HoR Logo kl

Key Lime Pie:

Cookin'

Logo Home-of-Rock

Cookin'
Cookin', Key Lime Pie Music, 2000
Tom Huebner Guitars, Vocals
Dean Cook Drums
Art Castro Percussion, Harmonica
Evan Palmer Piano, Organ, Vocals
Keith Ryan Bass
Hillarie Bunting Backing Vocals (Track 5 & 6)
Julie Marie Backing Vocals
Mitchelle Tanner Backing Vocals (Track 1 & 8)
Produziert von: Screaming Lizard (Judy Kirschner, Andre Zweers) Länge: 58 Min 19 Sek Medium: CD
1. Lafayette Louisiana On
A Saturday Night (4:02)
7. Let The Music Play (5:20)
2. Emotions (4:55)8. Backstreets (4:04)
3. Golden Skies (7:00)9. Midnight (3:56)
4. Rama Lama Man (4:27)10. Lonely Man (3:56)
5. Until She Comes To
Take Me Home (5:16)
11. Undiscovered Territory (4:37)
6. Fox In The Henhouse (4:28)12. Sweet, Sweet Love (6:18)

Was für ein CD Beginn. Lafayette Louisiana on a saturday night kommt in bester Little Feat Spielmanier daher. Dieser vetrackte, etwas abgehackt wirkende Stil lässt sofort das triste Wetter an diesem Dezembertag vergessen.
Wenn das so weitergeht, kommt "Cookin’" zu meinen persönlichen Dauerläufern dieses Monats. Und es geht so weiter.

Diese Band aus San Francisco, CA hat’s drauf. “It’s always party gras time when Key Lime Pie is in the house“ habe ich als Kaufargument gelesen. Ja, ja, ja, eine Party wäre jetzt toll wenn ich Track Nummer 2 höre: eine rockige Uptemponummer. Zurücklehnen, relaxen mit irgendwie südamerikanisch angehauchten Klängen – garniert mit einer Santana Gitarre und wunderschönen backing vocals.

Rama Lama Man bietet frischen New Orleans Jam. Und dann haut es mich das erste Mal fast aus dem Sessel: eine astreine Southern Gitarre ertönt und das Tempo steigt. Kein typischer Southern Rock, aber diese Gitarre und dieser mehrstimmige Gesang. Nun ein Riff, wieder southern, aber eine Oktave tiefer. Puristen mögen es mir verzeihen, aber es kling wie ein Allman Gitarrenlauf. Jetzt höre ich Marshall Tucker. Welch ein Song.

Mit Gitarre beginnt der nächste Track – irgendwie wieder Little Feat. Aber die Gitarre ist härter. Mit Let The Music Play wird es noch eine Nuance rhythmischer. Schön die Orgel im Zusammenspiel mit den Background Sängerinnen. Percussion ohne Ende – Party eben.
Grab your beads and drink some voodoo juice, lautet eine Aufforderung auf der Bandpage. Voodoo muß im Spiel sein, denn es groovt ohne Ende bis mit Backstreets dann das Tempo wieder weggenommen wird. Diese Nummer, irgendwo im Mid-Tempo Bereich angesiedelt macht Appetit auf mexican food. Musikalisch wie textlich. Hinterlegt mit harmonischen Gitarrenriffs.

Midnight und Lonely Man begeistern wieder mit diesem lässigen Groove. Diese Band ist sowieso nichts für Leute, die Musik zu Ernst nehmen und hinter jeder Note eine Bestätigung ihres bisherigen Repertoires suchen.

Undiscovered Territory hat wieder diesen Southern Rock Touch. Gitarre, Melodie und diese Riffs. Feat meets Jupiter Coyote. Leider muss ich mich wiederholen, aber dieser Track ist einfach nur schön.
Schade, dass mit Sweet, Sweet Love schon der letzte Titel kommt. Dafür aber mit den selben Qualitäten wie sein Vorgänger. Das heißt, noch einen Tick besser. Keine Frage, ich habe einen neuen Playerverstopfer.

Packt das Party Gras aus, schenkt einen Voodoo Juice ein und hört diese CD. Hier kochen Könner und Leute, denen man den Spaß an der Musik abnimmt, im wahrsten Sinne des Albumtitels ein leckeres und leichtverdauliches Musikmenü.

Ulli Heiser, (Impressum, Artikelliste) 01.12.2001

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum