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| Falling In Between Live, Eagle Vision, 2008 |
| Steve Lukather |
Guitars & Vocals |
| Simon Phillips |
Drums |
| Bobby Kimball |
Vocals |
| Greg Phillinganes |
Keyboards & Vocals |
| Leland Sklar |
Bass |
| Tony Spinner |
Guitars & Vocals |
| Produziert von: Jackie Weatherill |
Länge: ca. 142 Min |
Medium: DVD |
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| 1. Intro | 14. I'll Supply The Love |
| 2. Falling In Between | 15. Isolation |
| 3. King Of The World | 16. Gift Of Faith |
| 4. Pamela | 17. Kingdom Of Desire |
| 5. Bottom Of Your Soul | 18. Luke Solo |
| 6. Caught In The Balance | 19. Hydra |
| 7. Don't Chain My Heart | 20. Simon Solo |
| 8. Hold The Line | 21. Taint Your World |
| 9. Stop Loving You | 22. Gypsy Train |
| 10. I'll Be Over You | 23. Africa |
| 11. Cruel | 24. Drag Him To The Roof |
| 12. Greg Solo | Bonus Feature: |
| 13. Rosanna | Interviews |
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Eigentlich dachte man, dass es von TOTO längst genug Video- bzw. DVD-Material gibt, aber dem scheint nicht so zu sein, unermüdlich wird für Nachschub gesorgt. Und diesmal geht die Rechnung wenigstens musikalisch auf, ob sich das Ergebnis zufrieden stellend verkauft, scheint heutzutage zweifelhaft. Nach etlichen eher fragwürdigen Veröffentlichungen ist "Falling In Between Live" ein echtes Prachtstück geworden. Das liegt natürlich nicht an der brillanten Bild- und Tonqualität der DVD, das ist man von TOTO sowieso gewohnt, die alten Herren haben sich musikalisch nochmals zu einem echten Höhenflug aufgerafft und am 26. März 2007 in Paris in bemerkenswerter Hochform eine bemerkenswerte Setlist filmen lassen. Und das, wo man Lukather, Kimball und die runderneuerte Kapelle seit längerem als Schmückwerk bei irgendwelchen Nights of the Proms oder gar peinlichen Fernsehshows zwischen dem Geklirre der Champagnergläser kaum mehr ernst zu nehmen wagte. Doch hier, vor einem völlig euphorischen Publikum, fetzt die Sache fast mehr als einst in den großen Zeiten. Verblüffend.
TOTO wurde oft - und nicht zu Unrecht - Sterilität und größtmögliche Anbiederung an den Mainstream vorgeworfen. "Falling In Between Live" relativiert dieses Bild eindrucksvoll, denn so lässig wie hier gegroovt wird, sollten auch große Skeptiker überzeugt werden können. Die Präzision der Darbietung leidet darunter nicht, nach wie vor sind unglaubliche Könner am Werk, aber die vermitteln ihren Spaß so überzeugend, dass man sich noch etliche Jahre mit dieser Band vorstellen kann. Von wegen Dinosaurier.
Eine Lanze soll für Bobby Kimball gebrochen werden. Dem wird seit Jahren seine angeblich ruinierte Stimme vorgeworfen, doch wenn man sich endlich von dem Gedanken an seine früher aufgrund Klirrfaktor oft kaum zu ertragende Superstimme verabschiedet hat, bleibt ein auch heute noch erstklassiger Sänger mit einer klassischen Rock-Stimme übrig. Kimball gibt TOTO heute den dringend benötigten Dreck mit seinem Gesang, auch wenn er längst nicht alle Parts selbst singt und oft genug im Background Zuflucht sucht. Über Steve Lukather lässt sich ohnehin nicht mehr viel erzählen, der Mann ist einfach großartig, vor allem wenn er so richtig rockt. Da wird sogar die olle Rosanna zu einer jammenden Rampensau und I'll Supply The Love vom Kuschelrocker zum schiebenden Kracher. Mit schuld an der wiedergewonnenen Wucht haben logischerweise Leland Sklar und Simon Phillips an Bass und Schlagzeug. Der kauzige Sklar setzt auch nach Jahrzehnten noch Meilensteine am Bass, man kann gespannt sein, ob Mike Porcaro zurückkommt, und Simon Phillips ist eben einer, der mit seiner ungeheuren Sensibilität zu TOTO zigfach besser passt als damals zu THE WHO.
Bei dieser Tour war auch wieder Tony Spinner mit dabei und durfte ein paar eigene Akzente setzen, z.B. den Leadgesang in Drag Him To The Roof, dem einzigen Highlight des Rohrkrepierers "Tambu" von 1995. Sein bluesrockiger Stil tut gerade den megasauberen Songs richtig gut.
Auch wenn die verschiedenen Soli vielleicht etwas zu lang geraten sind und Africa noch nie anhörbar war (hier gesäuselt vom Keyboarder Greg Phillinganes), ist TOTO eine großartige Rückmeldung im Kreis ernsthafter Rockbands gelungen. Die High-Energy Versionen von Taint Your World (vom 2006er "Falling In Between") und Gypsy Train ("Kingdom Of Desire", 1992) beweisen es schweißerregend.
In den Interviews im Bonusteil erklärt Leland Sklar, dass TOTO eine spannende Band ist, weil sie im Gegensatz zu den meisten anderen Classic Rock Bands nach wie vor kreativ ist. Wie wahr.
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