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K2

Black Garden

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Black Garden
Black Garden, Magna Carta Records, 2010
Josh Gleason Vocals
Ken Jaquess Bass, Keyboards
Karl Johnson Guitar
Ryo Okumoto Piano, Moog, Hammond, Synths
Doug Sanborn Drums, Percussion
Produziert von: Ken Jaquess und K2 Länge: 55 Min 53 Sek Medium: CD
01. Black Garden05. Storm At Sunset
02. Passage To The Deep06. Summer’s Fall
03. Widows Watch07. Path Of The Warrior
04. Encounter Or Absence

Fünf Jahre hat es gedauert, bis sich Ken Jaquess und seine Band K2 (oder sollte ich K² schreiben wie auf dem Cover?) mit dem neuen Album “Black Garden“, das es seit Ende September zu kaufen gibt, zurück gemeldet hat. Das Erstlingswerk "Book Of The Dead" ist ebenfalls in meinem Besitz und ich stimme der Rezi meines Kollegen zu der Scheibe weitgehend zu.
Mit Josh Gleason, welcher den verstorbenen Shaun Guerin (R.I.P) am Mikro ersetzt, und Karl Johnson an der Gitarre sind zwei neue Namen im Line-Up zu lesen. Leider fehlen Allan Holdsworth (Gitarre) und Yvette Deveraux (Violine). Schade, gerade die Beiden hatten mir auf “Book Of The Dead“ sehr gut gefallen. Was ist sonst noch anders? Genau, das Label, denn man hat mit “Black Garden“ bei Magna Carta unterschrieben.

“Black Garden“ ist wieder ein Konzeptalbum und dieses Mal nimmt man sich der antiken Story Oceania an. Jaquess hatte sich nach dem Besuch des Südpazifiks und Hawaii dazu inspirieren lassen und versucht die Reise der Polynesier zu beschreiben, die circa einen Drittel unserer Welt umsegelten, bevor sie sich in den Inseln des Südpazifiks niederließen. Und das taten sie 2000 Jahre bevor Columbus segelte! Diese Info konnte ich der Magna Carta Webseite entnehmen, denn ein Booklet mit abgedruckten Texten gibt es leider zu meiner Enttäuschung nicht.
Stilistisch bewegen sich die Jungs wie auch schon beim Vorgänger zwischen Neo- und Retro Prog. Auch sonst hat sich nicht viel verändert, denn die Musik von K2 ist immer noch stark von GENESIS und YES beeinflusst. Selbst der neue Mann am Micro klingt sehr stark nach Peter Gabriel, macht seine Sache aber sehr gut. Auch Karl Johnson setzt mit seiner Gitarre schöne Akzente, bei denen deutlich zu hören ist dass er sein Instrument beherrscht. Dieses Expertentum findet man im Übrigen auch beim Bass und Schlagzeug. Allerdings dominieren bei “Black Garden“ die Tasten, die wieder von Ryo Okumoto gespielt werden. Ihn sollten die meisten von SPOCK’S BEARD kennen und ich schätze mal, dass er sich wiederum von Rick Wakeman beeinflussen ließ. Jedenfalls überzeugt sein Spiel auf ganzer Linie.
Hm, will man die Musik mit neuzeitlichen Combos vergleichen, dann würde ich eher GLASS HAMMER oder auch ein bisschen THE WATCH heranziehen. Allerdings wirkt die Musik von K2 wesentlich theatralischer auf mich, als bei den zuvor genannten Bands.

Wie ihr nun mittlerweile lesen konntet habe ich darauf verzichtet einzelne Titel hervorzuheben, da man ein Konzeptalbum eh am Stück hören sollte. An der Produktion gibt es nichts zu meckern, die ist erstklassig! Auch bei dieser Rezi gilt, für Prog-Nostalgiker ist “Black Garden“ eine lohnende Scheibe. Leute, bei denen Musik krachen und knallen muss lassen besser die Finger weg.

Michelle Karayilan, (Artikelliste), 25.10.2010

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