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Pink Floyd

The Dark Side Of The Moon
&
Wish You Were Here

(Experience Editions)
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Unser Disclaimer
The Dark Side Of The Moon Experience Edition
The Dark Side Of The Moon Experience Edition
Wish You Were Here Experience Edition
Wish You Were Here Experience Edition
The Dark Side Of The Moon & Wish You Were Here (Experience Editions), EMI Records, 2011 (1973, 1974 & 1975)
Richard Wright Keyboards, Piano, Vocals
Roger Waters Bass, Vocals
Nick Mason Drums
David Gilmour Guitars, Vocals
Gäste:
Dick Parry Saxophone ("The Dark Side Of The Moon" & "Wish You Were Here")
Clare Torry Vocals ("The Dark Side Of The Moon")
Doris Troy, Lesley Duncan, Liza Strike, Barry St. John Backing Vocals ("The Dark Side Of The Moon")
Roy Harper Vocals ("Wish You Were Here")
Venetta Fields & Carlena Williams Backing Vocals ("Wish You Were Here")
Remastered von: James Guthrie & Joel Plante Medium: Do-CD
"The Dark Side Of The Moon":
CD 1: siehe "Discovery Edition"
CD 2: "Live At The Empire Pool, Wembley, 1974"
1. Speak To Me6. Money
2. Breathe (In The Air)7. Us And Them
3. On The Run8. Any Colour You Like
4. Time9. Brain Damage
5. The Great Gig In The Sky10. Eclipse
"Wish You Were Here":
CD 1: siehe "Discovery Edition"
CD 2:
1. Shine On You Crazy Diamond (Parts 1-6) (Live at Wembley 1974)4. Wine Glasses (from "Household Objects" project)
2. Raving And Drooling (Live at Wembley 1974)5. Have A Cigar (Alternative Version)
3. You've Got To Be Crazy (Live at Wembley 1974)6. Wish You Were Here (with Stéphane Grappelli)

Die "Discovery Editions", also die remasterten Original-Alben von "The Dark Side Of The Moon", "Wish You Were Here" und "The Wall" haben wir unlängst abgefrühstückt und versprochen, dass die "Experience Editions" alsbald ebenfalls im Schrank stehen. Jene von "The Dark Side Of The Moon" und "Wish You Were Here" tun es jetzt und sollen hier Thema sein. Natürlich nicht schon wieder die Studio-CDs, sondern die "Experience", also die Zugaben-CDs.

Kauft man sich beide Doppel-CDs, bekommt man das beinahe vollständige 74er-Konzert aus der heutigen Wembley Arena (damals noch The Wembley Empire Pool) mit insgesamt ca. 105 Minuten Spieldauer. Für Hardcore-Floydianer ist dieses Konzert keine Sensation, es gibt seit Jahrzehnten entsprechende Bootlegs ("We Meet Again", "Brain Damage" etc.), allerdings dürften viele Soundfetischisten gerade bei dieser Band auf Bootlegs verzichtet haben (auch wenn es sich wie hier um Aufnahmen der BBC handelte) und offizielle Veröffentlichungen aus den Siebzigern gibt es bekanntlich nicht. Die EMI verspricht also ein Schmankerl - und das bekommt man auch.
Zweifellos wurden die 37 Jahre alten Bänder mit aller heute verfügbaren Technik gehörig aufgepeppt, dafür ist das Ergebnis ein fantastischer Überblick über die Live-Qualität von PINK FLOYD im Jahr 1974, auch wenn die Publikumsreaktionen dafür weitgehend in den Hintergrund gemischt wurden. Waters, Wright, Gilmour und Mason standen in diesen Jahren für Innovation, höchste Musikalität, handwerkliches Können und eine von keiner anderen (Prog-) Band erreichte Atmosphäre, auch wenn man in Fankreisen längst von "kommerziellem Ausverkauf" sprach. Natürlich, die Band verdiente Millionen mit ihren Platten, durch den Einstieg von David Gilmour war die Musik auch massenkompatibler geworden, aber genau das macht den Stellenwert dieser Ära bis heute aus. Man muss sich nur den Konzerteinstieg Speak To Me anhören, dann weiß man, warum all die Menschen mit den Platten von Floyd auf ihren ganz eigenen Trip gingen und gehen.
Auf "The Dark Side Of The Moon", CD 2, wird die gesamte LP chronologisch live dargeboten, man kann also wunderbar belauschen, wie virtuos mit den Studio-Vorgaben auf der Bühne gespielt wurde und was für Ausnahmekönner die Musiker waren. Die Jams, die natürlich keine Jams waren, die solistischen Ausflüge, die Wucht und gleichzeitige Sensibilität von Money, The Great Gig In The Sky und dem gesamten Rest ist einzigartig in der Musikgeschichte. Große Kunst einfach.
Der Rest des Konzerts ist mit drei Longtracks auf "Wish You Were Here" enthalten und die eigentliche Überraschung. Alle drei Songs waren zum Zeitpunkt des Konzerts noch nicht veröffentlicht, Shine On You Crazy Diamond folgte zwar alsbald, Raving And Drooling und You've Got To Be Crazy erschienen erst gut zwei Jahre später als Sheep und Dogs auf "Animals" mit neuem Text und Arrangement.
Als CD-Füller dienen das unerhebliche Fragment Wine Glasses von der nie veröffentlichten Spinnerei "Household Objects" sowie eine alternative Studio-Version von Have A Cigar und Wish You Were Here mit dem französischen Jazz-Geiger Stéphane Grappelli (1908-1997).

Die "Experience" Editionen sind im Grunde unverzichtbar, außer man mag PINK FLOYD und überirdische Konzerte aus dem Jahr 1974 in selbst für heutige Verhältnisse beängstigend guter Soundqualität nicht. An dieser Musik werden sich noch viele Generationen festhalten, man darf also getrost von Tonmonumenten für die Ewigkeit sprechen.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 11.11.2011

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