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| All Ends, Gun Records/Sony BMG, 2008 |
| Emma Gelotte |
Vocals |
| Tinna Karlsdotter |
Vocals |
| Fredrik Johansson |
Guitars |
| Peter Mardklint |
Guitars |
| Joseph Skansas |
Drums |
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Länge: 50 Min 21 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Walk Away | 9. What We Say |
| 2. Still Believe | 10. Regrets |
| 3. Close My Eyes | 11. Treat Me Right |
| 4. Apologize | 12. We Are Through |
| 5. Wasting Life | 13. Just A Friend |
| 6. Spend My Days | 14. First Time |
| 7. What Do You Want | 15. Ready To Go Back |
| 8. Pretty Words | |
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Musik aus unseren nördlichen Nachbarländern mit Frauengesang. Wir öffnen die Schublade in der es sich bereits NIGHTWISH und WITHIN TEMPTATION bequem gemacht haben. Beim Versuch, diese wieder zu schließen bekommt man allerdings Probleme. Also, die 08/15-Review wieder eingepackt und doch noch einmal ausführlich in die Veröffentlichung reingehört.
Und was muss man hören? Hier kommen keine mit Pathos bis zum Abwinken geschwängerten Lieder aus den Boxen und es werden keine Elfen aus dem Zauberwald herbeigeschworen. Modern abgemischte Gitarren rauschen in die Gehörgänge, bereiten mit ihren Hooks und Riffs den Teppich, auf dem sich die beiden Sängerinnen mit ihren Stimmen ausbreiten. Aber hier wird es weder diven- und/oder operettenhaft. Emma Gelotte und Tina Karlsdotter wissen, wie man rockt. Das bedeutet nicht, dass sich die beiden Damen durch die Songs grunzen und röhren, sondern die klaren Gesänge wissen zu beeindrucken. Dass sich die beiden Stimmen von ihrem Timbre her in unterschiedlichen Spektren finden, sorgt für Abwechslung. Musikalisch ist das nicht unbedingt die Neuentdeckung, aber die Mischung aus den weiblichen Vocals mit den fetten Soundgerüsten drum herum, dazu auch noch massenkompatibel in Szene gesetzt, könnte für Erfolge sorgen. Metallische Riffs treffen auf poppige Hooklines, so könnte man es auch beschreiben und das ist nicht böse gemeint, sondern äußerst positiv. Schon der Opener Walk Away und die Folgenummer Still Believe können mit Ohrwurmrefrains aufwarten, die man auch am nächsten Morgen beim Duschen noch intus hat.
Wer aber sind den jetzt ALL ENDS genau? Ein Blick in die Biographie gibt interessante Auskünfte. ALL ENDS wurde 2003 in Göteborg gegründet. Tina Karlsdotter arbeitet hauptberuflich in der großen Rock-Bar "Diamond Dogs" und kennt somit einen Haufen Musiker. Sie hat weiterhin reichlich Erfahrung als Musical-Sängerin sammeln dürfen. Im Herzen ist sie dabei eine Rockerin, der KISS, METALLICA und deutsches Bier keine Fremdwörter sind. Ihre Kollegin Emma Gelotte kann ihren Bruder Björn bei IN FLAMES Gitarre spielen hören und wurde von klein auf mit RAINBOW, VAN HALEN und QUEENSRYCHE beschallt. Keine schlechten Voraussetzungen also für eine Rockband.
Mit Frederik Johansson und Peter Mardklint an den Gitarren hat man zwei Riffmänner engagiert, die eigentlich eher aus der schwedischen Düsterszene kommen, die diese Einflüsse hier aber nicht durchscheinen lassen. Mit Joseph Skansas hat man einen Vollblutdrummer hinter die Schießbude gesetzt, der bereits im zarten Alter von 10 Jahren zu Hause alles in Grund und Boden getrommelt hat. [Ein Fall für die Supernanny, der kleine Rabauke. Red.]
Wenn man soviel Kreativität, Hintergrunderfahrung und Enthusiasmus bündelt, kommt dabei in diesem Fall ALL ENDS heraus. Eine Band, die ich am ehesten mit FIREFLIGHT vergleiche, die im "frommen" Sektor mit ähnlicher Mucke für reichlich Furore sorgen. Ich denke außerdem, dass Fans von NICKELBACK hier getrost mal ein Ohr riskieren sollten. Und diejenigen, die auf der kommenden OOMPH!-Tour in der ersten Reihe stehen, dürfen sich nicht nur von den stimmlichen, sondern auch von den optischen Qualitäten der Damen beeindrucken lassen.
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