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| Cobblestone, MME Records, 2007 |
| Jeff Dernlan |
Vocals & all Instruments |
| Gäste: |
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| Flicker |
Organ (Close To The Bone, I Won't Be Dismayed & Rest Easy), Piano (I Won't Be Dismayed & Rest Easy) |
| David Latimer |
Drums (Out Of State Plates) |
| Adam Winokur |
Organ, Rhodes & Drums (Both Of Us & I Won't Be Dismayed) |
| Jesse Lundy |
Bottleneck Guitar (Weathervane) |
| Produziert von: Jeff Dernlan |
Länge: 38 Min 46 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Close To The Bone | 6. World Of Sin |
| 2. Good Man | 7. Cobblestone |
| 3. Out Of State Plates | 8. Both Of Us |
| 4. I Won't Be Dismayed | 9. Rest Easy |
| 5. Weathervane | 10. Save The Day |
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"Broadmoor" war vor zwei Jahren mehr oder weniger ein Bandprojekt, inzwischen nimmt Jeff Dernlan seine Musik weitgehend alleine auf, greift nur ab und an auf die Hilfe von Gastmusikern zurück. Das ist einerseits bedauerlich, weil eine Band natürlich auch auf Konserve ganz andere Bilder im Kopf hervorruft als ein Solowerk, andererseits ist Jeff Dernlans neue CD "Cobblestone" ein so intimes, zurückgenommenes Werk, dass es größtenteils gar nicht mehr bedarf als Stimme, Gitarre und ein paar wenige Add-ons wie Orgel, Bottleneck oder Percussion, die Songs schaffen es ganz ohne Schmückwerk, den Hörer zu faszinieren. Und das im so überfüllten Becken der Singer/Songwriter, Country- und Folkartisten, also im Americana-Bereich.
Jeff Dernlan hat Literatur studiert und man kann es seinen Texten entnehmen, dass sich hier einer zwar Gedanken macht, aber keineswegs im intellektuellen Jammertal gelandet ist. Wohl nicht zufällig heißt das Album "Kopfsteinpflaster". Der Mann agiert mit Kopf und trotzdem absolut erdverbunden.
Sehr angenehm ist die warme Produktion, genau wie das Fehlen jeglicher schräger Töne. Dernlan setzt auf Wohlklang obgleich seine recht spröde Stimme ganz andere Dinge zulassen würde, man darf für so viel guten Geschmack dankbar sein.
Exemplarisch für einen hervorragenden Americana-Song sei der Opener Close To The Bone genannt. Hier ist Jeff ausnahmsweise an der E-Gitarre zu hören, sehr beeindruckend übrigens, und ein gewisser Mister Flicker spielt dazu eine dezente Orgel. Kein Wunder, dass "Cobblestone" ebenso wie der Vorgänger hoch in die Euro Americana Chartliste eingestiegen ist, solche Ohrwürmer machen eben eine gute Platte aus.
Nur an ganz wenigen Stellen des Albums hat man den Eindruck, dass Dernlan es mit der instrumentalen Selbstbeschränkung leicht übertreibt, da wünscht man sich vielleicht doch etwas mehr Aktion. Der spartanische Eindruck wird aber mühelos von so schönen Nummern wie Weathervane und der darin aufspielenden Bottleneck vom Tisch gefegt. Als ob ein paar Kumpels entspannt auf der Veranda sitzen und zwischen Barbecue und Football im Fernsehen bei ein paar Bier Spaß haben.
Ganz hervorragend sind die kleinen Studiospielereien auf "Cobblestone" gelungen. Mit einfachen Mitteln und niemals übertrieben peppt Dernlan zum Beispiel das beinahe still stehende Spiritual World Of Sin zu einer tief unter die Haut gehenden Ballade mit ganz besonderer Atmosphäre auf. Wunderschön.
Jeff Dernlan ist eine Perle des Genres, verblüffend, dass er noch nicht von den einschlägigen Firmen in Europa entdeckt wurde. Vielleicht hilft es ja, wenn man sagt, dass Both Of Us von Tom Petty oder John Mellencamp zu einem riesigen Hit gemacht worden wäre. Nur schreiben die solche Songs schon lange nicht mehr.
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