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CD-Review:
Mick TaylorShadowman |
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Stonesgitarre ohne Moos. Ist wohl nicht seine erste Solo-CD, und wenn ich mich recht erinnere wurde die auch verrissen, aber das waren sicherlich die Stones Fans, die da am Werke waren. Vorneweg - das hat mit den Stones nix zu tun. Was man hört, liegt irgendwo zwischen Funk, Soul und Blues, aber kein Rock. Fast alle Songs wurden von dem Produzenten Sasha Granacin (ja, Sasha-who?) geschrieben, und wohl auch gesungen. Wer sonst noch auf der Studio CD agiert ist nicht ersichtlich, natürlich Taylor an der Gitarre. Die an der Liveplatte Beteiligten sind oben gelistet, vielleicht sind's dieselben. OK, nix Stones, also Funk und Blues. Naja, der Bass funkt mächtig, und dann knödelt sich Werauchimmer durch die Songs, daß einem die Suppe trocken wird. Klingt dann so wie: "Teoiiin of the Laiijete", also mehr Vokale in einem Wort als Malmsteen Töne in einen Takt packt. Das nervt, und klingt außerdem irgendwie stellenweise deutsch. Hurt, Shattered, Don't wait too long sind - naja, Titel natürlich gleich Programm - schmerzige Bluese, und der Sänger packt das volle Opernprogramm aus, unser aller Baritonbasstenor. Man merkt, ich spreche dem Mann nicht die Sangeskunst ab, aber weniger wäre mehr. Aber die Platte kommt von Mick Taylor und wie ist der? Ladies and Gents, the Man himself, Mick Taylor, und, Junge, der Mann hat's. Keine Mätzchen, klassische Gitarrenläufe, aber es klingt als wollte einer sagen: verdammt nochmal, die Stones sind tot, aber ICH LEBE! Turn off the light, Just another heartache, Happy man, knackige Funksongs, Shadow Woman ein Shuffle, This Night noch am ehesten ein Rocker, Someday wieder Funk und Honky Tonk Woman überflüssig. CD 2 enthält Tracks von einem Konzert. Blues klassischer Manier (Sweet Home Chicago und Coastin' ohne Taylor, und was soll das?; I wonder why, mit Warmspielsolo, also eher wenig aufregend, Sorte "Shake your head and get tuned", zwei Stones Titel, wobei mir Gotta Move im Original besser gefällt; und ein Zeppelin Track (You shook me), der so gespielt wird, daß man durchaus glaubt, daß hier jemand singt, der - oder von dem - etwas die ganze Nacht geschüttelt wurde, mit ausgiebigem Pianosolo. Zwiesprache zwischen Gitarre und Vocals, und das kann Farlow besser. Shook me ist wohl vor vielem Schütteln vom Baum gefallen, und kommt nicht wieder hoch. Das ist Blllllluuuuuuzzzzzz, und nervt. Taylor schickt ein paar Slidelicks zur Ehrenrettung, aber das hilft nun auch nicht. Can't you hear me knockin', schon im Original eine Jam Session, wird hier auf 11 Minuten gedehnt, mit zweiter Gitarre, gewinnt zwischendurch stellenweise an Fahrt, und gefällt. Noch'n Joint, und Du landest auf'm Mars. Alles eher etwas laid back, relaxed und stellenweise gut. Ein bißchen viel Keyboards vielleicht, aber wer's mag. Ehrlich gesagt, ziemlich viel Keyboards ... und Sax ... Fazit? Also, will ma' so sagen: die einzigen Funkplatten in meinem Schrank sind eine Best Of der Climax Blues Band (zu "Gold Plated" Zeiten), Dan Reed Network und ansonsten mehr weniger Funk. Doch, die Platte ist gut, schon und fast allein wegen Taylor und die Liveplatte ist stellenweise ok. Aber das nächste Mal vielleicht doch noch mal die alten Sachen anhören, Mick, und nochmal was in die Richtung? Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 28.06.2003
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