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Rossington

Returned To The Scene Of The Crime

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Returned To The Scene Of The Crime
Returned To The Scene Of The Crime, Wounded Bird Records, 2004 (1986)
Dale Krantz Rossington Vocals
Gary Rossington Guitar
Jay Johnson Guitar
Tim Lindsey Bass
Gary Ross Keyboards
Derek Hess Drums
Ronnie Eades Sax
Gary Baker, Duncan Cameron, Mac McAnally Backing Vocals
Produziert von: Jimmy Johnson, Peter Solley & Gary Rossington Länge: 37 Min 32 Sek Medium: CD
1. Turn It Up6. Dangerous Love
2. Honest Hearts7. Can You Forget About My Love
3. Goodluck To You8. Returned To The Scene Of The Crime
4. Wounded Again9. Are You Leaving Me
5. Waiting In The Shadows10. Path Less Chosen

Um es wirklich ganz kurz und bündig zu sagen: Diese CD ist MIST, totaler, grauenhafter Mist, ohne Abstriche. Kein Track verleitet auch nur ansatzweise zum Zuhören, wenn man auch nur mit dem Nagel seine kleinen Fingers in Southern Rock verliebt ist.

Natürlich handelt es sich hier um das - DAS - Ehepaar Gary Rossington und Dale Krantz of LYNYRD SKYNYRD fame, und zwei Dinge lassen fast vermuten, dass das ganze eine einzigartige Verhohnepiepelung ist: der Keyboarder und Synthiekleisterer heißt Gary Ross (fehlt nur noch ein Willie Ington), und ein Backgroundsänger heißt tatsächlich (natürlich nicht, denn so heißt man nicht) Mac McAnally.
Ist aber wohl leider ernst gemeint.

Scene of the crime: Die zweite Hälfte der 80er, jener Zeit, in der die Rockmusik tot war. JOURNEY war nach einer hohen Anzahl sauguter Platten lehrgeschrieben und veröffentlichte das unsägliche "Raised on Radio", FOREIGNER (man höre sich die heute mal alles mit offenem Ohr an...) veröffentlichte "Foreigner 217" oder so, und TOTO - vergiß es; MOUNTAIN veröffentlichte "Go For Your Life" und machte damit ROSSINGTON mehr als Konkurrenz. Das Zeitalter der Synthiepopper, Rumtänzer und Weichspüler a la DIRE STRAITS (Wie? Wann hat MK mal ein vernünftiges Riff aus seiner Gitarre gelockt - bis auf Money for Nothing?), oder aber von WHITESNAKE und ähnlichen Power Chord Schindern.

Egal, wenn Gary Rossington eine CD veröffentlicht, muß das zumindest ansatzweise Southern Rock sein, swingen und grooven und mit Ausfällen hörbar sein. Ist es aber nicht. Was wird geboten: Turn It Up ist ein Stomper wie FOREIGNER sie dutzendweise im Programm hat, die Gitarren hört man kaum, der Synthie unterlegt alles - und im Soloteil hört man Keyboards! Und das bei zwei Gitarristen.
Wirds schlimmer? Es wird! Honest Heart lalalalala, klingelklingel, dummdumm. Dutzendware, Von-der-Stange Refrains... brrr.
Auftritt Kenny Loggins mit Elektrodrums - nein ist doch Rossington. Wounded Again, Lovesong-Schublade unten links. Waiting in the Shadows - na, wenigstens endlich mal die Elektrische, die einen Song einleitet, der dann natürlich genauso verwässert mit einem Gitarrensolo über einer Note. Und so weiter und so weiter. Der Sound ist typisch 80's, und damit für mein Ohr schwer erträglich, die Arrangements sind einfach schlecht - es fehlt nicht nur ein Quentchen Kreativität.
Na gut - Path Less Chosen betritt einen solchen, und sucht mit leisen Tönen und Hall nach einem Ausweg aus dem Dilemma - ohne Erfolg.

Wenn einer die 80er musikalisch mag (und mich ob meiner Kommentare oben meucheln will), und Geld wie Heu hat, soll er hier zugreifen. Mit SKYNYRD oder der ROSSINGTON COLLINS BAND hat das aber auch garnix zu tun, mit Southern Rock garnicht. Hier brauchte jemand Geld, und wohl auch Zuhörer (und dringend eine bessere Plattenfirma). Mann, Gary, mußte denn das sein?

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 05.08.2004

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