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| Live At The House Of Blues, Escapi Music, 2005 |
| Pat Travers |
Guitars, Vocals |
| Carmine Appice |
Drums, Vocals |
| T.M. Stevens |
Bass, Vocals |
| Produziert von: Fabrizio Grossi |
Länge: 58 Min 28 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Taken | 7. Turn Me On |
| 2. Better From A Distance | 8. Can't Escape The Fire / La La Love You |
| 3. I Don't Care | 9. Evil |
| 4. Crash And Burn | 10. Do Ya Think I'm Sexy |
| 5. Livin' Alone | 11. Boom Boom (Out Goes The Lights) |
| 6. Gotta Have You | 12. Keep On Rockin' |
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Eigentlich war klar, dass nach der letztjährigen CD "It Takes A Lot Of Balls" ein Livealbum folgen würde. Sie sind halt alte Rockstars, die noch im Rhythmus LP-Tour-Liveplatte denken.
Ob das im Jahr 2005 allerdings noch Sinn macht? Vor allem, wenn sich der Gelegenheitskäufer die Tracklist dieses Livealbums anschaut, könnte doch schnell eine Kaufentscheidung zu Gunsten einer anderen CD fallen. So stammt die Hälfte der Songs von "It Takes A Lot..." und der Rest wahlweise von CACTUS, der 73er Beck/Bogert/Appice Kollaboration oder aus Travers' Soloschaffen. Ein Song wird von Bassist T.M. Stevens beigesteuert (Turn Me On aus dessen Album "Boom" von 1995) und einmal mehr kommt Do Ya Think I'm Sexy zu Gehör (diesmal wieder mit "Do ya..." und nicht "Da ya..." geschrieben), das allerdings in den letzten Jahren auch von VANILLA FUDGE reichlich gespielt wurde - trotzdem berechtigt, immerhin schrieb Carmine Appice an diesem Superhit mit. Schaurig schön schräg von Appice gesungen und Travers darf den Hendrix ein klein wenig rauslassen.
Wirklich überraschend ist die Songzusammenstellung beileibe nicht.
Wo sind also die Kaufargumente? In erster Linie sind es natürlich die drei ausführenden Musiker, die immer wieder großen Spaß machen. Travers ist nach wie vor ein Gitarrenheld, rockt, bluest und shuffelt durch die Siebziger wie der Teufel und schreit sich dazu wie seit ehedem die Seele aus dem Leib. Evil gefällt mir persönlich allerdings in der von Rusty Day bei CACTUS gesungenen Version besser. T.M. Stevens ist ein begnadeter Bassist, der allerdings auf Vokaleinlagen verzichten sollte. Carmine Appice wird auch in 10.000 Jahren kein Swinggott mehr, dafür trommelt er so ziemlich alle anderen Schlagzeuger in Grund und Boden. Ein Genuss, diesen God of Thunder zu hören - als Steigerung könnte man sich anschließend John Bonham auf dem genialen LED ZEPPELIN DVD Box Set anhören und ansehen, dann ist der Bedarf an eigenen Schlagzeugversuchen für alle Zeiten gedeckt.
Als Trio produzieren die Herren einen "verheerend" druckvollen Sound, der spätestens bei Track 5, Living Alone, zu Ärger mit den Nachbarn führt.
Warum nun ausgerechnet Crash And Burn vom gleichnamigen 80er Travers-Soloalbum vertreten sein muss und nicht beispielsweise Snortin' Whiskey oder gar die gute alte Rock And Roll Susie... müßig, darüber nachzudenken. Dafür gibt es das abgekürzte I La La La Love You (hier La La Love You) von "Black Pearl" (1982) im Medley mit Can't Escape The Fire und natürlich das unvermeidliche Boom Boom und dann gehen die Lichter ganz von selbst aus. Das passt schon, im nächsten Jahr spielen sie vermutlich 5 andere Klassiker und alles ist gut.
Schlagzeugsolo gibt's natürlich auch, Gitarrensoli sowieso, die neuen Studiotracks klingen live nochmal besser als auf "It Takes...", Travers und Appice sind auf ihrer seit Jahrzehnten dauernden Rock & Roll-Tour wieder einen Schritt weiter gekommen, ohne sich dabei kreativ sonderlich anstrengen zu müssen. Dafür fließt der Schweiß um so heftiger und das ist bei solchen Recken allemal mehr wert als ein verunglückter Selbstverwirklichungstrip.
Guter alter Hardrock für gute alte Hardrocker und als Zugabe gibt es noch eine DVD!
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