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Thea Gilmore

Rules For Jokers

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Rules For Jokers
Rules For Jokers, Shameless/Flying Sparks Records/Zomba, 2001
Thea Gilmore Acoustic & Electric Guitar, Piano, Kalimba, Cimbala, Mbira, Vocals
Nigel Stonier Acoustic & electric Guitar, Bass, Piano, Organ, Harmonica, Vocals
Robbie McIntosh Guitar, Acoustic Slide, Vocals
Ian Thomas Drums, Percussion, Griddle Pan (St. Luke's Summer)
Oliver Kraus Cello
David Coulter Saw, Tenor Banjo, Q-Chord, Slide Didgeridoo, Jaw Harp, Accordion
Dave "Munch" Moore Organ (Saying Nothing), Harpsichord
Ewan Davies Percussion, Organ (Take Me Home), Blue Tube, Finger Cymbals, Vocals
Freyja Gilmore Vocals (Benzedrine, Take Me Home & Saying Nothing)
Will Bartle Vocals, Cymbal (St. Luke's Summer)
Sarah Jane Morris & Steve Menzies Vocals (Keep Up)
Produziert von: Nigel Stonier Länge: 46 Min 19 Sek Medium: CD
1. Apparition No. 128. Benzedrine
2. Holding Your Hand9. Movie Kisses
3. This Girl Is Taking Beats10. Take Me Home
4. Saviours And All11. Keep Up
5. St. Luke's Summer12. Saying Nothing
6. The Things We Never Said13. Inverigo
7. Seen It All Before

Das Wichtigste zuerst: "Thea Gilmore is blessed with the kind of voice the angels would swap their wings for and anyone who sings. 'Fuck' the way she does, deserves another listen", so das "Top Magazine".
Diese Stimme ist in der Tat sehr angenehm, was durch die rein akustische Instrumentierung noch unterstützt wird. Sehr intim und verrucht, gleichzeitig aber glockenklar. Die Frau kann singen. Dazu sind die Texte intelligent und ja, das Wörtchen "fuck" wird nicht einfach nur so dahergeschrieen, sondern macht Sinn:
"Could you say that again babe
I've not heard that one before
You're looking four years older
You're looking for the door
I lipsticked 'Fuck you' on the mirror
As a mark of my respect"

Thea ist noch jung, aber man merkt der 1979 in Oxford geborenen schon an, dass sie mit Musik von Dylan und Joni Mitchell aufgewachsen ist. Hinzu kommt, dass sie durch einige familiäre Tragödien recht früh zum Schreiben angeregt wurde.
Das Schreiben war wohl eine Art Ventil, bzw. eine gute Möglichkeit, mit den widrigen Umständen zurecht zu kommen.
Nicht zufrieden war sie mit der Politik der etablierten Labels und so gründete sie, kaum älter als sechzehn, ihr eigenes Label SHAMELESS - die einzige Möglichkeit autark Musik zu machen.
Bisher erschienen sind:
1997 - 4 Track EP "Instead Of The Saints"
1998 - "Burning Dorothy"
2000 - "The Lipstick Conspiracies"
2001 - 6 Track EP "As If"
2002 - "Rules For Jokers"
2002 - New Single "Fever Beats"

Der nationale Durchbruch gelang ihr übrigens mit der limitierten 2001er 6 Track EP. Seitdem sind die Kritiken voll des Lobes und ich schließe mich da gerne an.
Besonderes die etwas ruhigen Songs wie Holding your hand, The things we never said, oder Inverigo haben es mir angetan. Und sie hat ja so recht mit ihren Lyrics.
Auszug aus Invergio:
"There's a motorway service station on a January day
There's a lunchtime radio show there's the shit that they play"

Gelungen sind aber auch die Uptempo Nummern. Erwähnen möchte ich da zum Beispiel This girl is taking beats.
Dann gibt es raffiniert gestrickte Rhythmen in Apparition No. 12, oder bei Saviours and all. Letzteres unterstützt durch eine Dylansche Harmonica. Hinzu kommt eine hervorragende Produktion, ein perfektes Booklet, welches alle Lyrics enthält. Übrigens stammen alle Titel aus Theas Feder.
Nicht der Musik dienlich, aber warum verschweigen, dass Thea auch dem Auge gut tut.

Ulli Heiser, (Artikelliste), 25.02.2002

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