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| It Takes A Lot Of Balls, SPV/Steamhammer, 2004 |
| Pat Travers |
Guitars, Vocals |
| Carmine Appice |
Drums, Vocals |
| T.M. Stevens |
Bass, Vocals |
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Länge: 58 Min 28 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Better From A Distance | 8. Can't Escape The Fire |
| 2. Taken (The Iguana Song) | 9. I Can't Let You Go |
| 3. I Don't Care | 10. Rock Me |
| 4. Remind Me | 11. Never Saw It Comin' |
| 5. Gotta Have Ya | 12. Keep On Rockin' |
| 6. Hey You | 13. PT Slide |
| 7. Stand Up | |
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Erst vor ein paar Wochen hat mir ein "wahnwirtziger" Mensch den Auftritt im Rockpalast von Pat Travers aus dem Jahr 1976 auf Video-CD geschenkt. Da hat er - der Travers - beinahe seine gesamte erste LP gespielt (die ich übrigens nach wie vor händeringend suche!) und wem bei Rock- & Boogiekillern wie Stop And Smile oder Hot Rod Lincoln nicht automatisch die Luftgitarre aus den Händen wächst, wird leider an dieser neuen CD keine Freude haben.
Pat Travers wurde nach zwei, drei überragenden Platten immer härter, dann immer mainstreamiger, irgendwann wurde er immer mehr zu gar nichts und nach seinem Comeback in den Neunzigern zelebrierte er den Blues in der bekannten Mike Varney-Flitzefinger-Heavy-Version. Jetzt hat er sich mit Schlagzeuglegende Carmine Appice und auch-so-ziemlich-überall-dabei Bassist T.M. Stevens zusammengetan und die CD "It Takes A Lot Of Balls" eingehämmert. Mit Balls sind übrigens keine Bälle im Sinne von Fuß- oder Basketball gemeint...
Carmine Appice gehört spätestens seitdem ich ihn mit VANILLA FUDGE dieses Jahr live erlebt habe endgültig zu meinen Helden. Dass er im Studio gewaltig klingt, weiß man seit Jahrzehnten, aber er spielt auch auf der Bühne wie der leibhaftige Donnergott. Rhythmusfanatiker werden beim Heavy-Funk Stand Up feuchte Augen bekommen. Oder etwas Reggae gefällig? I Can't Let You Go wäre was für den Anhänger beschwingter Töne. Aber Vorsicht! Nicht, dass das Tütchen plötzlich in einem Zug aufgeraucht ist vor Schreck, beim Übergang in einen hart rockenden Shuffle. NYC-Gangsta-Rap bevorzugt? Bitteschön, Gotta Have Ya entzündet das Ölfass ganz von selbst und lässt die Kopfsocke im Rock & Roll Gewitter davonfliegen.
Ansonsten lassen die drei Herren die Balls mächtig im bluesigen Hardrock-Gewand umherflitzen. Als Verschnaufpausen gibt es zwei sehr schöne akustische Nummern (Hey You und Can't Escape The Fire, übrigens ein Song den ich mir so ähnlich z.B. von Bobby Ingram für MOLLY HATCHET wünschen würde) - die braucht man auch, denn der Rest ist g-e-w-a-l-t-i-g. Titel wie Rock Me oder Keep On Rockin' sind Programm, es wird geholzt auf Teufel komm raus, wobei sich mindestens eine handvoll Songs nachhaltig in den Gehörgängen festsetzen. Keine sinnlose Kraftmeierei also, sondern konsequent auf höchstem Niveau durchgespielter harter Rock & Roll. Ich hatte Travers solche Songs eigentlich nicht mehr zugetraut, waren seine letzten Platten doch eher von durchschnittlichem 08/15-Standard-Bluesrock durchzogen. Die Rock And Roll Susie wird bald 30 Jährchen alt, da kann man ihr ein bisschen Facelifting in Form von Taken oder Never Saw It Coming schon angedeihen lassen.
Man kann sich bei dieser CD gut vorstellen, wie drei gesetzte Herren gemeinsam im Studio heftig rocken und "Rock and Roll" plärren. Den Spaß kann man gradezu spüren wenn Travers I Don't Care schreit und Appice beifällig grinsend dazu auf die Pauke haut.
Super!
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