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| The Day, Reckless Records, 2000 |
| Will Braun |
Vocals, Rhythm Guitar, Acoustic Guitar, Electric Guitar, Harp |
| Jay Nazz |
Drums, Percussion |
| Chris Schelske |
Bass, Vocals |
| Cody Braun |
Fiddle, Mandolin, Harmonica, Vocals |
| Jon Dee Graham |
Lead Guitar, Lap Steel, Cello |
| Riley Osbourne |
Organ |
| Cyruss Thibault |
Jews Harp |
| Merel Bregante |
Percussion |
| Produziert von: Merel Bregante |
Länge: 49 Min 35 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Floodwater | 7. Little Mama |
| 2. Basin Butte Blues | 8. Hard Fight To Win |
| 3. Come On Over | 9. Walk Out Now |
| 4. Arizona Skies | 10. Torn Up |
| 5. What Would You Do | 11. Crazy Eddie's Last Hurray |
| 6. Lonely All The Time | 12. Alice White |
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Die Erwartungen sind recht hoch, hatte diese Band, benannt nach dem australischen "Robin Hood", in ihrer Wahlheimat Austin hohe Anerkennung erfahren. Sie gewann dort den "Best Roots Rock Band" Award und wurde als "beste neue Band" gehandelt. RECKLESS KELLY sind seit 1997 in Texas ansässig und mit sieben Auftritten in der Woche sicher sowas wie eine Live-Band.
Mit "The Day" liegt nun ihr drittes Album vor und das schlingert irgendwie zwischen Alt.-Country, Rock und Pop. Die erste Nummer startet ganz gut, aber es kommt nichts richtig in die Gänge, der Song oszilliert mit endlos scheinenden Wiederholungen des Themas um sich selbst. Der zweite Titel (Basin Butte Blues) ist zwar recht hübsch, aber mehr als ein Stück Pop-Rock ist es nicht, sehr leichtgewichtig, das liegt aber auch am Gesang.
Einflüsse sind mal Bar-Rock (Floodwater), mal 70er POCO-Country-Rock, auch etwas R.E.M.. Mit einem Ausnahmekünstler wie Jon Dee Graham an der Lead- und Slidegitarre sollte eigentlich nichts schiefgehen, ich werde aber das Gefühl nicht los, dass die Fähigkeiten nicht ausgereizt wurden, mir ist alles etwas zu oberflächlich, es rockt zwar so vor sich hin, aber es reisst nicht mit. Einige Songs sind sicher ansprechend (Arizona Skies), schöner Groove in Hard Fight To Win, auch das gitarrengetriebene Torn Up ist gut gemacht. Die vielen Instrumente sind oft leider sehr tief im Mix begraben, positiv könnte man sagen, dass dies eben sehr dezent ist, zeigt aber andererseits das Potential nicht richtig. Die Band hat Talent, ohne Zweifel, aber versteht es auf dieser CD nicht, richtige Spannung aufzubauen und auch aufrechtzuerhalten, irgendwie weder Fisch noch Fleisch, das Songwriting kommt nicht auf den Punkt, es gibt keinen richtigen "hook", der sich festsetzen würde.
Vielleicht ist dies eine Platte, die (viel) Zeit braucht um zu reifen, aber gegen die Konkurrenz des Genres wirds
schwer zu bestehen: HANGTOWN, JAYHAWKS, von den BOTTLE ROCKETS ganz zu schweigen, da hab ich keine Lust, die CD
so oft zu hören, bis sie mir eventuell gefällt.
Mit "The Day" liefern RECKLESS KELLY nach "Millican" (1998) und "Live At Stubbs" (1999) ihr drittes Album ab. Nach der doch eher enttäuschenden Live-Vorstellung überrascht die Band mit einem abwechslungsreichen Mix aus Country, Rock, Swamp und Blues.
"The Day" beginnt mit dem rauhen Opener Bloodwater. Von Country ist hier kaum etwas zu spüren, vielmehr hört
man den rauhen Wind der Prärie ohne jegliche Romantik. Nach dem erdigen Basis Butt Blues kommt immer mehr die melodische Stärke von RECKLESS KELLY zur Geltung. Come On Over, Arizona Skies und Hard Fight To Win entpuppen sich nach mehrmaligen Hören als richtige Country-Rock Ohrwürmer.
Country bedeutet in diesem Falle wahrlich nicht, dass Nashville Schmalz angesagt ist. Davon sind RECKLESS KELLY meilenweit entfernt. Zu rauh ist der Klang der Gitarren. Die Produktion ist nicht so überperfekt. Doch genau das macht den Charme von "The Day" aus.
Auf Lonely All The Time klingen sie gar wie die seligen BODEANS. Torn Up könnte dagegen einem GEORGIA SATELLITES Album entsprungen sein. Lediglich die langweilige Ballade What Would You Do hätten sie sich sparen können. RECKLESS KELLY beherrschen diesen Part nicht.
Insgesamt eine gelungene CD. Auch bei mehrmaligen Hören wird ihre Musik nicht langweilig.
Nach den Aufnahmen zu "The Day" ist David Abeyta von George DeVore zur Band gestoßen. Er kam für Casey Pollock.
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