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| Equilibrium, Frontiers Records, 2009 |
| Peppy Castro |
Vocals |
| Bob Kulick |
Guitars |
| Doug Katsaros |
Keyboards |
| Bret Chassen |
Drums |
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Länge: 50 Min 30 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Twist Of Fate | 7. Liar |
| 2. Breathe | 8. Walk Away |
| 3. Old Friends | 9. Who You Gonna Love |
| 4. What Have You Done | 10. Forever |
| 5. Winner Takes All | 11. Where The Rainbows End |
| 6. Crazy Little Suzie | |
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Geschlagene 27 Jahre hat es gedauert, bis BALANCE wieder auf der Matte stehen. Mitnichten eines der gelungensten Comebacks des noch jungen Jahres 2009, aber immer hin liegt uns mit "Equilibrium" ein ganz zünftiges melodisches Rock-Album vor. Ich meine, die Tradition schreibt dies vor. Mit Bruce Kulick hören wir, ich will nicht sagen eine Legende, aber immerhin hat der Mann durch seine längere Angehörigkeit zu den Kultrockern von KISS einen Namen in der Szene. Allerdings findet das alles in einem Rückblick in Richtung der 80er-Jahre statt.
So auch hier. Alles, aber wirklich alles klingt so, als wenn es vor über 20 Jahren entstanden wäre. Nun könnte man zu dem Schluss kommen, dass Altes eben noch am längsten währt. Tut es manchmal auch, doch sei an dieser Stelle die Frage erlaubt, warum und wieso BALANCE an sich mehr dem Insider als der breiten Masse von Rockfans noch ein Begriff sind. Klare Antwort: Sie hatten schon damals den einen oder anderen guten Song auf der Pfanne, aber sie waren nicht in der Lage, ein wirklich beständig gutes Album vorzulegen.
So auch jetzt: Die Produktion klingt leicht angestaubt (anders als die neue PLACE VENDÔME aus gleichem Hause). Peppy Castro hat eine ordentliche, dem Genre angepasste Stimme, die Gitarren von Kulick sind satt und knackig, die tieferen Töne und auch die Drums sind wuchtig, aber eben nicht brillant. Größtes Manko sind die Songs selbst. Sicherlich ist Forever ein melodischer geiler Track, geht ins Ohr und knackt ordentlich, sicherlich wandelt Crazy Little Suzie in die etwas tieferen Regionen, als damals üblich (KISS lassen trotzdem grüßen), aber sicherlich klingen Songs wie Winner Takes All und Walk Away zu angestaubt und zu wenig dynamisch.
Doug Katsaros lässt die eine oder andere Synthie-Flagge auf die Hörerschaft los. Alles hat ein Problem: Es will nicht richtig zünden. Der Fuß wippt gelegentlich mit, so manche Sequenz hält die Fahne mit LOVERBOY auf Augenhöhe, aber irgendwie will das nicht so richtig hinhauen. Also, ein Kultwerk wird auch dieses Scheibchen nicht, da bin ich mir jetzt schon sicher. Es ist nicht unbedingt schlechte Kost, aber man kann es drehen und wenden wie man möchte. Es reicht definitiv nicht, um nachhaltig von sich Reden zu machen. Bei aller Tradition und der damit verbundenen Erfahrung nicht. Who You Gonna Love über die gesamte Spielzeit, und alles wäre im einigermaßen grünen Bereich. So leider nicht mehr als Durchschnitt!
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