| Die CD gibt es im Home of Rock zum Hören und Kaufen |
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| Don't Drive Me Home, Eigenvertrieb, 1992 |
| Rolf Borchert |
Guitar |
| Reinhard Gollan |
Drums |
| "Metal" Harry Elbracht |
Vocals |
| Timo Oehlke |
Bass |
| Gast: |
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| Alexander Späth |
Keyboards (On The Run & Mayday) |
| Produziert von: Loud'N'Proud |
Länge: 58 Min 52 Sek |
Medium: CD |
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| 1. On The Run (5:33) | 7. In My Appartment (4:06)  |
| 2. Too Loud (3:40) | 8. Going Down (5:49)  |
| 3. Fighting In The Ghetto (5:16) | 9. Mayday (4:18) |
4. Meaning Of Life (4:11)  | 10. Don't Drive Me Home (3:50) |
| 5. Lost In The Sea (5:53) | 11. Messin' Around (4:02) |
| 6. Rescue Me (3:55) | 12. Wishing Well (8:02) |
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In unserem großen Artikel zu den Ruhrgebietskapellen MAD BUTCHER, LOUD 'N' PROUD und RED HOUSE kann man die History und Beweggründe der 3 Bands nachlesen. Unser Ralf hat zusammen mit Sänger "Metal" Harry Elbracht ein hartes Stück deutscher Musikgeschichte nachgezeichnet
In einem muss ich den beiden Buletten-Spezialisten allerdings entschieden widersprechen:
"...ist 1992 die Zeit reif für eine neue Band: LOUD'N'PROUD...".
Oh nein! 1992 war die Zeit für solche Musik ganz sicher nicht reif!
NIRVANA dilettierten mitsamt ihrem kaputten Kurt Cobain durch die Charts, die Kohlsche Regentschaft hatte Blütezeit und Flexibilität und Mobilität waren die Zauberwörter, die Kids gaben sich zum Ausgleich am Wochenende Techno und Pillen und die privaten TV- und Radio-Gleichschaltungsanstalten feierten ihre ersten Erfolge.
Trockener Hard Rock für Menschen mit langen Haaren und für Biker war grade so gar nicht angesagt. Leider.
Trotzdem, LOUD 'N' PROUD haben eine klasse Scheibe gemacht. Und wenn man genau hinhört, entdeckt man ganz viele Merkmale deutscher Musik der letzten 25 Jahre.
Logisch, die Vorbilder von Loud'N'Proud sind selbstredend in England und den USA zu suchen. UFO, Bad Company, Thin Lizzy, Nugent, ZZ Top und all die anderen sind überall zu finden.
Aber was die CD rückblickend so charmant macht, sind die typisch deutschen Merkmale: Die Texte (manchmal geht's schon recht holprig zu), der Gesang (ist doch immer wieder als teutonisch zu identifizieren), die musikalische Perfektion (für viele deutsche Hard Rocker und Metaller typisch) und die Produktion (alle versuchten irgendwie nach Dieter Dierks zu klingen, hier hat es hervorragend geklappt).
Einige deutsche Vergleichsbands: Trans Am, Fargo, Epitaph, natürlich Accept, Bullet und ab und an diverse ältere Krautrocker.
Dazu die oben genannten Originale und ab dafür mit einer bluesigen, harten Rock & Roll-CD.
Gefällt mir der Opener On The Run wegen seiner Richtungslosigkeit noch am wenigsten, ist beinahe der gesamte Rest bester Abhott-Stoff.
Stellvertretend sei die "Metal"-Version des alten Gassenhauers Going Down von Don Nix genannt. Daran sollten sich all die langweiligen Blues-Adepten ein Beispiel nehmen. Das geht ab...
Mit Fighting In The Ghetto (Mensch, von wem ist die Nummer im Original? - ich hab sie auf einer LP, komm aber nicht drauf) und Wishing Well von den immerwährenden FREE (Hut ab vor dieser Version!), sind noch 2 weitere Cover vertreten.
Der Rest sind eigene Versuche dem Zeitgeist zu trotzen. Und, was soll man sagen? Dieser Sound klingt auch heute noch geil. Wie grausam klingt hingegen heute das unsägliche Grunge-Geschrabbel von damals?
Sehr stark auch der Baller-Bass auf Meaning Of Life, der ZZ Top-Gitarrenbeginn bei Rescue Me, gepaart mit einem Hook einer Poserband, deren Name ich hier nicht nenne. Pures Gift...
Immer wieder wird der Boogie-Dackel von der Leine gelassen und dann wackeln nicht nur in My Appartment die Wände. Dazwischen ein Blues wie Mayday, bevor es wieder ordentlich kracht. Und es kracht, wie gesagt, saustark.
Ganz ehrlich, es freut mich mächtig, dass wir einen Restbestand der CD künftig in unserem kleinen Home of Rock-Shop verkaufen. Und zwar mit Autogramm vom Sänger Harry Elbracht.
Und dazu gibt es eine Verlosung "10 Jahre LOUD 'N' PROUD". Check it out!
Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 23.06.2002
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