| Sagas of Iceland, Massacre Records, 2005 |
| Michael Seifert | Vocals |
| Uwe Lulis | Guitar |
| Björn Eilen | Guitar |
| Tomi Göttlich | Bass |
| Gerd Lücking | Drums |
| Produziert von: Uwe Lulis & Tomi Göttlich |
Länge: 63 Min 39 Sek |
Medium: CD |
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| 1. In memorandum Lindisfarnae | 8. Treason |
| 2. Ynglinga saga (To Odin we call) |
9. Sword in the storm (The saga of Earl Hakon, Protector of Norway) |
| 3. The sons of the dragon slayer (Blood eagle) | 10. Blood rains (The saga of King Olaf Trygvason) |
| 4. Ragnhild's dream | 11. Ruling the waves |
| 5. Harald Harfager | 12. Canute the Great (The King of Danish pride) |
| 6. Erik the Red | 13. Harald Hadrade |
| 7. Freedom (The saga of Gang Hrolf) | |
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Was sich schon bei der
Pre-Listening-Session
abzeichnete wird mit dem 'finished product' zur endgültigen Gewissheit. REBELLION haben mit "Sagas of Iceland - The
history of the vikings I" den bisherigen Höhepunkt ihres Schaffens erreicht und ein Album vorgelegt, das im Bereich des
traditionellen Heavy Metal in diesem Jahr nur schwerlich getoppt werden dürfte.
Mit Blood rains, Sword in the storm, Ruling the waves und dem alles überragenden In memorandum
Lindisfarne/Ynglinga Saga haben REBELLION eine knappe Hand voll Maßstäbe setzender Songs am Start, die das Zeug dazu
haben zu zeitlosen Klassikern zu werden. Erfreulicherweise hat sich auch meine Vermutung bestätigt, dass Harald
Harfager bei der Pre-Listening-Session noch nicht in seiner endgültigen Version vorlag. Um einige liebevolle Details,
ergänzt, wie die Sprechpassage der weiblichen Stimme und das Outro, erhält der Song den letzten Schliff, der ihn ebenfalls
zu einem echten Höhepunkt des Albums reifen lässt.
Da auch das restliche Material kaum abfällt und selbst der für mein dafürhalten schwächste Track Treason
keinesfalls als Ausfall bezeichnet werden kann, haben wir hier eins der seltenen Werke vorliegen, das man mit 'just
killers - no fillers' prägnant charakterisieren kann.
Im Gegensatz zum recht einfach gestrickten Vorgänger
"Born a rebel" sind die Kompositionen
weitaus komplexer und anspruchsvoller angelegt, vor allem was die mitreißenden Gitarrenarbeit der Herren Lulis und Eilen
angeht, die oftmals in grandiosen Solopassagen gipfelt.
Auch Sänger Michael Seifert verlangt das neue Material weitaus mehr ab, als die Kompositionen des Vorgängers. Er
präsentiert sich als facettenreicher Heavy Metal-Shouter, der zwar überwiegend mit rauen Vocals aufwartet, aber auch sehr
melodische Passagen in überzeugender Manier meistert und selbst in den vereinzelt eingestreuten hohen Gesangspassagen eine
gute Figur abgibt.
Nein, musikalisch kann man REBELLION wirklich nicht an den Karren fahren. Das ansprechende lyrische Konzept, das ich schon
ausführlich an anderer Stelle vorgestellt habe, wertet das Album weiter auf.
Lange Rede, kurzer Sinn: Eine der herausragenden Veröffentlichungen der an großen Alben nicht gerade armen Heavy
Metal-Geschichte, an der kein Weg vorbei führt.
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