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| Snowfall On Judgement Day, InsideOut Music/SPV, 2009 |
| Ray Alder |
Vocals |
| Nicolas van Dyk |
Guitars, Keyboards |
| Bernie Versailles |
Guitars |
| Sean Andrews |
Bass |
| Greg Hosharian |
Keyboards |
| Chris Quirarte |
Drums |
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Länge: 70 Min 26 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Peel | 6. Keep Breathing |
| 2. Walls | 7. Another Day Dies |
| 3. Leviathan Rising | 8. What Will You Say |
| 4. Black And White World | 9. Fistful Of Sand |
| 5. Unformed | 10. Love Kills Us All / Life In One Day |
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REDEMPTION werden nicht in der zweiten Liga spielen. Wer sich noch an die Review zur Livescheibe "Frozen In The Moment" erinnert (wenn nicht, dann bitte hier nachschauen), wird wissen, wovon ich schreibe. Nach diesem Livemitschnitt hatte ich die Befürchtung geäußert, dass es mit den Jungs bergab geht, denn nach wie vor halte ich den Livemitschnitt aus 2007 für schwach. Aber das war auf der Bühne.
"Snowfall On Judgement Day" zeigt die Band wieder in ihrer starken Liga - und die spielt im Studio. Hier sind sie wieder: meine auf der Livescheibe vermissten druckvollen Sounds, die Wucht, die einen mit der Mischung aus SYMPHONY X und DREAM THEATER schier wegfegt, der Gesang, der sich teilweise majestätisch über die alles in Grund und Boden stampfenden Riffs erhebt. Gitarren, die mal zerklüftet solieren um dann im nächsten Augenblick mit einem harschen Riff alles zu pulverisieren, die Keyboards, die dem ganzen Soundwust die verbindende Note geben, die Drums, die im Verbund mit dem Bass alles platt walzen… Ich bin begeistert.
Schon das Eröffnungsduo Peel und Walls zeigt, dass der Schnee, der am Jüngsten Tag fällt, keine Chance hat lange liegen zu bleiben. Leviathan Rising erhebt sich zu einem wahren Riffgewitter, das auch die letzte Schneewolke vertreiben dürfte. Ein Vergleich zu Systematic Chaos von DREAM THEATER sei hier angebracht.
Black And White World bringt etwas Ruhe in die ganze Angelegenheit und gibt acht unlangweilige Minuten Zeit zum Durchatmen, bevor es mit Unformed langsam wieder weitergeht. Das ist Progmetal auf einer ganz hohen Stufe - ach, könnten sie es live genauso geil rüberbringen, Mike Portnoy und seine Jungs vom Traumtheater müssten sich warm anziehen. Apropos Mike Portnoy und seine Jungs. Auf Another Day Dies darf die geneigte Progmetalhörerschar einen alten Bekannten am Mikrofon begrüßen: James LaBrie hat sein Organ für den Song zu einem Duett zur Verfügung gestellt. Dadurch wird sehr schön deutlich, wie nah diese beiden Bands sich spielerisch stehen. Würde sich der Gesang nicht abwechseln, ich hätte gewettet, dass das ein Song von DT ist.
What Will You Say hätte auch von STREET LEGAL stammen können, wenn die ihren Bluesheavyrock mit progressiven Anteilen gewürzt hätten. Warum ich gerade auf diese unbekannte Band komme? Nun, weil Ray Alder in dem Song fast identisch nach Bjorn Boge dem Sänger der norwegischen Band klingt.
Noch hervorzuheben wäre das abschließende elfminütige Epos Love Kills Us All - Life In One Day. Langsam und unaufhaltsam schieben sich die Töne, Riffs und Melodien in die Gehörgänge. Alles nimmt langsam Fahrt auf, um nach 11 Minuten plötzlich zu Ende zu sein und einen mit offenem Mund vor der Anlage, dem MP3-Player, dem Computer oder wo man auch immer "Snowfall On Judgement Day" hört, sitzen zu lassen. 10 Killer, no filler - so gefallen mir Kalifornier.
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