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| Blackwood Creek, Frontiers Records, 2009 |
| Peter Fletcher |
Guitar, Vocals |
| Kip Winger |
Bass, Keyboards, Vocals |
| Nate Winger |
Drums Vocals |
| Produziert von: Kip Winger |
Länge: 39 Min 18 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Out In Outer Space | 6. Jimmy And Georgia |
| 2. Nothing But The Sun | 7. Rack Of Greed |
| 3. Your Revolution | 8. Love Inspector |
| 4. After Your Heart | 9. Joy Ride |
| 5. Albatross | 10. Wooden Shoe |
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"Na, Bruderherz! Wie war die Tour?" - "Ach! Ging so. Hätte schlimmer kommen können. Sei mir nicht böse, aber ich muss mich mal hinhauen. Bin ein bisschen müde. Lass uns nachher weiterreden, okay!?" - "Geht klar! Ruh dich mal aus." - Ein paar Stunden später wacht Kip aus seinem Schlaf auf und hört seinen Bruder an den Drums üben. Blitzartig schießt er aus dem Bett, klopft an die Tür und tritt ein (weil, das Klopfen hat sein Bruder eh nicht gehört!). "Sag mal, Nate, weißt du noch, wie wir damals, als ich noch nicht mit WINGER unterwegs war, immer zusammen Musik gemacht haben? Kannst Du dich da noch dran erinnern?" "Klar, Mann! So was vergisst man doch nicht. Hat Spaß gemacht, damals. Tja, aber Du bist ja anderweitig schwer aktiv, deswegen geht das ja nicht mehr." "Das stimmt. Aber jetzt hätte ich Zeit. Und Lust. Meinst Du, wir sollten mal wieder ein bisschen jammen?" "Wegen mir, gerne! Soll ich meinen Kumpel Fletch noch anrufen? Der könnte Gitarre spielen. Was meinste?"
Vielleicht hat sich die Geschichte genauso zugetragen, vielleicht auch nicht. Wahrscheinlich war alles auch ganz anders. Da wir aber nicht ein Boulevardmagazin sind, interessiert uns das ganze "hinter der Bühne" auch nicht, uns interessiert das, was dabei herausgekommen ist. Und egal, wie dieses Album zu Stande gekommen ist, es hat sich gelohnt, dass die beiden Brüder Kip und Nate Winger wieder gemeinsame Sache gemacht haben. BLACKWOOD CREEK klingt so rau und dreckig, dass es eine echte Freude ist. Kein Vergleich zu der Hauptband WINGER von Kip. Hier dürfen die Verstärker ungeschliffen arbeiten, die Effektgeräte noch in ihrem ursprünglichen Sound erklingen. "Blackwood Creek" ist eine durch und durch hörbare Rockscheibe geworden. Die riecht nach Schweiß und Dreck und heißen Girls auf Bikes.
Schon in Out In Outer Space drehen die beiden mit Peter Fletcher an der Gitarre richtig auf. Besser hätte man das Album nicht anfangen können. Da blitzen LED ZEPPELIN und ein ganz klein wenig AEROSMITH zu "Get A Grip"-Zeiten durch. Auch wenn mit den drei nachfolgenden Songs etwas der Druck aus dem Album genommen wird, schwächelt die ganze Angelegenheit nicht. Selbst die mittelschnellen Stücke sprühen noch vor Energie.
Albatross ist eine klasse Sache geworden. Der Vogel braucht zwar etwas Zeit bis er abhebt, aber wenn er sich dann in Lüfte schwingt, geht's zur Sache. Ab dann wird wieder die Rockkeule geschwungen. Die Gitarren dreckig, die Stimme dreckig, so kann Rock heute noch unverbraucht und richtig gut klingen. Wenn Bryan Adams hören möchte, wie er mal wieder zu klingen hätte, sollte er sich diesen Rundling dringend zulegen. So gut klang er seit "Waking Up the Neighbours" nicht mehr.
Zum Schluss servieren uns BLACKWOOD CREEK mit Wooden Shoes noch einen "QUEEN hat dat rocken wieder gelernt"-Song. Klingt irgendwie nach Abspann. Hoffen wir, dass mit dieser ersten Scheibe nicht auch gleich die letzte veröffentlicht wurde. Das ist ganz großes Kino für die Ohren.
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