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| 1, EMI Records/Apple, 2011 |
| John Lennon |
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| Paul McCartney |
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| George Harrison |
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| Ringo Starr |
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| Produziert von: George Martin |
Länge: 79 Min 00 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Love Me Do | 15. Yellow Submarine |
| 2. From Me To You | 16. Eleanor Rigby |
| 3. She Loves You | 17. Penny Lane |
| 4. I Want To Hold Your Hand | 18. All You Need Is Love |
| 5. Can't Buy Me Love | 19. Hello, Goodbye |
| 6. A Hard Day's Night | 20. Lady Madonna |
| 7. I Feel Fine | 21. Hey Jude |
| 8. Eight Days A Week | 22. Get Back |
| 9. Ricket To Ride | 23. The Ballad Of John And Yoko |
| 10. Help! | 24. Something |
| 11. Yesterday | 25. Come Together |
| 12. Day Tripper | 26. Let It Be |
| 13. We Can Work It Out | 27. The Long And Winding Road |
| 14. Paperback Writer | |
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Als die vermeintliche #1-Hit-Zusammenstellung "1" im Jahr 2000 erstmals erschien, stritten sich die Fans und Gelehrten wild um die Berechtigung der CD. Die 27 versammelten Tophits aus England und/oder Amerika waren den einen zu wenig, schließlich hatten THE BEATLES noch weitere Hits, die sicher auch irgendwo auf der Welt die Spitze der Hitparade erklommen hatten, die anderen bemerkten zurecht, dass sämtliches Material von "1" auf den legendären Alben "1962-1966" ("Rotes Album") und "1967-1970" ("Blaues Album") zusammen mit vielen anderen wichtigen Songs enthalten wäre. Dritte behaupteten, dass es von den Beatles eh schon genug Best-of-Kram gäbe. Dazu gab es noch die Fraktion derer, die den in den Neunzigern digitalisierten und angeblich remasterten Sound als Frechheit empfanden.
Ganz im Unrecht waren alle Kritiker nicht. Aber 2011 kommt es schlimmer für die Traditionalisten.
Am 9. September 2009 wurde das lang angekündigte 16-CD-plus-DVD-Gesamtwerk "The Beatles Stereo Box" veröffentlicht - und es brach eine Welt zusammen für diejenigen, die auf eine sorgsame Aufarbeitung des Katalogs hofften. Stereo hin, Mono her, das Ergebnis dieser teuren Beatles-Schachtel, die der Neuauflage von "1" zugrunde liegt, war extrem lauter Kompressionssound, der womöglich einer ganz neuen Kundengruppe gerecht wurde, nämlich den Handy-MP3-Hörern, aber für den Kenner der Originalalben ein schlimmer Schlag aufs Ohr war. Selbstverständlich ist es Kärrnerarbeit, beinahe 50 Jahre alte Musik zu restaurieren, aber es gibt hundertfach gelungene Beispiele. Warum ausgerechnet bei der größten Band aller Zeiten der Zeitgeist einziehen musste, wird ein Mysterium bleiben. Vielleicht haben Ringo, Paul und die Witwen bzw. Nachlassverwalter einfach nicht genau hingehört, vielleicht war es ihnen zugunsten der zusätzlichen Millionen egal, vielleicht haben sie über die Jahrzehnte schlicht die Beziehung zu ihrer eigenen Musik verloren oder akzeptieren das digitale Diktat der heutigen Zeit. Man weiß es nicht. Wer sich für 170 oder mehr Euro das eigentlich schicke Paket gekauft hat und zum Vergleich noch alte Vinyl-LPs im Schrank hat, wird wissen was gemeint ist. Es geht hier nicht um die Optimierung alter Aufnahmen, es geht um Veränderung. Um einen Eingriff an der offenen Seele der Wurzel der Rockmusik.
Der Grad der Veränderung ist je nach Entstehungsjahr des Originals unterschiedlich, mal ist es deutlicher, mal bemerkt man kaum etwas, mal ist Ringos Schlagzeug zu laut, mal quäken einen die Stimmen geradezu furchterregend laut an, immer fehlt es an Tiefe und Volumen im Sound.
Für viele Hörer mag die Kritik kleinkrämerisch erscheinen, schließlich bekommt man die 27 Klassiker auf "1" erstmals im vermeintlich bestmöglichen technischen Zustand, befreit von Rauschen, Geschwindigkeits- und Tonhöhenschwankungen. Dem sei entgegengehalten, dass jetzt alle acht Beatles-Jahre von 1962 bis '70 gleich klingen. Natürlich kann man immer noch die musikalische Entwicklung verfolgen, aber eben nicht mehr die technische. Merke: Datenkomprimierung macht alles zu einer androgynen Klangmasse.
Gleichwohl bleiben THE BEATLES ein Jahrtausendereignis und für alle Zeiten unerreicht. Es gibt keine andere Band, deren Songs so gut wie jedermann Stück für Stück mitsingen kann und dessen auch nicht überdrüssig wird. Es erübrigt sich in einer Besprechung von "1", die Lieder aufzuzählen, alle Welt kennt sie in- und auswendig. Natürlich hat jeder seine Lieblingsnummern und auch jene, die man noch nie mochte, in meinem Fall ist es der letzte #1-Hit The Long And Winding Road, aber die Faszination, die vom Werk der Band ausgeht, ist heute noch so gewaltig wie in allen Jahrzehnten davor. Insofern ist "1" für Einsteiger und Freaks des technisch Machbaren allemal empfehlenswert. Die Fraktion der Vinylisten wird sich Get Back & Co. weiterhin mit dem geliebten Knistern anhören. Alle dürfen zur Musik gerne das feine Büchlein "Hilfe!" lesen und dazu schmunzeln.
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