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| Ka-Ju-Tah, Blue Rose Records, 2003 |
| Rich Hopkins |
Guitars, Vocals |
| E.E. Mendoza |
Drums, Percussion |
| Ken Andree |
Bass, Backing Vocals |
| Stu Kupers |
Bass |
| Dave Seger |
Lead Guitar (Card Board Box) |
| Ernie Gardner |
Drums (Credits Roll) |
| Jim Howell |
Drums, Percussion (Ka-Ju-Tah) |
| Steve Wynn |
Vocals (Credits Roll) |
| und andere |
Backing Vocals, Chor |
| Produziert von: Rich Hopkins |
Länge: 65 Min 47 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Red, White and Blue | 7. Card Board Box (Living in the USA) |
| 2. Shine | 8. Lights of Asuncion |
| 3. La Reina de Calle 8000 | 9. Credits Roll |
| 4. My Little Girl | 10. Crossing Guard |
| 5. San Felipe Blues | 11. Ka-Ju-Tah (inkl. Hidden Track So you want to be a Rock'n'Roll Star) |
| 6. Touch U Girl | |
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Im (Süd-)westen nichts neues. Rich Hopkins legt für seine Fans eine weitere Platte auf mit Songs, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben und ins Format der LUMINARIOS passen.
Beim ersten Hinhören fällt nicht mal auf, dass nicht alle Songs aus der selben Zeit stammen, obwohl Rich hier ein recht unterschiedliches Spektrum abdeckt. Von Gitarren-Pop, Ballade, wüstem Gitarrenrocker mit der ihm eigenen Energie beim "Bearbeiten der Saiten", genau so bzw. so ähnlich kennt man die Musik, die er mit einer seiner zeitweiligen Inkarnationen (den Luminarios eben) hier macht.
Die CD beginnt wieder mal mit einem Red, White and Blue. Wenn man den Songitel erstmals auf dem Cover liest, denkt man unwillkürlich: Herrje, nicht schon wieder - als wäre die amerikanische Sprache auf 3 Wörter reduziert worden. Wenn dann dieser feiste Rocksong läuft und man Rich zuhört, reibt man sich aber doch unwillkürlich die Augen: Wow, der liebe Rich ist ja auch einer, der sich nicht verbiegen lässt. Wer hätte schon Textzeilen wie
"This is the time I'll make my stand, I won't kill on command
I ain't gonna do what my Daddy's done
I won't soil someone else's land
erwartet? Dies ist eine einzige Anklage an die Politik seines Landes, im Äussern wie im Inneren. Dazu passt, dass sich Rich mit seinen Freunden in der "Casa Maria Soup Kitchen" in South Tucson engagiert, einer Armenspeisung für die Gestrauchelten und Obdachlosen. Hier lebt einer, was er singt. Vielleicht sollte man diesen Song im überregionalen US-Radio spielen. Obwohl dann sicher eine Menge Durchgeknallte ihren frisch geölten Colt aus der Schublade holen würden...spätestens, wenn man hinterher Card Board Box (Living in the USA) spielen würde - ein Song über einen (mexikanischen?) Einwanderer, der in einem feuchten Karton (über-)leben muss und sich wundert: "Land of the Free, it's really Slavery..."
Hier könnten eine ganze Reihe von Interpreten mal hören, wie man nicht in stumpfen Patriotismus ertrinken muss. Auf jeden Fall erreicht Rich Hopkins durch die Deckungsgleichheit von Aussage und Handlungsweise eine Glaubwürdigkeit, die nicht zu überbieten ist.
Das Album enthüllt einen autobiographischen Kontext, die von seinen Interessengebieten durchzogen sind, ob Lateinamerika (San Felipe Blues - das wieder richtig abgeht!) oder die schon angesprochenen sozialen Umstände. Sehr gelungen, weil schön rockend ist u.a. Credits Roll, bei dem einer anderer Wüstenliebhaber die Vocals beisteuerte, kein geringerer als Steve Wynn. Die von Rich schon öfter gehörten Garagenanklänge finden sich ebenso wieder wie seine Neil-Young-Gedächnis-Gitarrenorgien. Da kann man auch einen ruhigeren, eher poppigen Song, von denen es auch einige gibt, durchaus mal als Verschnaufpause hören.
Im Titelsong, (Ka-Ju-Tah ist ein vom ihm selbst geprägtes Kunstwort, die Bedeutung wird im Cover eingehend erklärt) bei dem seine Familie einen indianischen Chor anstimmt, geht es um seine Liebe zu (indianischer, logo) Mystik, langsam und eindringlich, aber eben auch elektrisch. Ein guter Schlusspunkt, seine Fans werden es lieben.
Aber Rich wäre nicht Rich, wenn es nach knapp über zwei Minuten Stille, nachdem Ka-Ju-Tah ausgeklungen ist, nicht noch mal so richtig rundginge: Eine schweisstreibende Tour de Force hämmert aus den Boxen, das man auch gleich als den alten BYRDS-Klassiker So you want to be a Rock'n'Roll Star identifiziert. Er wischt damit etwaige Bedenken bezüglich seiner softeren Seite nachhaltig vom Tisch.
Sehr guter Klang sowie ein wirklich schönes Digi-Pack mit allen Texten und der Erklärung zum Wort und Sinn von KA-JU-TAH machen das Ganze zur lohnenden Sache. Aber Rich Hopkins ist natürlich keine Einheitskost für jedermann, das Reinhören in eine Auswahl dieser Tracks auf der Blue Rose Homepage kann dem Interessenten die Entscheidung erleichtern.
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