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| Some Kind Of Monster, Third Eye Motion Picture, 2004 |
| Regie: |
Joe Berlinger, Bruce Sinofsky |
| Länge: |
139 Minuten |
| Darsteller: |
James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett, Robert Trujillo, Dave Mustaine, Jason Newsted, Bob Rock, Phil Towle, Torben Ulrich, Zach Harmon, Cliff Burton u.a. |
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Mit einer Musikdokumentation über eine Heavy Metal Band in die großen Kinosäle zu gehen, dürfte ein mehr als riskantes Unternehmen darstellen, ist doch der Begriff "Nischenfilm" vorliegend noch untertrieben.
Und dennoch: Der Kinostar Filmverleih hat es gewagt und den 135 Minuten-Streifen den Lichtspielhäusern in Deutschland mit einer Hand voll Kopien angedient. Und das zu Recht, denn der Film verdient es, im Kino gesehen zu werden!
Er beschreibt in knapp zweienhalb Stunden die Selbstfindung der 2001 zerstrittenen und zerrütteten Band Metallica, der mit über 90 Millionen verkauften Tonträgern wohl größten Heavy Metal Band des Planeten. Der Film beobachtet die Band, die - deutlich geschwächt durch den Ausstieg des Bassisten Jason Newsted und die Alkohol- und Drogensucht des Sängers James Hetfield - ein neues Album (später "St. Anger" betitelt) in Angriff nimmt.
Dabei wird die gesamten Musik- und Rockmusikszene mehr als einmal vom Mythos befreit, Musiker kämen mit dutzenden Groupies im Arm und stockbetrunken ins Studio, hätten ihren Spass und würden dabei noch tolle Musik abliefern. So ist es - jedenfalls im Falle Metallica - nicht. Offenkundig bereitet den drei Musikern (ergänzt um Produzent Bob Rock, der auch alle Basslinien des Albums einspielt) die neue Platte viel viel Mühe. Schonungslos hält die Kamera auch dann drauf, wenn Konflikte ausbrechen, die Musiker sich schier zerfleischen vor Selbstsucht und egozentrischem Kontrollbedürfnis. Dass die Band so ehrlich ist, uns auch diese Passagen nicht vorzuenthallten, rechne ich ihr sehr hoch an.
Überhaupt sind die Konflikte innerhalb der Band eines der Hauptthemen des Films. Der eigens für $ 40.000,00 pro Monat angeheuerte Psychotherapeut Phil macht seine Arbeit dabei recht gut, vermittelt zwischen den zerstrittenen Mitgliedern und weist ihnen ein ums andere Mal den Weg. "Thank you for your guidance" kommentiert Hetfield am Ende des Films ganz zu Recht diese Bemühungen.
Nichts wird beschönigt oder weggelasssen. So wird z.B. der bei den Bandmitgliedern noch unverarbeitete Tod des 1986 verunglückten Bassisten Cliff Burton ausführlich thematisiert (damals begann schon am Tag nach Burtons Beerdigung die Suche nach einem Nachfolger). Und selbst der nach über 20 Jahren ob seines Rauswurfes bei Metallica immer noch traumatisierte MEGADETH-Frontman Dave Mustaine kommt zu Wort und hat erstmals Gelegenheit, seinem vormals besten Freund Lars Ulrich zu sgaen, was er damals empfunden und seit dem durchgemacht hat. Eine starke und sehr authentische Szene des Films.
Der Film dokumentiert weiter, wie die Arbeiten am neuen Album fast ein Jahr brach liegen, da James Hetfield sich wegen seiner multiplen Süchte in eine Rehabilitationsmaßnahme begibt. Erst nach seiner Rückkehr (man muss schon sagen als neuer Mensch) kommt auch das Feuer zurück: Der Film beschreibt auf faszinierende Art und Weise, wie die Ideen wieder zu sprudeln beginnen und wie das formidable Comeback-Album (das erste Stusioalbum seit fünf Jahren) Form gewinnt.
Das Ende ist - wie sollte es bei einem US-amerikanischem Srtreifen auch anders sein - ein Happy End. Aber es ist echt. Die Band findet einen neuen Bassisten (Robert Trujillo, Ex-Ozzy Osbourne Band) und bahnt sich ihren Weg zurück in die Hitparaden und auf die großen Bühnen.
Sehenswert!
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