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| This Ain't Heaven ... Welcome To Hell, MySkull Records, 2007 |
| Porty Portner |
Vocals |
| Heiko "H-Bomb" Haag |
Lead Guitars |
| Dschürgen J. Young |
Rhythm Guitars, Backing Vocals |
| Patrick "AC" Apel |
Bass, Backing Vocals |
| Lars M. Lunova |
Drums, Backing Vocals |
| Gäste: |
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| Eddi Eisenbarth & Dersim "Angus" Tugal |
Backing Vocals |
| Produziert von: Andy Lübbert, Marc M. Müller & Sin City |
Länge: 42 Min 21 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Ammunition | 7. Talking In Your Sleep |
| 2. New Jack City | 8. Limit |
| 3. Sign It | 9. Wild Wired |
| 4. Crime Doesn't Pay | 10. Branded |
| 5. Close To Touch | 11. Strangers On Emergency |
| 6. Horny | |
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Früher, also in den Siebzigern, gab es viele LPs mit einem Sticker wie "100% Rock & Roll" oder ähnlichen Qualitätssiegeln. Es gab auch Bands, die ihre Platten "No Ballads" oder gar "Let There Be Rock" nannten. Macht heute natürlich (fast) kein Mensch mehr, in Zeiten von alternativem Geschraddel und Kittelschürzen-Rock stieße man damit nur auf Unverständnis. Und trotzdem kommen immer mal wieder Kapellen auf die Idee, ihre CD mit einem Totenkopf und den Worten "Pure Rock'n'Roll" zu bedrucken. Warum tun die das? Weil sie als kleine Jungs in den Topf mit dem Zauberkrach gefallen sind!
SIN/CITY aus Zweibrücken sind solche. Sie bezeichnen sich nach wie vor als "one of the best AC/DC Coverbands" und nehmen für ihre CDs nach wie vor eigene Songs auf. Und sie sehen nach wie vor aus wie soeben aus besagtem Topf gestiegen. Solche Typen sind so wenig Schnösel-kompatibel wie Schalke jemals Meister wird, schleppen lange Haare, Bandana und schwere Nietengürtel mit sich rum, und fühlen sich erst glücklich, wenn die Lautstärke auf Anschlag gedreht ist. Tja, so sind wir.
"This Ain't Heaven . Welcome To Hell" ist die dritte CD in 11 Jahren (gegründet wurde die Band bereits 1993) und sie ist die erste auf dem eigenen Label MySkull Records. Außerdem ist es die erste CD, für die der Hinweis "Coverband" nicht mehr gilt. Natürlich fühlt man sich bei jedem Riff, bei jedem gekrähten Wort an die größte Partyband aller Zeiten erinnert, aber diesmal haben die Jungs ihre eigene Identität eingebracht - und die ist nun mal von AC/DC geprägt. Es gibt schlimmeres.
Liebe Kinder, lasset uns rocken bis die Knochen knacken.
"This Ain' Heaven." ist eine Scheibe geworden, bei der man Spaß hat. So großen Spaß, dass sogar relativ ereignisarme Klischee-Songs wie Sign It vorbehaltlos durchgehen, es gibt ja genügend andere Klischee-Songs, bei denen man nonstop mit den Füßchen trampelt und den Ärmchen fuchtelt.
SIN CITY prügeln punktgenau auf diesen Rocker-Urinstinkt, der Mundwinkel nach oben und Getränkevorräte nach unten zieht. Dazu verwenden sie mal eine außer Rand und Band geratene Leadgitarre, mal diese eigentlich unnachahmliche Rhythmusgitarre der Australier, dann einen pumpenden Bass/Drums-Beat oder das Geschrei des Sängers. Meistens alles gleichzeitig, was natürlich zu Jubelanfällen vor der Stereoanlage führt. Oder man singt einfach mit: "Horny as hell".
Die Nachtigall Porty Portner bewegt sich im verträglichen Bereich und strapaziert die Nerven des Hörers nicht über, lässt dafür immer mal wieder eine schöne Sangesmelodie einfließen, die beiden Gitarren sägen und solieren in stammestypischer Manier und die Rhythmiker geben der Chose den nötigen Vortrieb. Man sollte schon auf Kapellen wie RHINO BUCKET, JACKYL und Konsorten stehen, um das Treiben der Pfälzer zu verstehen, dann geht's aber feinstens ab.
Ein richtiger Coversong ist auch vertreten. Talking In Your Sleep, und man überlegt lange, von wem die Nummer eigentlich stammt. Nein, es ist keine der potentiellen Vorlagen, es ist ein mittelgroßer Hit der leider ziemlich vergessenen Detroiter ROMANTICS aus dem Jahr 1983. Da steht man schon mal eine halbe Stunde vor dem Plattenschrank, bis man das Original gefunden hat, wem sagen schon auf Anhieb die Autorennamen Coz Canler/Jimmy Marinos/Wally Palmar/Mike Skill/Peter Solley heute noch etwas. Starke Nummer, stark auf Linie gebracht. Die eigenen Songs fallen bis auf höchstens zwei nicht ab, ergo machen SIN/CITY alles richtig.
Serviervorschlag: Nach einem blutigen Steak und zu einem kühlen Bier wird "This Ain't Heaven . Welcome To Hell" seinen vollen, runden Geschmack bei angenehmer Clubtemperatur von etwa 30° zur Gänze entfalten. Keinesfalls an Weicheier verabreichen, Frauen vorsichtig heranführen, Kinder frühzeitig gewöhnen. Mindesthaltbarkeit: Wie bei allen Produkten aus dem Hause "100% Rock'n'Roll" natürlich unbegrenzt.
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