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| The Seraphic Clockwork, Frontiers Records, 2010 |
| Andy Kuntz |
Vocals |
| Stephan Lill |
Guitar |
| Torsten Reichert |
Bass |
| Andreas Lill |
Drums |
| Günter Werno |
Keyboards |
| Produziert von: NAME |
Länge: 73 Min 11 Sek |
Medium: CD |
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| 01. Frequency | 06. Quicksilver |
| 02. Holes In The Sky | 07. Rush Of Silence |
| 03. Scar Of An Angel | 08. On My Way To Jerusalem |
| 04. Sound Of Blood | Bonus Track: |
| 05. The Final Murder | 09. Eleyson |
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Immer wieder lese ich von meinem Kollegen Friedemann, wie stolz er auf seine Heimat, den Ruhrpott, ist. Nun, auch ich habe allen Grund, stolz zu sein. Denn ich lebe in der schönen Pfalz, genauer gesagt in Kaiserslautern, und wir haben die "Roten Teufel", die den Aufstieg in die erste Liga geschafft haben. Dann haben wir noch den wunderschönen Pfälzerwald und den Ruf eines Luftkurortes (Otterbach, oder ist es Otterberg?) genießen wir ebenfalls. Was aber noch viel wichtiger ist, da wir ja ein Musikmagazin sind, wir haben die Progmetaller VANDEN PLAS! Hat man die Truppe zuvor immer mit DREAM THEATER in Verbindung gebracht, haben sie ihren Ruf als exzellente Musiker durch mitwirken an diversen Theaterstücken, wie z.B. "Jesus Christ Superstar", "Abydos" und zuletzt "Christ O" (letztes Studioalbum), noch weiter ausgebaut und sind eigenständiger geworden.
Nun ist seit Anfang Juni ihr 6. Studioalbum mit dem Titel "The Seraphic Clockwork" über Frontiers Records erschienen. Hierbei handelt es sich um eine spannende Science-Fiction-Story aus der Feder vom Andy Kuntz und die Musik dazu wurde von Stephan Lill und Günter Werno geschrieben. Die Story erzählt von der Zeitreise des im 16. Jahrhundert in Rom lebenden Protagonisten, der aufgrund einer Vision vom Ende der Welt in die Mühlen einer alttestamentarischen Prophezeiung gerät. Er reist zurück ins Jerusalem des Jahres 33 n. Chr., wo er sich seiner gottgewollten Bestimmung stellen muss. Tja, und wie sieht es nun mit der Musik aus?
Hm, also wenn ich ehrlich bin kann ich keinen großen Unterschied zu "Christ O" feststellen, außer dass die dargebotene Mucke vielleicht einen Tick härter aus den Boxen dröhnt. Dies ist dann schon deutlich beim ersten Track Frequency zu hören, allerdings fühlt man sich gerade bei den Gitarrenwänden an frühere Alben, wie z.B. "Beyond Daylight" erinnert. Sehr beeindruckend ist der ordentlich wummernde Bass gleich zu Beginn, und im Mittelteil der Tempowechsel, bei dem dann die Tasten das Geschehen bestimmen, womit man sich wiederum in die Nähe von DREAM THEATER katapultiert. Haha, VANDEN PLAS haben jedoch mit Andy Kuntz den besseren Sänger, der es locker mit James LaBrie aufnehmen kann!
Im Großen und Ganzen habe ich nichts dagegen, Downloads zu besprechen, wenn dann wenigstens die Infos komplett vorhanden wären, wie z.B. die Erwähnung der Gastmusiker. Schließlich wäre es für den Einen oder Anderen interessant zu wissen, zu wem die weibliche Stimme gehört, die bei Scar Of An Angel auftaucht. Übrigens ein sehr interessanter Song mit sehr ruhigem, melodischem Intro und plötzlich einsetzenden harten Riffs, sowie fesselndem Chorus, in dem 'Heal the world, save me now' gesungen wird. Die fantastischen Chorgesänge, die man ja schon auf "Christ O" zu hören bekam, sind auf Sound Of Blood ebenfalls vertreten.
Ja, die Songs sind durch die heavy Gitarrenparts schon ein Stück härter, dennoch stehen sie in einem ausgewogenen Verhältnis zu Günter Wernos Tasten, die mich immer wieder faszinieren und aufhorchen lassen. Mittlerweile bin ich bei Quicksilver angelangt, wobei ich mich nun zu fragen beginne, ob man überschüssiges Material von "Christ O" hier verwendet hat. Egal, denn gut ins Ohr geht dieser Track trotzdem.
Das volle Brett wird bei dem 13 Minuten langen On My Way To Jerusalem aufgefahren. Hier gibt es alles, was des Prog-Metallers Herz höher schlagen lässt: klasse Pianoparts, harte Gitarrenriffs, komplexe Arrangements und atmosphärisch dichte Momente. Klasse! Damit wäre die Science-Fiction-Story beendet, allerdings hat man mit Eleyson noch einen Bonus Titel angefügt, der so manchem von "Ludus Danielis" bekannt sein dürfte, hier aber eher wie ein Fremdkörper wirkt.
Haben VANDEN PLAS mit "The Seraphic Clockwork" nun ihr Meisterwerk präsentiert? Uff, das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Nee, denn aus meiner Sicht hält sich dieses Werk mit "Christ O" die Waage. Gespannt darf man sein, ob "The Seraphic Clockwork" ebenfalls als Musical auf die Bühne gebracht wird, wovon ich jedoch sehr stark ausgehe.
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