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| Coast To Coast, Strangefolkmusic. Inc, 2002 |
| Erik Glockler |
Vocals, Bass |
| Luke Patchen Montgomery |
Vocals, Acoustic & Electric Guitars |
| Don Scott |
Keyboards |
| Luke Smith |
Drums |
| John Trafton |
Vocals, Electric Guitar |
| Produziert von: Strangefolk |
Länge: 70 Min 22 Sek |
Medium: CD |
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| 1. First Time (8:56) | 5. Get You Movin' (4:38) |
| 2. Leave A Message (8:15) | 6. Come On Down (11:54) |
| 3. In Deep (16:12) | 7. Water (12:29) |
| 4. Anchor (7:43) | |
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Neun, Zwölf, Sechzehn Minuten. Da geht mir das Herz auf, denn Tracks dieser Länge lassen keinen Zweifel aufkommen, dass eine Jamband meine Lauscher bald erfreuen wird.
Außerdem kommt das vorliegende Rezensionsexemplar von Bärchen Records und das bedeutete bisher für mich meistens starke Musik. Und ich hatte schon 2001 das Vergnügen, "Open Road" zu reviewen.
Und diese Scheibe läuft mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder zu Hause, im Auto und am Arbeitsplatz.
Gleich drei Titel aus "Open Road" finden sich auf der vorliegenden Live CD, zusammengestellt aus Shows von 2001 und 2002, die sich von Maine bis nach Kalifornien erstreckten:
First Time, diese Wahnsinnsnummer mit dem typischen, bouncenden PHISH Jam.
Leave A Message sowie In Deep stehen da in nichts nach. Toll, dass diese Nummern, die mich damals schon begeistert haben, auf dieser Live CD Platz fanden. In Deep sogar in einer 16 minütigen Version.
Das wird wohl manchen "Drei-Minuten-Boogie-Fre(un)d abschrecken (ein guter Boogie darf auch 10 Minuten dauern; Fred), aber hier zieht sich nichts in die Länge, denn einmal den Körper in Bewegung gebracht, fällt es eher schwer, nach Ablauf der Zeit wieder in die Bewegungslosigkeit zu fallen.
Luke Patchen Montgomery und John Trafton sind perfekt aufeinander eingespielte Gitarristen und ob sie nun eher a la Dickey Betts oder aber die Jerry Garcia Fraktion bedienen, es passt immer.
Und gerade diese Mischung aus ALLMAN BROTHERS BAND-southern feeling oder dieses lässige GRATEFUL DEAD-Spiel macht den Reiz der Band aus.
Anchor kommt frisch und peppig aus den Boxen. Southern-Hooks und Soli zu einem funkigen Rhythmusfundament. Monsterohrwurm sag ich mal. Man kriegt das Teil nicht so schnell aus dem Kopf - warum auch?
Mit viereinhalb Minuten dann der kürzeste Track: Get You Movin'. Country-Dead-like, aber der flotteren Sorte, ja, man könnte gar 'nen Boogieschritt dazu wagen.
Come On Down erinnert mich an das Cocaine-Riff. Zwölf Minuten wird lässig gegroovt und immer wieder das Cocaine Thema. Don Scott bearbeitet das Keyboard und übernimmt stellenweise die "Führung". Die beiden Gitarristen streuen ihre Riffs ein und teilen sich dann kurz den Leadpart mit dem Keyboard, um dann wieder in den Vordergrund zu treten. Diese Band ist perfekt aufeinander eingespielt. Kein Wunder auch, denn 2002 gaben sie 120 Shows.
Ende 2002 waren sie übrigens Supporter der GREGG ALLMAN & FRIENDS Tour.
Und weil 12 Minuten so 'ne prima Zeit sind, gibt es im Anschluss noch mal eine Nummer in dieser Länge. Water. Jam pur, bouncender Rhythmus wieder. Instrumentalorgien, Gitarrensoli vom feinsten.
Wer diese Art von Rock liebt, bekommt eine CD, die so schnell den Player nicht wieder verlassen wird.
7 Songs bei 70 Minuten Spielzeit !!!!!
Ich zitiere den Bärchen-Jürgen und kann nur zustimmend nicken: "Willkommen in der Familie der GRATEFUL DEADs, PHISHs, ALLMAN BROTHERS, MOEs, SCIs, WIDESPREAD PANICs - willkommen im erlauchten Jamrock-Kreis".
Mann, eine Deutschland Tour, das wär's. Die Heads würden begeistert sein.
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