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| The Immunity Zone, Silverwolf Productions/SPV, 2009 |
| David Frembert |
Vocals |
| Johan Reinholdz |
Guitar |
| Martin Hedin |
Keyboards |
| Fabian Gustavsson |
Bass |
| Thomas Lejon |
Drums |
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Länge: 66 Min 34 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Recognizing Fate | 6. My Star |
| 2. Slaves Of The Plethora Season | 7. Another Stepp |
| 3. Ghosts On Retinas | 8. Shadow Of A Lucent Moon |
| 4. Consoring Truth | 9. Veil Of Illumination |
| 5. Worst Enemy | |
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Andromeda! Denkt der eine bei diesem Namen an eine Göttertochter, fällt dem Nächsten dazu spontan M31 ein oder tödlicher Staub. Kindliche Gemüter mögen Andromeda auch für die Heimat von Galactica halten, wogegen die Sci-Fi-Fans dort die Meister der Inseln vermuten.
In Sachen Progressiv Metal hingegen steht Andromeda für eine schwedische Band, in der fünf richtige Könner unterwegs sind, wie sie auf dem neuen Album "The Immunity Zone" beweisen.
Na klar, manche Zeitgenossen haben schon mit der Genrebezeichnung Prog-Metal ihre Schwierigkeiten. Hat Metal nicht eigentlich mehr mit Wut, Aggression und meinethalben auch mit Hölle, Tod und Teufel zu tun als mit verwobenen Songstrukturen und progressiven Arrangements? Aber wer wird denn so engstirnig sein?
Wie gut Metal und Prog zusammenpassen zeigen ANDROMEDA eindrücklich. Richtig begeistern aber die Passagen des neuen Werkes, bei denen der Sound nicht zu gewaltig und die Gitarrenwände nicht ganz so brutal sind. Im Gegenteil, wenn die Klangfarben der Keys eine utopische Stimmung schaffen und Sänger David Fremberg mal verhalten, mal kraftvoll zur Sache geht, entfalten sich die Finessen der Songs erst so richtig. Soll heißen, sobald ANDROMEDA den Metal ein bisschen vergessen, gewinnen sie richtig an Klasse. Wenn sie dann vergessen, dass sie den Metal ein bisschen vergessen haben und die Gitarrenbursts und Bassdrumfontänen homöopathisch Einzug halten, wird's stellenweise gigantisch. Ihr glaubt es nicht? Legt Song Nummer 5 mit dem Namen Worst Enemy ein.
Welche Atmosphäre gute Key-Melodien zusammen mit breiten Gitarrenakkorden schaffen, ist bei Another Step zu bestaunen. Dabei handelt es sich um einen einfühlsamen, dramatischen Song, der durch das virtuose Gitarrensolo ein Highlight des Albums wird.
Der Longplayer Veil Of Illumination bietet in 17.26 Minuten noch einmal alles, was moderne, harte, progressive Musik ausmacht. Ein wohldurchdachtes Soundfundament begleitet den Hörer von Abschnitt zu Abschnitt des Songs. Strophen, Refrain und Soloparts machen sich gegenseitig Konkurrenz und legen sich darüber hinaus mit Breaks und Tempiwechseln an. Ein Thema jagt das andere! Komponiert oder zusammengefummelt? Wie auch immer, gelungen ist das Lied. Wie interessant wäre es, dieses Ding mal mit den weniger wuchtigen Klangfarben einer Prog-Rock-Band zu hören…
Einige Stellen der CD liegen nicht ganz so signifikant über dem Mittelwert. Aber welche Platte kann schon von sich behaupten, absolut perfekt zu sein? Wie oben angedeutet trifft das auf die Passagen zu, denen zu viel der Härte oder Düsternis beigemischt sind. Um so etwas zu hören, braucht man ANDROMEDA nicht, da genügt so manch andere "Was-auch-immer-Metal"-Band.
Sicher, was wäre eine Prog-Metal Band ohne Metal im Prog? Trotzdem, die voluminösen Gitarrenwände mögen zwar zur Musik passen, sie vielleicht sogar mit definieren, sie machen ANDROMEDA aber nicht aus.
Die Einladung steht: Begleitet ANDROMEDA in "The Immunity Zone". Nehmt euch Zeit, hört euch um und entdeckt, was mit ANDROMEDA gemeint ist. Als Zielgruppe für "The Immunity Zone" werden die Fans von SYMPHONY X, DREAM THEATER und A.C.T. auserkoren. Wenn ANDROMEDA in dieser Form weiter zwirbeln, werden sie bald für neue Bands als Referenz genannt. Und das haben sie sich auch verdient.
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