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| In Time..., Active Mind Productions, 2009 |
| Danny Veras |
Lead Vocals |
| Chris M. Jacobson |
Guitar & Vocals |
| Garegin Kalajian |
Keyboards & Vocals |
| Barry Magnuson |
Drums & Percussion |
| Shawn "The Dude" Richkind |
Bass |
| Produziert von: Chris M. Jacobson & 7 Months |
Länge: 55 Min 11 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Memories | 6. Unspoken Words |
| 2. Paralyzed | 7. Fatal Line |
| 3. I Just Wanna Die | 8. Can't You See |
| 4. Confessional Profusion | 9. Now Or Never |
| 5. Forever Again | 10. In Time |
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7 MONTHS sind aus LA, und einzelne Bandmitglieder sind seit 20 Jahren im Musikbiz, aber als Band existieren sie erst seit eben neulich, obwohl das die zweite CD ist (wieder mal etwas unentdeckt in den Weiten des Musikalls...); Studiocracks, die jetzt mal zeigen wollen, wie man gute Musik macht. Erinnert an wen?
Richtig: TOTO. Und genau wie jene Jungs sind diese hier GUT. Zwar nicht ganz so melodisch wie, aber dafür genauso clever und gute Songkonstrukteure wie die kürzlich besprochene SWEET TOOTH. Geboten wird komplexer Rock der melodischen Art - aber ohne die übliche Verneigung in Richtung Publikumsgeschmack, wobei das nicht heißt, dass hier keine Melodien zu erkennen sind und das Ganze vor lauter Gefrickel nicht rockt. Far from it.
Die Herrschaften schaffen es, auf dem schmalen Grat zwischen melodischen Songs und komplexer Musik zu balancieren, und fallen nur ganz, ganz selten runter. Zuerst einmal wird hier Rockmusik gemacht - die Gitarre schießt ein Riff nach dem anderen aus allen Läufen, die Keyboards weben einen Teppich, und die flexible Rhythmussektion tut das ihre, um in den Geradeaus-Passagen voranzutreiben, dass es eine Wonne ist. Und zwischendurch gibt es wundervoll melodische und lyrische Moment, aber man sucht vergebens nach dem Schmalz des AOR-Butterfasses. Nix tropft, nix schmiert. Aber wehe, wenn dann mal alle Pferde durchgehen, die Gitarre etwa wilde Solokapriolen schlägt und die Drums dazu im wilden Doublebass-Galopp hinterher traben. Dann blitzt die Meisterschaft an den Instrumenten durch, dass es nur so eine Freude ist.
Herausragende Tracks? Hmm, sagen wir mal so, Unspoken Words könnte man eventuell eine um 10 Zentimeter nähere Distanz zum Melodic Rock nachsagen als den anderen Tracks, aber jeder - in Worten J-E-D-E-R - Melodic Rocker würde sich danach die Finger lecken - und nach so einer Band dahinter. Und nach diesem Interludium der Gitarre und des Keyboards. Nein, Ausfälle gibt es keine, wenn man sich denn die Mühe gemacht hat und die CD wiederholt in die Gehörgänge eingef… Ich glaube, jetzt gehen mir vor Begeisterung die Metaphern durch.
Sei Memories stellvertretend genannt, sozusagen als Beispieltrack. Ramm-zamm geht es im Intro los, die Gitarre verkündet: Achtung, hier regiere ich! - um dann kurz die Regentschaft an die Vocals und den Chorus abzugeben, was zu beachtlich melodischen Ergebnissen führt - ja doch, man kann das mitsummen, sooo melodisch ist das. Doch je länger der Song dauert, desto mehr ergreifen Gitarre und Drums die Herrschaft, und im Mittelteil bricht dann das kontrollierte Rockgewitter durch, wobei natürlich dem Rhythmus- und Taktwechsel gehuldigt wird, das gehört sich so. Leichte Anklänge an die Zeiten der großen YES sind ebenfalls zu vernehmen, und dann geht es zurück zur Melodie. Das alles kalkuliert, aber trotzdem mitreißend; komplex, ohne zu langweilen. Und wer Confessional Profusion ('Bekennen bis zum Überdruß' soll das wohl bedeuten) - ein Instrumental - gehört hat, weiß, dass 7 MONTHS richtig komponieren können und nicht nur einfach ein paar Riffs aus der Kiste holen und zusammenpappen, und natürlich ihren J.S. Bach kennen. Und wenn das dann zum knurrenden Bass in Forever Again überleitet, ist man nochmal an YES erinnert; aber so hat der Altvordere nie gerockt, auch nicht auf "90124".
So, genug jetzt - anhören, kaufen. Ich für meinen Teil muss jetzt noch ein bisschen in den Gitarrenlinien von Paralized schwelgen.
Ach so, ja, es gibt eine Schwachstelle. Die Texte sind, in my humble opinion, etwas prätentiös. Gewollt 'schwierig', Kings and Queens and Dragons and the day I lost my soul usw. - I just wanna die… ja, eventuell, wenn ich das höre. Da hätte man mit etwas weniger Pfund wuchern können; aber - Dank der Gnade der ausländischen Geburt kann man das ja überhören. Have FUN!
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