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| Hit The Right Button, Heavy Metal Records, 2003 |
| Danny Peyronel |
Lead Vocals, Keyboards |
| Marco Barusso |
Guitar, Vocals |
| Keith Boyce |
Drums |
| Ronnie Thomas |
Bass, Vocals |
| Marco Guarnerio |
Guitar, Vocals |
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Länge: 47 Min 00 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Message | 8. I Walk Alone |
| 2. Girl Of My Dreams | 9. Crool World |
| 3. Blow It All Away | 10. Whisky |
| 4. Hit The Right Button | 11. A Hundred Skeletons |
| 5. Wildlife | 12. Gotham City |
| 6. NY Streetlife | 13. Voices |
| 7. Viva New York! | |
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Young again...
Die HEAVY METAL KIDS waren eine der Bands, die ein gewisses Mysterium hinterließen. Erstens schafften sie nur drei reguläre Studio-LPs (und das wirklich rare "Live And Loud"-Bootleg - ich hab es!) und zweitens hatten sie den Ruch des kaputten, dreckigen Rock'n'Roll-Undergrounds. Wenn HUMBLE PIE (die mir als musikalischer Vergleich immer wieder einfallen) letztlich Verlierer waren, dann waren die KIDS die Mega-Loser. Und einer, nämlich Frontsau Gary Holton, hat es auch tatsächlich nicht überlebt. Er verreckte 1985 ziemlich jämmerlich an seiner Sucht.
Das letzte Kapitel dieser Band wurde also nie geschrieben und 26 Jahre nach ihrer letzten LP "Kitsch" machen sich 3 Ur-Mitglieder auf, um zumindest den Anfang eines würdigen Endes zu beschreiten. Wie es ausgehen wird wage ich nicht zu beurteilen. Zu viel Zeit ist vergangen und ob sich noch genügend Menschen der KIDS erinnern werden... ich weiß es nicht.
Wieder an Bord sind Keyboarder Danny Peyronel (nach den KIDS bei UFO und Autor von Meat Loaf's Midnight At The Lost & Found und auch ansonsten erfolgreich als Songwriter), Ronnie Thomas am Bass (Songwriter für u.a. Bram Tchaikovsky, ehemals MOTORS, und Michael Monroe) und Drummer Keith Boyce, der u.a. auf den großartigen (und gefloppten) SAVOY BROWN-Alben "Rock'n'Roll Warriors" und "Greatest Hits Live" vertreten war.
Das Gitarrenduo stammt aus Italien (!) und hört auf den Namen Marco. Barusso und Guarnerio rocken wie die Hölle und lassen die alten Gitarristen Mickey Waller, Cosmo oder Barry Paul nur ein bisschen vermissen.
Die Lead Vocals hat jetzt Danny Peyronel übernommen. Er klingt nicht wie Holton, versucht ihn auch nicht zu imitieren und das ist gut, denn seine Stimme hat genügend eigenes Charisma. Danny kann es melodisch, melancholisch, dramatisch und unverschämt rotzig, fast wie ein Jung-Punk, London 1977.
"Hit The Right Button" ist ebenfalls kein zwanghafter Versuch, "Anvil Chorus" oder "Kitsch" zu imitieren. So gut diese Platten waren, sie sind alt und lauwarme Aufgüsse vergangener Tage hatten wir schon genügend. "HTRB" ist modern, fetzig und einer nicht mehr ganz so jungen Band würdig.
Ist der Start noch leicht pop-punkig und furchtbar ohrwurmverdächtig, geht es ab #3 so richtig zur Sache. Blow It All Away erinnert mich an die australischen ANGELS (From Angel City); Stakkato-Rock'n'Roll. Und dann der erste Boogie: Hit The Right Button ist ein hintergründiger, subtiler Fetzer aus dem Kids-Lehrbuch.
Die CD ist - natürlich - durch und durch britisch (ok, CHEAP TRICK sind keine Briten, aber sie haben ihre BEATLES-Einflüsse nie verleugnet - die HMK erinnern mich mehr als einmal an die Tricksters). Deswegen verstehe ich auch den Sinn hinter Viva New York nicht ganz. Nette Nummer, aber was wollen uns die Engländer damit sagen? Egal, I Walk Alone entschädigt. Das ist Rock-Songschreiber Tradition par excellance. Ian Hunter und Frankie Miller lassen schön grüßen. Ein wundervolles Lied.
Ganz beängstigend bitter wird es in Whisky. Was muss passieren, damit man einen solchen Song schreibt? Schaurig schön.
"Hit The Right Button" ist Rock & Roll, Street-Pop, Boogie und Statement einer Band die es geschafft hat, die Vergangenheit ruhen zu lassen, ohne auf ihre Tradition zu verzichten.
Richtiger Knopf getroffen und für mich das Comeback des Jahres!
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