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Sweet Lullabye

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Sweet Lullaybye
Sweet Lullabye, Flying Sparks Records, 2002
Gregg Sarfaty Vocals, Guitars, Dobro
Jano Janosik Drums
Luke Storey Bass
Gäste:  
Stevie Blacke Fiddle, Mandoline
Chris Garcia Mellotron
Alex Kimmell Percussion
Adam McDougal Hammond B-3
Cameron Stone Cello
Kevan Torfeh Cello
Greg Upton Vocals
Cindy Wasserman Vocals
Produziert von: Chris Garcia Länge: 41 Min 50 Sek Medium: CD
1. Counting to 7 at your old Barstool7. A little goes a long Way
2. I hope you miss me8. Up that wrinkled Street
3. Sweet Lullabye9. Let's go to Texas
4. The Midnight Shift10. Meet me in your Dream
5. The Moonlight and me11. O Carry me
6. If you were mine 

Gitarrist/Sänger Gregg Sarfaty, der schon seit 10 Jahren mit verschiedenen Bands kreuz und quer durch die USA reiste, hat dann endlich in Los Angeles die Leute gefunden, mit denen er eine eigene Truppe auf die Beine stellen wollte.
STEWBOSS erblickte 2001 das Licht der Welt und konnte schon mit der ersten CD "Wanted a Girl" auf sich aufmerksam machen. Nicht weniger als drei Songs daraus wurden als Filmmusik verwendet (in den Filmen 3000 Miles to Graceland, Jack and Jill und The Chocolate Fairy)

Diese zweite CD der Band liegt mitten im Spannungsfeld von Heartland-Rock und purem Americana. Obwohl durchaus hochmodern, sieht man vor dem geistigen Auge des öfteren die Herren Mellencamp, Springsteen oder auch einen John Lennon, während die Stimme von Gregg Sarfaty der von Adam Duritz verdammt ähnlich ist. Auch musikalisch gibt's den einen oder anderen Ausflug ins Camp der COUNTING CROWS, allerdings dankenswerterweise ohne deren manchmal doch aufgeblasenen Bombast.

"Sweet Lullabye" ist eine gitarrenorientierte Platte (unwahrscheinlich schöne Leads in den verschiedenen Songs), die aber auch wegen der vielen Instrumente sehr dicht im Mix ist, mal Celli, mal Mellotron, viel Mundharmonika - eine tolle Mischung mit wirklich gelungenen Melodien!

Einige der Songs werden für lange Zeit Bestand haben, viele andere sind aber, trotz sehr gutem Songwriting und obwohl gekonnt vorgetragen m.E. nicht geeignet, sich entsprechend im Gehirn festzusetzen. Dies mag vor allem in den USA anders sein, da die Texte eine durch und durch amerikanische Ausrichtung haben, der/die eine oder andere an einem College dort wird in einer der vielen kleinen Lebenskrisen zum entsprechenden Song dieser Platte greifen wollen. Wenn aber Englisch nicht die Muttersprache ist, entfällt dieser Vorteil.

Trotzdem eine der besseren Platten dieses Sommers, die Jungs haben Talent und man darf gespannt sein, was man von STEWBOSS in Zukunft noch hören wird. Die Platte wurde u.a. im Wohnzimmer des Produzenten sowie dem von Gregg Sarfaty aufgenommen und kann doch den hohen Produktionsstandard halten, wohl eine Seltenheit. Die Produktion ist intelligent, der Klang hervorragend.

Freunde von gutem, ehrlichem Roots-Rock sollten sich diese Platte unbedingt mal anhören, die Band hat ganz sicher verdient, nicht nur auf der englischen Insel (dort wird STEWBOSS momentan unglaublich "gehypt"), sondern auch auf dem europäischem Kontinent entdeckt zu werden. Dem neuen, glattgebügelten Opus "The Rising" vom Boss ziehe ich STEWBOSS jederzeit vor.

Manni Hüther, (Impressum, Artikelliste), 11.09.2002

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