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Ken McCoy

Outside The Lines

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Bärchen Records

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Outside The Lines
Outside The Lines, Dirt Kickin' Music/Fireside Records, 2001
Ken McCoy Lead Vocals, Acoustic Guitar
Tony Del, Craig Young, Chris Rolin Electric Guitar
Simon Jarrett Electric & Acoustic Guitar
Bruce Morrison Bass
Chris Meister, Ron Briggs Drums & Percussion
Mike Norman Keyboards & B3
Mike Sanyshyn Fiddle & Mandolin
Serge Soucy Keyboards & B3, Harmonica
Mark Henning Percussion
Gord Maxwell, Mike Nichie, Ivan Boudreau Harmony Vocals
Produziert von: Chris Rolin & Ken McCoy Länge: 51 Min 01 Sek Medium: CD
1. You Can't Go Back (3:13)8. Southbound For Texas (4:10)
2. Georgia On A Fast Train (3:38)9. Along Came You (3:44)
3. Living On Mexican Time (3:48)10. Dance With The Singer(4:20)
4. Nowhere Town (3:23)11. When The Lights Go Out (4:01)
5. You're My Reason (4:17)12. Turn The Page (8:03)
6. What Was I Thinking (3:34)13. Quintana Roo (1:02)
7. Quintana Roo (3:42)

Da haben also wir einen Kanadier mit Vorliebe für Mexikoreisen und Countrymusik.
So richtig was konnte ich zunächst mit der Scheibe eigentlich nicht anfangen. Nachdem die CD nun doch schon einige Male von den Laserstrahlen in meinem Player erfasst wurde, entwickeln sich immer mehr Sympathien für Ken McCoys Art Musik zu machen. Ehrlichkeit, spürbare Identifikation und Spaß ohne großen technischen Firlefanz sind Attribute, die ich guten Gewissens attestieren kann. Irgendwo im Bereich Pirates Of The Mississippi, Kentucky Headhunters und Charlie Daniels anzusiedeln.
Jede Menge Fiddels, Honky-Tonk-Piano, Slide- und E-Gitarren und eine Portion Southern-Flair bei dem einen oder anderen Song (Georgia On A Fast Train, When The Lights Go Out).
Die Krönung und vielleicht schon allein wert, die CD zu kaufen, die achtminütige Killerversion von Bob Seger's Klassiker Turn The Page, gegen die Metallica's Versuch nahezu blass wirkt.
Dazu gibt es ein Booklet mit allen Texten und Anmerkungen des Künstlers zur Entstehungsgeschichte der einzelnen Lieder.
Die Songs dürften jede sommerliche Countryparty bereichern, live ist die Band bestimmt ein echter Bringer: Also, schmeißt die Spare-Ribs auf den Grill, stecht die Bierfässer an, Tequillas als Beschleuniger nicht vergessen, dann gibt es jede Menge Fun mit "Outside The Lines".
Note 3.

Daniel Daus, (Impressum, Artikelliste), 01.08.2003

Ein Album ohne außergewöhnliche Überraschungen zwar, aber ohne Zweifel guter Durchschnitt. Gemessen an der Fülle der Country-Interpreten im weiten Amerika, macht der aus Kanada stammende Ken McCoy mit seiner spielfreudigen Combo eine mehr als nur passable Figur.
Der meistenteils in traditionellen Gewässern fischende McCoy hebt sich durch eher handfest dargebotene Kompositionen vom zarten Schmelz des uniformierten Country-Pop seiner Nashville-Mafia-Kollegen wohltuend ab. Die Gitarren rocken bisweilen mit saftigem Twang und erfreuen durch das eine oder andere knackige Gitarrensolo. Fiddle und Mundharmonika fehlen ebenso wenig wie die obligatorischen Herz-Schmerz-Balladen. Mit dem Blick für's Wesentliche werden sämtliche Zutaten geschickt vermengt.
Der sympathische und souveräne Sänger McCoy flüchtet sich zwar textlich allzu häufig in zehntausendfach verwursteten Allgemeinplätzen, doch die lassen sich im sogenannten (Mainstream-) Country-Rock wohl nicht immer vermeiden. Das tut also nicht weh!
Im Großen und Ganzen ein kurzweiliges Stück roots-naher Musik, das durch abwechslungsreiche Facetten letztlich zu gefallen weiß.
Note 3.

