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Leaving The End Open

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Leaving The End Open
Leaving The End Open, Frontiers Records, 2009
Johnny Gioeli Vocals
Josh Ramos Guitars
Michael T. Ross Keyboards
Jamie Brown Bass
Atma Anur Drums
Länge: 51 Min 58 Sek Medium: CD
1. Voices7. In This Moment
2. Falling Free8. Give In To This Love
3. Start Again9. Before This
4. Pieces Of Puzzles10. Hole In My Head
5. Bittersweet11. Leaving The End Open
6. She Sleeps In Madness

Dritter Streich der Band, die einstmals Neal Schon und Dean Castronovo zu den ihren zählte. Schon ist Geschichte - Bandgeschichte, meine ich - und so erhebt sich die Frage, ob man auch ohne Schon noch Schon'sche schöne Musik macht oder nur ein Abklatsch der alten Band ist.

Nach dem ersten Durchgang kann man nicht umhin, Herrn Gioeli ein große Nähe zu einem meiner Lieblingssänger zu bescheinigen: Chris Thompson, mal bei MANFRED MANN'S EARTH BAND, mal nicht. Und das reicht durchaus für einige Brownie Points. Gioeli ist kein typischer Shouter wie Sammy H. oder David C., aber er ist ein wirklich guter Sänger, der sowohl die langsamen Balladen als auch die Rocker drauf hat.
Als ich die CD das erste Mal hörte, und die Schon-Historie nicht kannte, war mein Gedanke, dass hier jemand ganz genau zugehört und sich Schons Art zu spielen draufgeschafft hat. Nun kann man nur noch sagen: Kein Wunder! Die Nähe zu JOURNEY und auch TOTO und - in den heftigeren Takes - zu MR. BIG ist nicht zu überhören, und das ist gut so.

Wodurch kann sich eine Melodic Rock Band von anderen unterscheiden? Sänger und Gitarristen mit ausgeprägtem Stil und Voice gibt es zuhauf - meiner Meinung nach würzt der Drummer die Suppe und sein Spiel und sein Einfallsreichtum machen den Kohl fett.
Und also - ist das hier das perfekte AOR Dinner?
An der Tracklist bzw. dem Flow des Albums gibt es zu mäkeln. Die ersten beiden Tracks fließen so am Ohr vorbei, die Vocals sind da, die Drums auch, die Gitarre ist Schon und verliert sich in Nudelsoli (immer um sich selbst herum), bis endlich der dritte Track - Start Again - mit etwas spacigem The Edge Geschrammel Aufmerksamkeit erhascht, und einfach schön ist. Ein richtig nettes Lied, man kann nicht umhin mitzusummen und gute Laune zu bekommen, obwohl der Song eigentlich nichts außergewöhnliches ist.
Pieces Of Puzzle knallt anfangs als heftiger Rocker aus den Boxen, doch das Heavy-Riff und das Shouting geht im Mittelteil über zu einem melodischeren Part, und hier - wie auch in den weiteren Tracks - fügt der Drummer durch sein Spiel nette kleine Spielereien ein. Gut das, und das Solo ist zwar immer noch nudelig, geht aber durch, weil das sehr gut mit dem unterliegenden Riff harmoniert.
Bittersweet ist wieder langsamer, mit einem guten Gitarrensolo, das sich aus dem Melodic-Teil entwickelt. She Sleeps In Madness beginnt mir einem düsteren Keyboard Intro, eine schneidende Gitarre meldet sich, die Drums kommen dazu und ab geht's. Die Lautstärke schwillt an und die Kakophonie findet ihre Auflösung einem MR. BIG Riff, akzentuiert und heavy.
Und so geht es weiter, abwechselnd Ballade und Rocker, bis zum Titeltrack, mit Keyboardintro, das in eine Breitwandriff-Powerballade mündet, komplett mit schwelgerischem Chor mit Piano Pling-Pling.

Das alles kommt sehr gut, und wer JOURNEY, MR. BIG und auch TOTO mag, wird das hier mögen. 9 von 10 Dinner-Punkten, ein Abzug wegen des Lapsus, die schlechtesten Tracks an den Anfang zu stellen.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 03.04.2009

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