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| Tune In 43 - Demo, Eigenproduktion, 2002 |
| Johannes Hundsbichler |
Gitarre, Gesang |
| Stefan Mißlinger |
Bass, Gesang |
| Klaus Marksteiner |
Schlagzeug, Gesang |
| Produziert von: Tune In 43 |
Länge: 8 Min 37 Sek |
Medium: Single-CD |
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| 1. On Your Own | 2. Goodbye |
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Ja mei. Ein Demo mit 2 Songs drauf. Sparsam, meine Herren. Gut, die Band kommt aus dem winzigen Reith im putzigen Alpbachtal im schnuckeligen Tirol und das liegt im auch nicht großen Österreich. Aber a bisserl mehr als nur 2 Songs hätten doch sogar ins kleinste Tal gepasst. Oder?
Der Grund für diese Besprechung ist aber nicht die Verbesserung der bilateralen Beziehungen zu dem Land, das die Amis nicht durchfahren lässt, damit die in den Krieg ziehen können (was ich im Übrigen nach wie vor für großartig halte - die Nicht-Durchfahrtsgenehmigung!). Der Grund ist, dass diese Promo-Single seit Tagen bei mir läuft und läuft und läuft. Immer wieder die gleichen zwei Songs.
Und diese beiden Songs laufen nicht dauernd, weil sie so kompliziert sind, dass ich sie nicht kapiere. Sie rennen, weil sie mir richtig gut gefallen.
TUNE IN 43 gibt es seit gut 2 Jahren (was im Vergleich zur langen Entstehungsgeschichte des Alpbachtals ein Wimpernschlag ist). Es sind drei anständige junge Menschen mit kurzen Haaren, die sich zu allem Überfluss für ihr Promofoto in weiße Hemden und schwarze Krawatte zwängen (Burschen, habts es in Tirol nix gscheites zum anziehn?) und sie machen hochanständige Popmusik. Man könnte sagen, dass sie Gitarrenpop machen. Selbst bezeichnen die Jungs ihren Sound als Mischung aus PowerPop, Indie und Emo (was immer das für ein Tier ist).
Weil der junge Mensch - auch in Österreich - heute nicht mehr von Elvis oder Jimi beeinflusst ist (Ausnahmen bestätigen die Regel), sagen TUNE IN 43, dass sie ihre Einflüsse von NADA SURF, THE GET UP KIDS, JIMMY EAT WORLD und/oder U2 haben.
Als emeritierter Rock'n'Boogie Gelehrter kenne ich die beiden erstgenannten Kapellen nicht mal. Das macht aber nichts, denn die Tiroler gefallen mir trotz dieser seltsamen Vorbilder. Und sie sind ein weiterer Beweis, dass aus Österreich immer wieder gute Bands (fast) aller Stilrichtungen - und vor allem Pop - kommen.
Schwungvoller Pop-Rock mit netter Gitarre und feinem Dreier-Gesang. Letztendlich ist das genau die Musik, die eigentlich im Radio laufen könnte. Wenn dort die Sendezeit nicht von Jeanette Pimpermann belegt wäre.
Einen weiteren Pluspunkt kriegen die Alpenländer für ihr Engagement in der Musikervereinigung "Bands United". Den Link dorthin findet man links neben diesem Review.
Jetzt aber schnell ins Studio und den, beim "Cosmo Bandcontest" in St. Johann, gewonnenen Gutschein für eine Woche Studioaufenthalt einlösen!
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