Frank Ipach (Craving Hands), (Impressum, Artikelliste), 01.08.2003

"Lerne Leiden ohne zu klagen" (Rüdiger Nehberg).
Country Music bin ich ja nicht generell abgeneigt, wenn's ein wenig folkig zugeht, so mit Banjo und Fiedel, mag ich's sogar ganz gerne, aber grundsätzlich sollte Country bei mir schon den Suffix "Rock" aufweisen, um auf den Plattenteller zu kommen - und den hat Ken McCoy definitiv nicht.
Obwohl sich McCoy mehr recht als schlecht aller gängiger Versatzstücke des Genres bedient, würden gerade mal zwei Tracks ob der schönen Slides den Weg in meine private Kuschel-Balladen Sammlung finden.
Was ist das, Kuschel-Country?
Dagegen ist Faith Hill ja eine richtige Rockröhre (ein Schelm der Böses dabei denkt).
Note 5.

Ralf Frank, (Impressum, Artikelliste), 01.08.2003

Kaum "zuviel" Country, was ich persönlich als Vorteil werte. Stellenweise schön verrockt bzw. mit angenehmen Drive.
Nun ja, Kanada ist ja auch nicht unbedingt das Heartland des Country.
Meistens geht es vorwärts und lädt zum mitwippen ein (Georgia On A Fast Train). Dann klingt es wie Jimmy Buffett (Living On Mexican Time). Sehr angenehm.
Ruhige Titel klingen dank immer wieder passender Gitarren- und Fiddel-Hooks nie langweilig. Bei What Was I Thinking hooken sie sogar regelrecht um die Wette.
Tracks im Adagio Tempo stehen Country Fetzer wie z.B. das mit starkem Boogie-Piano durchtränkte When The Lights Go Out gegenüber. Hier bietet es sich an, auch mal wieder die Luftgitarre auszupacken.
Und dann ein Cover: Bob Seger's Turn The Page. Sehr schön dargebracht, zumal das Gitarrensolo stark an PINK FLOYD erinnert - und das auf einer Country Platte!!
Alles in allem ist es Country. Aber von der mir genehmen Sorte. Während der Grillsaison wird sich Outside The Lines sicher öfters im Player drehen, denn dafür sind Country Scheiben doch da: Grillen, im Freien feiern, Bier trinken und Steaks essen.
Eindeutig eine Note 2.

Ulli Heiser, (Impressum, Artikelliste), 01.08.2003

Himmel hilf! Ich als Vertreterin der harten Fraktion soll eine Country-Platte bewerten.
Nun gut, vorsichtig und mit spitzen Fingern lege ich das Teil in meinen Metal- und Bluesrock-verwöhnten Player.
Die ersten 3 Songs sind typischer Country und ich winke schon total entnervt ab, wobei ich zugebe, dass Living On Mexican Time selbst mir gefällt.
Weiter geht es wieder mit dem typischen Gedödel aber dann endlich: What Was I Thinking oder auch When The Lights Go Out lassen ordentlich die Füße wippen. Ja, das gefällt mir, gebe ich ohne Umschweife zu.
Bei Along Came You seh' ich mich schon auf einem Pferd im vollen Galopp durch die Prärie reiten *gg*.
Turn The Page, ein Cover von Bob Seger, fällt auf dieser Platte völlig aus dem Rahmen und wertet diese dadurch für mich im Endeffekt auf. Sehr gut arrangiert, tolle Gitarre, einfach nur großartig.
Offen gesagt, die Bewertung fällt mir schwer, da ich zu diesem Musikstil nur wenig Bezug habe, aber unseren Kriterien nach ist es dann wohl eine Note 4.

Ilka Czernohorsky, (Impressum, Artikelliste), 01.08.2003

Na, das geht ja ganz flott und ansprechend los auf Ken's CD. Nix außergewöhnliches bei You Can't Go Back, im Gegenteil, von Fidel bis Mandoline und Twangy-Gitarre ist alles vorhanden. Beim nächsten Song kommt noch eine Mundharmonika dazu und es wird noch einen Gang höher geschaltet.
Alle Songs halten dieses Level nicht, da muss man wahrscheinlich schon Cowboy oder Trucker (nix gegen LKW-Fahrer, war selber mal einer) sein, wenn man "Baby I'm coming home"-Balladen wie You're My Reason lieben will.
In einem gewissen Rahmen funktionieren die Songs, z.B. wenn man im Liegestuhl liegt und Tequila Sunrise (oder in meinem Fall Wodka/Orange) schlürft, dann kann man sich durchaus an Living On Mexican Time erfreuen.
Manchmal scheuert es natürlich schon hart an der "Garth Brooks-Klippe" entlang und hin und wieder zuckt auch mein Finger um ein Lied weiter zu springen, aber dann interessiert's mich doch wie etwa Dance with the singer ausgeht. Das muss der selbst erlebt haben, so einen Unsinn würde sich doch niemand ausdenken. Oder?
When The Light's Go Out hat was von Achy Breaky Heart - macht aber trotzdem (oder deswegen?) Spaß.
Krönung ist ganz eindeutig die Coverversion von Bob Seger's Turn The Page. Hier klingt's nicht so glatt wie bei den vorherigen Songs. Vielleicht ist Turn The Page aber einfach auch ein um eine Klasse besserer Song als die doch etwas vorhersehbaren Lieder zuvor.
Nix besonderes also, macht aber wie gesagt in einem entsprechenden Umfeld Spaß.
Note 3

