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Cult Of Sin
Cult Of Sin, Dockyard 1, 2009
Piet Focroul Vocals
Dries Van Damme Guitars
Christophe Depree Guitars
Erwin Casier Bass
Kevin Strubbe Drums
Produziert von: Dan Swanö Länge: 48 Min 36 Sek Medium: CD
1. Another False Prophecy7. Land Of Sin
2. My Own Sacrifice8. Doomsday Elegy (2012)
3. Scars Of My Actions9. Embracing Eternity
4. Betrayed By The Gods10. Hollow State
5. Devastation Done11. Release
6. End Of Your World12. Holy Diver

Kennt noch jemand das Album "Ride The Lightning" von METALLICA? [Nö, wer ist denn das? Red.] Für mich eins der besten Alben, das es von den Jungs gibt.

Warum ich das direkt zu Beginn erwähne? Weil "Cult Of Sin" dermaßen viele Querverweise auf dieses Album enthält, dass es schon fast erschreckend ist. Aber es werden nicht die Songs kopiert, eher bedient man sich im Hause AFTER ALL an den Songabläufen und -strukturen. Schon das Intro Another False Prophecy beginnt wie der Anfang von Fight Fire With Fire, um dann wütend stampfend in My Own Sacrifice überzugehen. Weiter geht es mit Scars Of My Action. Und wieder schleicht sich die Stimme von Mr. Hetfield in den Kopf, wie er die Strophen von Fight Fire With Fire intoniert, ich warte förmlich darauf, dass er anfängt zu singen. Stattdessen erhebt Piet Focroul seine Stimme wie ein grimmiger Terrier. Singt gegen die treibenden Doublebass und schneidenden Gitarren an, als würde es um sein Leben gehen. Die Gitarren klingen vom Sound her wie eine Mischung aus METALLICA meets MAIDEN. Gut abgeschaut, nachgeahmt und trotzdem eigenständig. Nicht schlecht!
AFTER ALL bleiben ihrem Schema treu und fahren mit Betrayed By The Gods weiter auf der Überholspur. Keine Spur von Pause, Langsamkeit oder ähnlich störenden Dingen. "Cult Of Sin" ist nichts für schwache Seelen oder Menschen auf der Suche nach Ruhe. Hier geht's um Vollgas!

Das siebte Album der Belgier strotz nur so vor Kraft und - trotz allem Thrash - Melodie und erinnert von daher ein weiteres Mal an das bereits erwähnte Vergleichsalbum.
Wem also die Herren aus Amerika inzwischen zu ruhig geworden sind, oder wer mit dem Mix des letzten Albums "Death Magnetic" nicht einverstanden war, sollte hier schnellstens ein Ohr riskieren.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 14.05.2009

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