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Better Motörhead Than Dead

Live At Hammersmith
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Better Motörhead Than Dead - Live At Hammersmith
Better Motörhead Than Dead - Live At Hammersmith, Steamhammer/SPV, 2007
Ian "Lemmy" Kilmister Bass, Vocals
Phil Campbell Guitars
Mikkey Dee Drums
Produziert von: Cameron Webb Länge: 102 Min 57 Sek Medium: Do-CD/4-LP-Set
CD 1:
1. Dr. Rock7. Love For Sale
2. Stay Clean8. Over The Top
3. Shoot You In The Back9. No Class
4. Love Me Like A Reptile10. I Got Mine
5. Killers11. In The Name Of Tragedy
6. Metropolis12. Dancing On Your Grave
CD 2:
1. R.A.M.O.N.E.S.7. Iron Fist
2. Sacrifice8. Whorehouse Blues
3. Just 'Cos You Got The Power9. Bomber
4. (We Are) The Road Crew10. Ace Of Spades
5. Going To Brazil11. Overkill
6. Killed By Death

Nun also doch. Unter dem Motto "49% Motherfucker - 51% Son Of A Bitch" veröffentlicht Steamhammer/SPV eine Liveaufnahme des Jubiläumskonzertes anlässlich des dreißigjährigen Bandgeburtstages (siehe Konzertbericht).
Der Titel: "Better Motörhead Than Dead - Live At Hammersmith". Aufgenommen am 16. Juni 2005 im altehrwürdigen Hammersmith Odeon zu London (heißt heute Carling Apollo Hammersmith).

Fast zwei Stunden MOTÖRHEAD: Da wurde nichts weggelassen, nichts hinzugefügt oder verfälscht, 100% Rock'n'Roll sind so garantiert. Kleine Spielfehler und leichte stimmliche Durchhänger des Herrn Kilmister wirken da eher sympathisch als störend. Besser jedenfalls, als die (vermeintlichen) Höhepunkte einer wochen- oder monatelangen Tour zusammenzuschneiden und das ganze als Livescheibe herauszubringen.

Ein wichtiges Dokument für alle MOTÖRHEAD-Fans und solche, die es noch werden wollen. Pflichtkauf für jene, die das Glück und die Ehre hatten, an jenem denkwürdigen Abend vor Ort gewesen zu sein.
Die Aufnahme erscheint als sehr schön aufgemachtes 4-LP-Set (das erste Live-Vinyl seit der 1998er Dreier-LP "Everything Louder Than Everything Else"). Doppel-CD auf Wunsch.

Tourdaten:
03. bis 20.10.2007 - Australien (Support: ROSE TATTOO)
06. bis 18.11.2007 - Vereinigtes Königreich (als Support für ALICE COOPER)
20.11.2007 - Rodhal (Niederlande)
22.11.2007 - Leipzig
23.11.2007 - Elmshorn
24.11.2007 - Bremen
26.11.2007 - Stuttgart
27.11.2007 - Köln
28.11.2007 - München
30.11.2007 - Erfurt
01.12.2007 - Saarbrücken
03.12.2007 - Berlin
04.12.2007 - Kopenhagen (Dänemark)
05.12.2007 - Oslo (Norwegen)
07.12.2007 - Karlstrad (Schweden)
08.12.2007 - Göreborg (Schweden)
09.12.2007 - Stockholm (Schweden)
11.12.2007 - Helsinki (Finnland)
12.12.2007 - Helsinki (Finnland)
13.12.2007 - Oulu (Finnland)

Tim C. Werner, (Artikelliste), 13.08.2007

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Klar, einem Lemmy Kilmister kann kein Mensch mehr an den Karren fahren. Auch klar, dass dieses Konzert im Hammersmith ein spezielles war. Noch klarer, dass man sich diese Erinnerung in den Tresor legt, wenn man wie Tim selbst anwesend war. Dennoch, irgendwas stimmt mit "Better Motörhead Than Dead" nicht. Wollen wir mal überlegen.

Das 25. Jubiläum mitsamt Doppel-CD scheint erst ein paar Monate her zu sein, ab einem gewissen Alter häufen sich die Jubelanlässe eben. Sei's drum, wenn Lemmy auf Jahrestage steht, soll er sie begehen, man weiß ja nie, ob es nicht der letzte ist. Daran hapert es schon mal nicht.
An der Setlist vielleicht? Nö, die ist für Lemmy-Verhältnisse geradezu progressiv, beinhaltet diverse reichlich selten auf Live-Konserve zu hörende Nummern und kommt der von "25 & Alive" auffallend wenig in die Quere und für I Got Mine und Dancing On Your Grave vom Album "Another Perfect Day" gibt es einen Sonderpunkt dazu. Die fehlenden 428 Knaller kommen bestimmt auf eine der nächsten Liveplatten.
Ist die Band schlecht drauf gewesen an diesem 16.06.2005? Rhetorische Frage, denn wann jemals haben diese drei Typen einen Auftritt tatsächlich versemmelt? Tight wie immer, vielleicht noch einen Tick konzentrierter als sonst, furios und ohne Pause nach vorne, so kennt man Lemmy, Phil und Mikkey, so sind sie auch hier. Vor allem Mikkey Dees Trommelei ist einmal mehr ein Vergnügen und Phil legt die gewohnte Gitarrenspur.
Die Aufmachung der CD und vor allem der LP ist toll. Sieht eindrucksvoll aus, wenn man so ein Vinyl-Paket in der Hand hat.
Bis hierher kann man also keinen Haken finden. Trotzdem.

Hosen runter, jetzt wird's gesagt. "Better Motörhead Than Dead" leidet an seiner schlechten Tonqualität. Bitte, niemand erwartet von dieser Band einen Sound wie bei PINK FLOYD, aber diesmal klingt es wirklich nicht gut. Das liegt mitnichten am Hallensound, der mit Sicherheit war wie immer, es liegt auch nicht an der Performance, es liegt offenbar an der Nachbearbeitung. Als ob irgendein Kabel zwischen Studiomischpult und Presswerk gequetscht wurde und die Daten hinten nur noch in komprimierter Form raus kamen. Das ist selbstverständlich physikalischer Humbug, aber so wird's vielleicht anschaulicher.
Die Chose entspricht einfach nicht heutiger Technik. Oder eben genau das? Setzt man uns hier etwa eine kastrierte MP3-Fassung vor? Der Generation iPod wird's egal sein, die kennt ja nur noch gepresste Instant-Musik, einem Menschen mit großen Boxen im Regal und einem Röhrenverstärker davor stößt es sauer auf. Da hilft auch der wunderbare Whorehouse Blues nichts.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 19.08.2007

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