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Verschiedene Interpreten

Summertime Blues

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Summertime Blues
Summertime Blues, Ruf Records, 2007
Produziert von: Thomas Ruf Länge: 43 Min 15 Sek Medium: CD
1. Canned Heat - Wait And See7. Roxanne Potvin - Caught Up
2. Candye Kane (with Poppa Chubby) - Crazy Little Thing8. Aynsley Lister - Wherever I Am
3. Ana Popovic - The Hustle Is On9. Larry Garner - Do Your Personal Thing
4. Luther Allison - I Wanna Be With You10. Sue Foley - Show Me
5. Ian Parker - Your Love Is My Home11. Eric Bibb - Livin', Lovin' And Doin'
6. Walter Trout (with John Mayall) - Highway Song12. Grayson Capps - Posion

Neulich war ich mal wieder in Italia, und da traf ich einen Herrn .., na ja, oder so ähnlich war's jedenfalls. Allzu viele CDs hab ich nicht mit in den Urlaub genommen, denn schließlich war ich wegen Vino, Sole, Pasta, Strand usw. südlich der Alpen. Was nicht heißen soll, dass es in Bella Italia nicht auch verdammt gute Musik zu finden gibt. W.I.N.D. und Graziano Romani möchte ich hier nur mal stellvertretend für eine ganze Reihe von hervorragenden Interpreten anführen.
Die gibt's natürlich auch beim deutschen Label Ruf Records und für meine kleine Reise kam mir der aktuelle akustische Rundgang der Plattenfirma gerade recht. "Summertime Blues" bewahrt einem gerade vor eben jenem und dabei stellt zwölf Künstler, oft mit ihren aktuellen Alben vor.
Schön, CANNED HEATs Wait And See stammt bereits vom 99er "Boogie 2000" Album, aber es gibt wohl wenig besseres um einen aus der Hotel-Lethargie heraus in Schwung zu bringen, als dieser entspannte Good-Time Boogie. Nicht zu heftig, nicht zu lahm - genau richtig.

Und wer dann auf den Beinen ist, den bringt Candye Kane, dieses Crazy Little Thing, so richtig in Fahrt. Mit der Unterstützung von Popa Chubby rockt und rollt und boggiet es im 50's Style in flottem Schritt. Reichlich Gitarre natürlich!
Die bleibt bei The Hustle Is On zunächst im Hintergrund und Piano, Orgel und Bläser pushen diesen Boogie-Woogie von Ana Popovics Debüt "Hush". Ab geht's trotzdem und wenn sie ihr Solo mit "excuse me" ankündigt, blitzt ihr Können da auch mal kurz auf. Mehr Gitarre kennen wir und gibt's auf ihren durchwegs zu empfehlenden Alben. Längst ein Guitar-Hero, war Luther Allison, als er I Wanna Be With You aufnahm und wie der Kollege Joachim Domrath trefflich zum Album-Review bemerkte, ist der Song "so richtig schön zum Entspannen und Relaxen" geeignet. Für den Strand/die Strand-Bar - real oder virtuell - wie geschaffen.

Von Ian Parkers aktueller Scheibe "Where I Belong" kommt das soul-groovige Your Love Is My Home und verzaubert mit Ians außergewöhnlichem Gesang und dem sich daran reibenden Background-Vocals ebenso wie mit Bläsern, Orgel und der Sologitarre. Klasse Nummer!
Auf seinem "Full Circle" Album hat sich Walter Trout, für Highway Song, mit seinem ehemaligen Mentor John Mayall zusammengetan, lässt jenem aber, wie inzwischen gewohnt, wenig Raum, sondern dominiert mit seiner schneidenden Stratocaster die Szene. Kurz aber gut.
Eines der jüngsten "Pferdchen" im Ruf Records Stall ist Roxanne Potvin und gerade mal in ihren 20ern überzeugt das kanadische Mädel sowohl auf ihrem "The Way It Feels" Album als auch in der Kollaboration "Time Bomb". Darauf findet sich auch ihre Kollegin Sue Foley und daraus kommt hier der Song Show Me. Sue singt hier mit einer leicht quäckigen Stimme, die bestens zu diesem Old-Time-Boogie-Woogie passt. Und zum Summer-Feeling.

Zuvor kommt aber, mit Aynsley Lister, noch einer der aktuell besten britischen Blues-Rock Gitarristen. Aus seine 2007er Album "Upside Down" stammt Wherever I Am. Mit Blues ist hier nicht viel gemein, aber erdig geht es auch in dieser rockigen Midtempo-Nummer zu, in der sich Aynsley geschickt einiger neuer Elemente und Sounds bedient. Das ist dann schon eher was für die Fete am Abend.
Für den Nachmittag-Flash eignet sich dafür Larry Garner und sein Ratschlag Do Your Personal Thing. Ein bisschen Blues, etwas Soul, ein Schuss Karibik und wunderbar strahlt man mit der Sonne um die Wette.
Wer sich dann noch so richtig entspannen möchte, der wird mit Eric Bibbs Livin', Lovin' An' Doin' allerbestes versorgt. Weicher als Erics Stimme klingt keine und so locker dahin plätschert - ohne seicht zu sein - auch kaum eine andere Musik.
Das Posion das GRAYSON CAPPS zum Abschluss verabreichen, wiegt einen, bluesig, in einen südlichen Traum von Sonne, Meer, Cocktails und ewigem Urlaub...
Und das Beste zum Schluss: Für schlappe 10 Euro seit ihr mit dabei!
Hätte Eddie Cochran das gewusst, hätte er niemals verkündet: "There ain't no cure for the summertime blues"!

Epi Schmidt, (Impressum, Artikelliste), 23.09.2007

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