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| Testimony 2, Radiant Records, 2011 |
| Randy George |
Bass |
| Neal Morse |
Vocals, Keyboards, Guitars, Percussion |
| Mike Portnoy |
Drums |
| Gäste: |
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| Kenny Barnd |
Violin on Jesus' Blood |
| Paul Bielatowicz |
Guitar on Overture No. 4, It's For You |
| Eric Brenton |
Electric Violin on Time Changer |
| Debbie Bressee, Mark Pogue, Mita Pogue, Matthew Ward, April Zachary |
Backing Vocals |
| Chris Carmichael |
Violin, Viola, Cello on CD 1 |
| Nick D'Virgilio, Dave Meros, Alan Morse |
Vocals on Time Changer |
| Jim Hoke, Mark Leniger |
Saxophone |
| Steve Meros |
Guitar on Seeds Of Gold |
| Produziert von: Neal Morse |
Länge: 115 Min 14 Sek |
Medium: Do-CD |
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| CD 1: |
| 1. Mercy Street | 8. The Truth Will Set You Free |
| 2. Overture No. 4 | 9. Chance Of A Lifetime |
| 3. Time Changer | 10. Jesus Bring Me Home |
| 4. Jayda | 11. Road Dog Blues |
| 5. Nighttime Collectors | 12. It's For You |
| 6. Time Has Come Today | 13. Crossing Over / Mercy Street Reprise |
| 7. Jesus' Blood |
| CD 2: |
| 1. Absolute Beginner | 3. Seeds Of Gold |
| 2. Supernatural |
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Da issa widda! Der nimmermüde und immer für einen Output zu habende Mr. Neal Morse. Und für mich ist das hier wie ein Déjà Vu mit mehreren Bekannten.
Kennen- und liebengelernt habe ich die Musik und den Künstler selbst mit dem ersten "Testimony"-Album. Ab da war es um mich geschehen. Zu dem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, was der Mann davor schon so alles veröffentlicht hatte. Also wurde ein Haufen Geld in die Hand genommen und der gesamte SPOCK'S BEARD-Backkatalog eingekauft. Ich gebe zu, dass ab "V" sich für mich alles irgendwie gleich anhörte. So gut "Snow" von den Bärten auch ist, musikalisch war es eine Weiterentwicklung von "V". Die ersten beiden Soloalben von Mr. Morse standen dem musikalisch in nichts nach, waren aber irgendwie eine Fortführung dessen, womit er bei SB aufgehört hatte. Musikalisch änderte er sich erst mit "?" und verließ darauf seine leicht eingefahrenen Wege. Nicht, dass ich die schlecht fand, aber irgendwie freute ich mich, dass er doch auch noch andere Sachen draufhatte, als die immergleichen Keyboardstreichersounds, bombastischen Soundstrukturen und -abläufe. Es ging ja auch richtig rockend.
Nun liegt also der zweite Teil seines Glaubensbekenntnisses vor. Was soll ich sagen? Ich bin beeindruckt. Mit welcher Leichtigkeit der Mann aus Tennessee hier einen neuen Opus veröffentlicht ist schon erstaunlich. Mercy Street beginnt so zart, wie God's Theme 2 vom ersten Teil geendet hatte und nimmt somit die Story direkt wieder auf. Und die hat es mal wieder in sich. Viele werden wahrscheinlich die Augen rollen, weil Neal wieder mit einer CD voller christlicher Lyrik aufwartet, aber nimmt man sich die Zeit und versucht hinter die Story zu blicken, wird man erkennen, was Neal damals durch die Geburt seiner herzkranken Tochter erlebte. Das kann und darf durchaus zu Herzen gehen. Spannend, wie er durch die Musik die Höhen und Tiefen dieser Zeit seines Lebens auch akustisch umzusetzen weiß. Von den Partyzeiten bis hin zu den Momenten, in denen er sich sicher war, dass er etwas in seinem Leben ändern muss.
Musikalisch erwartet den Hörer ein Querschnitt aus jeder Menge SPOCK'S BEARD-Zitaten, rockenden Stücken, interessanten Soundstrukturen und überhaupt insgesamt einem wesentlich gereifterem Album, als es der erste Teil noch war. Hier Songs hervorzuheben fällt schwer, weil man diesen zweiten Teil im Gesamten hören muss. Highlights gibt es trotzdem. Das erste wäre, dass Neal mit Mike Portnoy und Randy George wieder zu den Ursprüngen seiner Arbeit zurückgekehrt ist. Das zweite Highlight ist der GENTLE GIANT-mäßige Gesang in Time Changer, den er gemeinsam mit seinen alten SB-Kumpanen absolviert. Hammer! Dazu trägt das ganze Lied eine eindeutige SB-Handschrift. Hier dürfen Träume geweckt werden und ich verweise auf ein Zitat von ihm, dass er mir selbst gegenüber vor ca. 3 Jahren äußerte: "Never say never!". Das war seine Antwort auf meine Frage, ob er sich vorstellen könnte, jemals wieder mit TRANSATLANTIC oder SPOCK'S BEARD im Studio zu sein. Den ersten Teil der Aussage hätten wir mit "The Whirlwind" im Sack. Warten wir gespannt auf den zweiten Teil meiner Frage.
Bis dahin kann man sich getrost mit "Testimony 2" die Zeit vertreiben und genießen, genießen, genießen. Ob Neal Morse damit auf dem Zenit seines Schaffens angekommen ist, kann ich nicht sagen. Sicher ist, dass er mit dieser Veröffentlichung eine gute, weitere abgeliefert hat. Mehr davon!
"Testimony 2" erscheint als Doppel-CD (wobei man die zweite CD auch problemlos im Schuber lassen kann. Das ist eher Überschussware, mag Seeds Of Gold auch noch so viele gute Ansätze haben), Doppel-CD + DVD (mit dem Making Of von "Testimony 2") oder als Doppel-CD + DVD + Neal Morse-Biographie (Letztere leider nur in Englisch!).
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