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| Cadillac Jack's # 1 Son, Shanachie Entertainment, 1998 |
| Kevin Gordon |
Guitar, Vocals, Dobro |
| Joe McMahan |
Electric Guitars, 12 String Guitar |
| David Jacques |
Bass |
| Paul Griffith |
Drums |
| Bo Ramsey |
Slide Guitar |
| Produzent: Garry Tallent |
Länge: 45 Min 28 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Company Car | 7. Over the Levee |
| 2. Fast Train | 8. Looking for the Killerman |
| 3. Pauline | 9. Cadillac Jack's # 1 Son |
| 4. Lucy and Andy drive to Arkansas | 10. Junior's Guitar |
| 5. Blue-Collar Dollar | 11. Evan pick up the Line |
| 6. Dissatisfied | 12. Heaven and the Hanging Tree |
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Kevin Gordon stammt aus Louisiana und wird dennoch als "Nashville's bester Roots-Rock Songwriter"
bezeichnet. Nicht zu unrecht: Zuerst mal ist Kevin Gordon ein begnadeter Geschichtenerzähler mit einer wirklich
gehaltvollen Stimme, er hat genau die Dosis an "Soul", um den Hooks seiner Musik so richtig zur Geltung zu
verhelfen.
Dies ist sicher eine Platte, die man mit dem irgendwie schwammigen Begriff "Americana" geradezu
bezeichnen muss. Wieder mal dreht sich beim Hören dieser CD die Schnittmenge aus Folk, Blues, Rock'n'Roll,
Rockabilly, R&B und Country mitten in die Gehörgänge. Eigentlich noch mehr: Die bezaubernde Ballade
Pauline über einen jugendlichen weiblichen Fan einer imaginären Band versetzt einen mitten in die
Szenerie der Kornfelder des Heart-Land im Mittelwesten.
Der erste Track Company Car treibt mit einem schönen Groove vorwärts, um danach mit dem
Roadhouse-Shuffle Fast Train für einen ersten Höhepunkt zu sorgen. Es gibt Anleihen an andere Grössen dieser Musikrichtung (Lucy and Andy drive to Arkansas), bei dem die Slide mal aufheulend, mal gefühlvoll den Song treibt, einem Sonny Landreth verdammt ähnlich. Auch John Hiatt taucht vor dem geistigen Auge öfter mal auf (Dissatisfied) und man hört in Over the Levee deutlich den Einfluss vom Homo Swampus (aka Tony Joe White) persönlich, einem Song über das Leben in Louisiana.
Man muss Kevin Gordon bescheinigen, dass seine Songs bis in's Detail ausgearbeitet sind, seine Texte schwanken zwischen Humor und Ernsthaftigkeit hin und her. Hier ist ein grosses Talent am Werk. Alle Liebhaber von John Hiatt, Steve Earle und Konsorten werden es nicht bereuen, ihre Plattensammlung um dieses Schätzchen erweitert zu haben.
Die Produktion ist einwandfrei mit einem klaren und durchsichtigen Klangbild. Für mich jetzt schon eine der Platten des Jahres, obwohl die CD schon 1998 erschienen ist. Man sieht, auch ein Redakteur des Home of Rock kann mal was verschlafen. Macht ja nix, wenn man rechtzeitig wieder aufwacht...leider war es keine Fee, die mich hier wachgeküsst hat, sondern mein geschätzter Freund und Kollege Fred, der mich erstmals mit Gordon's Musik bekanntmachte. Sei Dir ewig gedankt, Fred! Noch anzumerken ist, dass Kevin Gordon mit "Down to the Well" einen Nachfolger herausgebracht hat, auf den das alles hier Gesagte ebenso zutrifft. Dies bedeutet mitnichten, dass er sich nicht weiterentwickelt hat, sondern erfreulicherweise kann er das hohe Niveau halten. Und das, da sind wir uns einig, ist selten heutzutage.
Manni Hüther, (Impressum, Artikelliste) 17.08.2001
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