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| Blue Desert Highway, Zyx Music, 2005 |
| Tony Nash |
Vocals, Guitars |
| Harry Brehm |
Bass |
| Sascha Schworm |
Drums |
| Gäste: |
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| Joerg "P.J." Rinker |
Drums |
| Frank Stockburger |
Rhythm Guitar, Harmonica |
| Produziert von: Tony Nash |
Länge: 46 Min 49 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Love Me Tonight | 7. Heart Of Stone |
| 2. Let Me Love You Baby | 8. Dejavue, How Do You Do |
| 3. Dancing With The Devil | 9. Here To Play The Blues |
| 4. City Of The Blues | 10. Hey Mama |
| 5. Voodoo Doll | 11. Early In The Morning (live) |
| 6. Villa Nova Junction | |
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THE TONY NASH TRIO, noch nie gehört. Informationslücke? Keine Hinweise meiner musikinteressierten Freunde/Bekannten. Habe ich etwas verpasst?
Die CD ist neu auf dem Markt. Auf dem Pappschuber erste Informationen. Die Band spielt als Vorgruppe der aktuellen Peter Frampton Tour. Peter Frampton - da werde ich aber stutzig, ob sich der CD-Ladeninhaber, bei dem ich Kunde bin, mit dieser Empfehlung den Falschen ausgesucht hat.
Die Trackliste auf der Rückseite gibt ihm Recht. Es finden sich drei Coversongs auf der CD, die eindeutig in Richtung Blues/Bluesrock gehen. Willie Dixons Let Me Love You Baby, Hendrix' Villa Nova Junction, das Hendrix beim Woodstock-Festival zum Besten gegeben hat und der John Lee Williamson Song Early In The Morning, der auf der CD als Liveversion zu hören ist.
Ok, dann mal ab in den CD-Player und reinhören.
Das geht direkt ab mit treibendem Schlagzeug und schneidender Gitarre. Der Bass pumpt auch gut mit. Neugierde macht sich bei mir breit. Mit wem spielt denn dieser Tony Nash zusammen. Die Informationen aus dem Booklet besagen, dass Sascha Schworm auf dem Schlagzeughocker Platz genommen hat und Harry Brehm die Saiten der Bassgitarre bearbeitet. Diese beiden Musiker haben nun nicht gerade englischen Namen, ebenso die Namen der Gäste: Joerg "P.J." Rinker, der auf einem Song an den Drums sitzt und Frank Stockburger, der Harmonica und Rhythmusgitarre spielt. Auch ist die CD in den deutschen Cosmic Studios aufgenommen worden. Die Livenummer stammt von einem Auftritt im "Canape" in Trossingen, 2003.
Tony Nash ist ein kalifornischen Gitarrist, der seit geraumer Zeit in Deutschland lebt.
Nashs Stimme klingt wie eine Mischung aus Mitch Ryder und Omar Dykes, um mal eine Kategorisierung zu wagen.
So höre ich mich durch den ersten Song, gutes Solo, schöne Breaks. Nach der ersten Bluesrock-Portion gibt's mit Willie Dixons Let Me Love You Baby direkt den Nachschlag.
Ein bis zwei Gänge runterschalten und das intensive Dancing With The Devil genießen, wieder mit einem brandgefährlichen Nash Solo.
Erster Slowsong ist dann City Of The Blues. Nashs Stimme mit dezentem Echo versehen. Passt zum Song.
Dann mein mittlerweile Lieblingssong der CD, Blue Desert Highway. Ein richtig schöner, dreckiger Boogie, bei dem CANNED HEAT die Paten sein könnten. Toller Refrain, der den Song aufmischt.
Im Schritttempo dann, wie oben schon erwähnt, Hendrix' Instrumentalsong Villa Nova Junction. Entspannung ist angesagt.
Man könnte meinen, dass Heart Of Stone, der nächste Song, in der Dramaturgie der CD ganz bewusst nach Hendrix platziert wurde. Tony Nash kann das auch, bei einem denkbar knappen Text (drei Zeilen).
Dejavue, How Do You Do, das singt sich genauso, wie man es ließt und das allseits bekannte Trio mit den Bärten und dem Mann, der Beard heißt, aber keinen hat, winkt freudig lächelnd um die nächst Hausecke.
Mit Here To Play The Blues schließt sich der Songzirkel, da Hey Mama ein klein wenig aus dem vorher Gehörten herausfällt.
Der Livesong lässt bei mir den Eindruck entstehen, dass die 10 vorherigen Songs ohne viel nachträgliche Bearbeitung ihren Weg auf die CD gefunden haben müssen. Knappe 7 Minuten, das reicht nicht Mr. Nash. Da muss es doch noch mehr lohnenswertes Material im Archiv geben.
Zum Schluss möchte ich an den Anfang meiner CD-Kritik zurückkommen. Ihr habt bestimmt schon mal CDs mit gemischten Gefühlen gekauft. beim Durchhören nicht 100%ig überzeugt, aber gut genug um die CD zu kaufen. So erging es mir mit "Blue Desert Highway" auch. Aber durch mehrmaliges Hören ist die CD "gewachsen" und man darf auf weitere Veröffentlichungen gespannt sein.
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