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| From L.A. To NYC Via Nashville & From New Orleans To Chicago Via Memphis, SPV/Blue Label, 2007 |
| Produziert von: Diverse Produzenten |
Länge: 62 Min 56 Sek & 62 Min 34 Sek |
Medium: CD |
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| "From L.A. To NYC Via Nashville": | |
| 1. She's The No-Sleepinest Woman - T-Bone Walker | 11. Pipe Dreams - Jimmy Beck Orchestra |
| 2. Directly From My Heart To You - Little Richard | 12. It's Almost Sundown - Gene Allison |
| 3. Ain't Nobody's Business - Jimmy Witherspoon | 13. Sitting And Waiting - Buford Majors Band |
| 4. Hey Now - Ray Charles | 14. Ain't That Just Like A Woman - Louis Jordan |
| 5. The River's Invitation - Percy Mayfield | 15. Pig Meat Papa - Leadbelly |
| 6. Bad Luck And Trouble - Lightnin' Hopkins | 16. Stranger's Blues - Sonny Terry & Brownie McGhee |
| 7. Chip Off The Old Block - Johnny Jones | 17. Sweet Sixteen - Joe Turner |
| 8. It's Love Baby - Earl Gaines | 18. Bushman Tucker - Screamin' Jay Hawkins |
| 9. Don't Play In Your Own Backyard - Al Garner | 19. She's Looking Good - Canned Heat |
| 10. It's My Fault - Roscoe Shelton | 20. Rock That Boogie - Commander Cody's Lost Planet Airmen |
| "From New Orleans To Chicago Via Memphis": | |
| 1. When My Heart Beats Like A Hammer - B.B. King | 11. Zu Zu Man - Dr. John |
| 2. Hadacol Bounce - Professor Longhair | 12. KeepThings Right - Frank Frost & Sam Carr |
| 3. The Sky Is Crying - Homesick James | 13. How Many More Years - Howlin' Wolf |
| 4. Turn The Lamp Down Low - Muddy Waters | 14. No Good Woman Blues - Rudy Greene |
| 5. I Wanna Walk You Home - Fats Domino | 15. Hey Hey - Big Bill Broonzy |
| 6. Roadrunner - Bo Diddley | 16. You Don't Have To Go - Jimmy Reed |
| 7. The Same Thing - Arthur K. Adams | 17. You're So Fine - Little Walter |
| 8. The Story Of My Life - Guitar Slim | 18. I'm Guilty - Lonnie Johnson |
| 9. John L's House Rent Boogie - John Lee Hooker | 19. Long Distance Call - Sam Lay |
| 10. I'm Just What You're Looking For - Christine Kittrell | 20. Lightning - Bleu Jackson |
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Das 'Blue Label' der Hannover'schen SPV proklamiert gerade zwei ihrer Neuerscheinungen als musikalischen Reiseführer durch die Welt des Blues. Eine ehrenvolle Aufgabe, die jedoch bei intensiverer Betrachtung schon ein wenig liebevoller und tiefergehender hätte ausfallen können.
Da geht's zunächst um einen Streifzug, der im musikalischen Schmelztiegel New Orleans beginnt und sich über die Blues-Hochburg Memphis nördlich gen Chicago schlängelt ("From New Orleans To Chicago Via Memphis"). Alles schön und gut. Musikalisch betrachtet wird hier einiges, ja, sogar eine ganze Menge wunderbares Zeugs aus der Mottenkiste angeboten. Namhafte und weniger namhafte Blueser werden honoriert und mit teilweise recht seltenen Aufnahmen vorgestellt.
Das Gleiche gilt uneingeschränkt für den anderen Sampler ("From L.A. To NYC Via Nashville"), der sich seinen Weg von der Westküste (L.A.) zur Ostküste (New York City) über den kleinen Umweg Nashville bahnt und ganz zauberhafte Duftmarken hinterlässt.
Man kann sich diese beiden CDs als Bluesfreund ganz entspannt anhören und es wird einem beileibe nicht langweilig. Doch unter einem musikalischen Reiseführer verstehe ich, mit Verlaub, etwas anderes. Auch wenn diese CDs im Midprice-Segment erscheinen und man womöglich deshalb nicht ganz so viel erwarten darf, hätten die Verantwortlichen ein wenig mehr an Hintergrundinformationen ins Booklet einbringen können. So taucht lediglich ein recht verbindlicher und geraffter Artikel über die Bedeutung der Bluesmusik im Allgemeinen auf, der sich im Nachgang als wenig detailliert zeigt und den jeweils zwanzig auftretenden Einzelinterpreten und Bands kaum gerecht wird. Auch die weiteren Infos zu sämtlichen Künstlern stellen sich nur als reduzierte Appetithäppchen heraus.
Dass sich so eine Compilation aus verschiedenen Dekaden zusammensetzt, Studio- als auch Live-Aufnahmen verwendet werden, die Tonqualität von mies bis gut reicht, mag noch angehen, doch sowohl der halbwegs eingeweihte, als auch völlig unbedarfte Musikfreak mit Forscherdrang möchte sicherlich genauer wissen, welche Aufnahme aus welchem Jahr stammt, welcher Interpret welche musikalische Region vertritt, welche weiteren Musiker jeweils beteiligt waren und welche Produzenten hinter den Aufnahmen standen. Dieses Bedürfnis wird im beiliegenden Booklet nur teilweise befriedigt und lässt so manche Frage offen.
So bleiben diese beiden CDs zwar ein größtenteils sehr unterhaltsamer Exkurs in die reichhaltige Welt des Blues, musikalisch durchaus zufriedenstellend, doch mit teilweise recht mangelhaften Hintergrundinformationen, die einen kompetenten Reiseführer im Grunde ausmachen sollten, auch wenn er ein wenig preiswerter daherkommt. Wenn man sich zur endgültigen Klärung der einen oder anderen Frage noch einen zweites Kompendium hinzuziehen muss, scheint der Sinn dieses Samplers doch leicht verfehlt.
Lauscht man allerdings völlig unkritisch diesen wunderbaren Blues-Musikern, stellt sich letztlich doch ein gutes Gefühl ein. Irgendwie zwiespältig diese beiden Veröffentlichungen.
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