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Rhett Tyler & Early Warning

Get Tough

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Get Tough
Get Tough, Herman's, 2005
Rhett Tyler All Guitars, Lead Vocals, Harmonica
David J. Keyes Bass, Lead Vocals (Beg For Mercy), Harmonica
Alex Herrera Drums, Vocals
Big Band:
Bob Smith Trombone
Mark Pender Trumpet
Erik Lawrence Saxophone
Craig Tyler Piano
Lenny Post Organ
Terry Turi, Big Steve Trinkus, Brian Post, Lenny Post, Trevor Post Party Vocals (Big Dog)
Produziert von: Rhett Tyler & David J. Keyes Länge: 70 Min 27 Sek Medium: CD
1. Sam8. Linoleum Shuffle
2. Get Tough9. Big Dog
3. How Long Blues10. Keep Your Business
4. Terri11. Total Package
5. Hellhound12. Beg For Mercy
6. Yesterdays Dreams13. Gonna Build Me A Levee
7. Walk Dat Walk

Rhett Tyler und seine Band EARLY WARNING sind für Freunde des Bluesrock bestimmt keine Unbekannten mehr. Der in St. Antonio, Texas, geborene, jetzt in Hudson, New York, lebende Rhett Tyler hat den Blues quasi mit in die Wiege gelegt bekommen, war sein Vater doch ein Bluespianist und seine Mutter eine Gedichtschreiberin. Mit 15 bekam er seine erste elektrische Gitarre geschenkt. EARLY WARNING wurde Mitte der 80er gegründet und nach einer Zeit fand Rhett Tyler dann zurück zu den Wurzeln seiner musikalischen Leidenschaft, dem Blues.

Überraschung! Eröffnet wird "Get Tough" mit einer Solo-Akustik- Nummer. Rhett Tyler an der National-Steel. Mächtig slidend, guter Gesang, Tylers Stimme ist, sagen wir mal, von dem braunen, hochprozentigen Getränk geprägt. Er "erzählt" vom Tod eines guten Freundes, was dieser alles für ihn getan hat und wie er ihn vermisst. Dieses Thema passt natürlich vortrefflich in einen Countryblueser.
Dann geht's aber mächtig - durch ein kurzes Schlagzeugsolo eingeleitet, die Harp heult - in die Vollen. Get Tough, man muss abgehärtet werden, bei all den Missgeschicken des Lebens. So besingt Tyler, wie es ihn innerlich zerrissen hat, als er von Stevie Ray Vaughans Tod erfahren hat. "I'm gonna get tough.".
Schleppend, im Midtempo, gibt es mit How Long Blues und Keep Your Business zwei Tyler-typische Bluessong mit schönem Break und tollem Solo.
Zwei Gänge höher schalten und wir kommen zu einem SRV-lastigen Song, in dem es um das niemals enden wollende Thema Liebe geht. Rhett Tyler kupfert aber nicht ab, der Song hat eine eigene Note, erinnert halt an SRV. Wieder schöne Breaks, die den Song geschickt auflockern.
Im Gegensatz dazu mutiert Hellhound schon zu einer zuckersüßen Rockballade, allerdings mit schönem Basssolo und mit schmachtendem Tyler Gesang. Dito Yesterday's Dreams. Also "Rockballade" ist wirklich das einzig Schubladenkriterium, das mir zu diesen beiden Songs einfällt. Vergleiche mit Bands klemme ich mir lieber, denn die hätten definitiv Schieflage. Tyler hat wahrscheinlich, bevor er zum Blues kam, so etwas gespielt. Aus meiner Sicht hätte "man" sich diese beiden Songs schenken können. Ist aber meine persönliche Sichtweise.

Back to the roots. mit dem Instrumental Walk Dat Walk. Da hat er mich wieder eingefangen, der Tyler-Blues, sägende Wah-Wah Gitarre und, auch wenn ich mich wiederhole, diese schönen Breaks. Mag ich einfach.
Da muss man schon ca. 40 Minuten warten, bis dann endlich auf Linoleum Shuffle (welch ein Songtitel!!!) auch Orgel und Piano zum Einsatz kommen. Entsprechend geben Craig Tyler und Lenny Post dem Song die entsprechende Würze, während Rhett Tyler "spoken naughty bits" beisteuert.
Da wurde doch auch eine Hornsection "Big Band" im Booklet angekündigt?!? Vergisst man beim Hören der CD fast völlig. Mit Big Dog kommt das dann aber knüppeldicke. Echt "Partystimmung", Albie Donnelly's SUPERCHARGE lassen herzlich grüßen.
Yeah, kurz vor Toreschluss kommt Tyler dann auch noch mit einem schönen Boogie daher.

Eine CD, an der ich auch wegen der über die gesamte Spielzeit hinweg platzierten Überraschungsmomente Gefallen finde.

Joachim P. Brookes, (Artikelliste), 22.07.2005

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