Epi Schmidt, (Impressum, Artikelliste), 01.08.2003

Das hier ist für mich weder Fisch noch Fleisch! Country? Gar New Country? Mann, da bin ich in diesem Bereich aber ganz andere Töne gewohnt.
Pop-Country trifft es wohl eher, wenn schon Schubladendenken, dann da rein damit. Leider sind die meisten Songs banal, nichtssagend, manche fast lästig mit ihren gekünstelt klingendem mexikanischen Flair.
Allerdings kann ich Ken McCoy eine gute Stimme attestieren - damit kann man sicher mal eine wirklich gute Platte machen. Bei der vorliegenden gilt nach der Maxime, dass es auf jeder Platte Lichtblicke gibt auch hier: Ein oder zwei Songs kann ich mir gerne anhören - aber das war's dann auch schon. Nichts für mich!
Note 4

Manni Hüther, (Impressum, Artikelliste), 01.08.2003

Mal einer, der nicht aus der gelackten Nashville Clique stammt. Der Junge scheint schon seit Jahren ein hart arbeitender Musiker ohne dicke Brieftasche zu sein.
Musikalisch erinnert er mich an solche Recken wie Clay Davidson oder Toby Keith.
Highlights des Albums sind der stampfende Southern-Country-Track Georgia On A Fast Train, das rockig leichte Along Came You sowie das schön groovende und mit grantigen Gitarren vollgepackte When The Lights Go Out.
Bester Song ist für mich aber die Southern-Ballade Turn The Page. Hier entfernt sich Ken meilenweit vom Nashville-Mainstream-Country.
Leider sind auch ein paar Country-Schmalzpeinlichkeiten enthalten. Living On Mexican Time und Quintana Roo klingen verschärft nach der GEORGE BAKER SELECTION.
Insgesamt ein solides New Country Rock Album.
Note 3.

Joachim Domrath, (Impressum, Artikelliste), 01.08.2003

Ein Abend mit Jimi, Johnny, Billy und Kenny beim Bier und amerikanischer Pizza (mit Mais... bäh) und Gesprächen über Football und die neuesten Knarren aus dem Hause Smith & Wesson. Im Hintergrund läuft Ken McCoy und stört nicht weiter mit seinen Songs. Mal weint er ins Bier, mal twangt seine Gitarre luschdig und mal hängt ihm der Arsch vom Barhocker. Ist ja auch schon spät. Der Mann tut nicht weh, tut aber auch sonst nix.
Bis plötzlich "PINK FLOYD mit Cowboyhut" das Land von Fiddle und Banjo übernehmen und eine geniale Version von Bob Seger's Turn The Page im psychedelic-countrystyle ablassen, dass einem Hören und Sehen vergeht. Tolle Interpretation, kommt beinahe an die von ALLIGATOR STEW heran.
3 insgesamt, + für Turn The Page

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 01.08.2003

New Country, auch bekannt als Daniel-Mucke. Dem Zeug stehe ich an sich recht aufgeschlossen gegenüber, habe aber meistens das Problem, dass mir nur ein paar wenige Songs pro Album wirklich gut gefallen. Wenn es rockt: Okay, aber bitte nicht dieses ,Ich hänge an der Bar und sabber wegen Lucille in mein abgestandenes Bier'-Gewinsel.
Das erleben wir bei Ken McCoy gleich drei Mal, dazu kommt mit Living on Mexican time ein totaler Rohrkrepierer und mit Along came you und Quintana Roo flaches Trallala.
Das restliche Material geht allerdings in Ordnung. You can't go back, Georgia on a fast train, When the lights go out und das gelungen Bob Seger-Cover Turn the page sind für mich sogar echte Genre-Highlights.
Mit dieser Ausbeute ist "Outside the lines" für mich zwar kein überragendes New Country-Album, aber auch keins, das einem in der Plattensammlung extrem peinlich sein müsste.
Note 4

Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 01.08.2003

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