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| My Love For The Blues, Black & Tan, 2002 |
| Mike Andersen |
Vocals & Guitar |
| Mads "Tiny" Andersen |
Drums |
| Dave Stevens |
Upright & Electric Bass |
| Claus Sand |
Piano, Hammond B3, Fender Rhodes |
| Morten Elbek |
Tenor Sax |
| Thomas Caudery & Rasmus Bogelund |
Trumpet |
| Gäste: |
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| H.C. Nielsen |
Piano |
| Niels Mathiasen |
Tenor Sax |
| Lasse Lauridsen |
Baritone Sax |
| Sisse Kold & Mette Ratzer |
Backing Vocals |
| Produziert von: Mike Andersen |
Länge: 43 Min 25 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Who's Cheating Who | 6. Who Will The Next Fool Be |
| 2. Right Now It Hurts | 7. I Believe |
| 3. Yield Not To Temptation | 8. Jealousy And Disbelief |
| 4. How Do You Sleep At Night | 9. (I Know) You Don't Love Me |
| 5. I Was Wrong | 10. My Love For The Blues |
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Blues der geschmeidigen Sorte aus Aarhus (Dänemark).
In Sachen Mike Andersen Band muss ich ein wenig ausholen, bevor ich zur CD komme. Wer war zuerst da. das Huhn oder das Ei? Will sagen, dass ich Mike Andersen zuerst live bei einer Moyländer Bluesnight, einer niederrheinischen Bluesveranstaltung auf Schloss Moyland, gesehen habe. Mike Andersen hat das Publikum in schieres Erstaunen versetzt. Zunächst mal tritt er mit 5-köpfiger Band auf, also inklusive Hornsection und dem "Mann am Klavier". Das ist schon beeindruckend.
Andersens Blues geht in Richtung R&B, ist soulgetränkt, im Stile von Bobby Bland, Little Milton und Einflüsse eines Johnny "Guitar" Watson oder B.B. King (ihm hat Mike Andersen die CD auch gewidmet) sind erkennbar.
Doch schon auf seiner Debüt-CD "My Love For The Blues" wird deutlich, dass die oben genannten Blueser "nur" Vorbilder sind. Denn Mike Andersen zeigt auf der vorliegenden CD, dass seine Musik jetzt schon ein hohes Maß an Eigenständigkeit hat.
So spielt Andersen (Ende 20!!!) vornehmlich eine halbakustische Gitarre mit einem runden, weichen Klang. Auch seine Stimme, bereits jetzt schon mit dem nötigen Feeling für seine Songs ausgestattet, hat einen hohen Wiedererkennungsfaktor, ohne Zweifel, die passt einfach wie die berühmte Faust aufs Auge zu seiner Musik.
Neben den 4 Coversongs von D. Malone (2), Davis/Smith/Miner und Ike Turner fügen sich Andersens Eigenkompositionen nahtlos ins Konzept ein.
Who's Cheating Who, ein Song der vornehmlich mit Little Milton in Verbindung gebracht wird, Yield Not To Temptation im Repertoire von Bobby "Blue" Bland und Aretha Fraklin zu finden, Who Will The Next Fool Be, ebenfalls Bobby "Blue" Bland und zuletzt (I Know) You Don't Love Me, einem von Ike Turner Ende der 50er geschriebenem Song, zeigen mehr als deutlich, dass Mike Andersen samt Band in der Lage ist, diese Songs erfolgreich durch die Zeitmaschine in die Gegenwart transportiert zu haben.
Großes Lob auch an die beiden Damen, Sisse Kold und Mette Ratzer, für die hervorragenden Backing Vocals, die man schon beim Opener genießen kann.
Right Now It Hurts beginnt mit einem Andersen Gitarrensolo, seine Stimme mit viel Studioatmosphäre, kompaktem Bandsound.
Andersen gibt seinen Bandmitgliedern auf den Songs die nötige Freiheit, um auch solistisch zu glänzen. An erster Stelle die Saxofonisten und die Trompeter.
Die Ballade How Do You Sleep schmilzt, Hammond getragen, gute 6 ½ Minuten aus dem CD-Player, dass es eine wahre Freude ist. Das passt alles, Andersens leiderfüllte Stimme und ein Gitarrensolo vom Feinsten. Die Rhythmusabteilung, Mats "Tiny" Andersen (älterer Bruder von Mike) und Dave Stevens, liefert perfekt Arbeit ab. Wäre interessant zu wissen, wie lange diese Combo in der Besetzung schon zusammen spielt. Textlich weiß Andersen auch zu überzeugen.
Highlights... viele. Hervorheben möchte ich den Titelsong My Love For The Blues, DAS Highlight aus meiner Sicht. Dort erzählt Mike Andersen, wie er zu seiner favorisierten Musikrichtung kam.
Wie eingangs erwähnt, habe ich die Mike Andersen Band zuerst live gesehen, ohne vorher auch nur einen Ton gehört zu haben. Da ist im Studio m.E. nicht viel "nachgearbeitet" worden... auch live ist Mike Andersen überzeugend. So wusste die Mike Andersen Band auch ein zweites Mal (in unserer Kreisstadt Kleve) vor fast ausschließlich Jazzfreunden zu begeistern. Freue mich schon auf weitere Konzerte, da er immer mal wieder in unsere "Gegend" kommt. So auch im März 2006 auf dem "Blues Alive Festival" in Cuijk (NL).
Wenn dann auch noch kein Geringerer als der britische Bluesgitarrist Otis Grand die vorzüglichen Linernotes für/über diesen jungen Blueser schreibt, kann doch einem weitern Bekanntheitsgrad einer Mike Andersen Band nichts im Weg stehen. Damit will ich deutlich machen, dass es nicht "nur" gute, junge Blueser gibt, die in Richtung Bluesrock gehen.
Mike Andersen ist ein vortreffliches Beispiel dafür, dass es nicht immer gilt den Bluesrock rund zu erneuern. Viel Spaß!
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