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BitchFire
BitchFire, Eigenvertrieb, 2009
Sharyn Peach Vocals
Donny Sutton-Brown Guitars
Robbie Plast Bass
Eddie D Drums, Percussion
Länge: 46 Min 39 Sek Medium: CD
1. Headlines6. Toxic Waste
2. Fly High7. Vampire
3. Pleasure Is Pain8. Breathe
4. Bitchfire9. Selfish Heart
5. Found Me Again10. Run To You

Ein fröhliches Hallo an alle testosterongeschwängerten Mantafahrer oder Besitzer von "umweltfreundlichen" 8-Liter-Ami-Schlitten. Ich habe hier die passende Mucke für den samstäglichen Ritt durch die Straßen eures Vorortes: BITCHFIRE. In Zeiten der wirtschaftlichen Krise rocken BITCHFIRE, wo andere nicht mehr können! Oder wollen? So schreiben sie es selbst über sich , erfreuen uns mit einem kunterbunten, meist aus Flammenfarben bestehenden Artwork, einer feschen Blondine, die auf dem Frontcover zwar einen auf aggressiv macht (oder soll es energiegeladen sein???), im Innencover aber wesentlich hübscher rüberkommt. Gekleidet in "Rock Star Art-To-Wear designed by Jimmy Star" scheint das ganze eher einer 80er-Jahre Hardrock-Kaffeefahrt gleich zu kommen, denn so wirklich vom Hocker zu hauen. Wobei sich der eine Banger Toxic Waste mit seinem stupiden Dauerriff schon pervers in die Gehörgänge und Nackenmuskeln fräst. Leider ist das zu wenig um zu überzeugen.

BITCHFIRE machen Hardrock alter Schule, der vielleicht in Fort Lauderdale noch einen müden Hund hinterm Ofen hervorlockt, in unseren Landen aber eher was für bierselig-beschwingte Asiaten auf bayrischen Bierzeltveranstaltung wäre: Hauptsache blond und drall!
Sharyn Peach, die Lady vom Gesang und dem Frontcover, versucht nicht wie eine Kopie von Lita Ford zu klingen, ist es aber trotzdem. Donny Sutton-Brown, der mit seinen "insanely cool guitar licks" für den nötigen Drive sorgt, könnte sein Geld auch bei diversen WWF-Veranstaltungen verdienen und kommt auf den Bildern auch genauso rüber: Hauptsache cool. Der Rest der Band ergötzt sich in solidem Hardrock-Getue, was man von jeder einigermaßen eingespielten Schülerband einer mitteldeutschen Realschule erwarten kann (ich war selbst auf einer). Die Musik ist eine Mischung aus den ganzen Bands, die in den 80er Jahren im hartrockenden Sektor ihre Scherflein einfahren konnten. Damit ist und wäre alles gesagt. Bleibt nur die Frage, wer heute noch Manta fährt oder seinen 8-l-Ami-Schlitten durch die Straßen der Vorstadt cruisen lässt…

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 14.08.2009

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