

Wie viele Bands im Prog-Metal Genre haben sich auch DORIAN OPERA von DREAM THEATER und SYMPHONY X sowie in den Chorpassagen von QUEEN beeinflussen lassen und spezifisch bei den Tasten wären noch YES und ELP zu erwähnen.
DORIAN OPERA haben mit "No Secrets" ein beachtliches Debüt serviert, und arbeitet man noch an der Schwachstelle Gesang, dann können sie sich zu einer festen Größe der Prog-Metal Szene entwickeln.

Michelle Karayilan, (Artikelliste), 18.02.2009

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