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Decades Live

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Decades Live
FOGHAT gibt es im Home of Rock zum Hören und Kaufen
Decades Live, Castle Music/Sanctuary Records, 2004
Lonesome Dave Peverett Vocals, Guitar
Rod Price Lead & Slide Guitar
Roger Earl Drums
Tony Stevens Bass, Backing Vocals
Craig McGregor Bass, Backing Vocals
Bryan Bassett Lead Guitar (Angel Of Mercy)
Produziert von: Rich Tozzoli Länge: 143 Min 19 Sek Medium: Do-CD
CD 1:
1. Louisiana Blues6. Honey Hush
2. Drivin' Wheel7. It Hurts Me Too
3. Motel Shaker8. Sweet Home Chicago
4. Stone Blue9. I Just Want To Make Love To You
5. Nothin' But Trouble
CD 2:
1. Fool For The City6. Eight Days On The Road
2. Slow Ride7. Maybelline
3. I Ain't Got You8. Angel Of Mercy
4. Chateau Laffite '59 Boogie9. It's Too Late
5. Loose Ends

"This is a song about drinkin' wine... and have a good time..."
Eigentlich kann ich jetzt Schluss machen, denn der Kenner weiß was kommt. Den Unwissenden sag ich es: Es folgt ein 15minütiges Slide- und Boogie-Gemetzel namens Chateau Laffite '59 Boogie.

Jason Peverett, der Sohn des verstorbenen Lonesome Dave, hat mein jahrzehntelanges Flehen erhört und dieses All-Time-Songmonster endlich auf eine Live-CD meiner All-Time-Lieblingsband FOGHAT gepackt. Allmächtiger, Lonesome Dave, Rod Price, Roger Earl und Tony Stevens besorgen es uns auf diesem Mitschnitt von 1980 so dermaßen, dass meine Weinvorräte bedenklich zur Neige gehen.
Und damit sollten alle Bedenken über diese Doppel-CD zerstreut sein. Also nicht wegen meinem Wein, wegen dem Chateau Laffite '59 Boogie natürlich.
Natürlich ist es eine weitere Compilation, natürlich bringt uns das Dave Peverett nicht mehr zurück und natürlich red ich mal wieder in ein Millionenheer verständnislos glotzender Nicht-Boogie-Hörer. Ihr Armen!

Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1977 (I Ain't Got You ist aber nicht auf dem legendären "Live"-Album), 1980, 1996 (nicht aus den Konzerten zur CD "Road Cases") und '99 (It's Too Late, bereits mit Bryan Bassett an der Gitarre). Der Löwenanteil, nämlich die gesamte CD 1, wurde '96 in Portland aufgenommen und ist relativ identisch mit "Road Cases" (die es ja auch in zwei verschiedenen Versionen zu kaufen gibt...), jedoch wurden ein paar Songs hinzugenommen und das macht für den Boogiemann die CD natürlich zur Pflicht.
Der Louisiana Blues (vom "The Return Of The Boogie Men"-Album, 1994) ist bisher nur auf einer schwer erhältlichen Westwood One Radioshow vertreten gewesen, Motel Shaker und Nothin' But Trouble (beide ebenfalls von "Return Of The Boogie Men") waren meines Wissens noch nie live zu hören. Und bitte, was gibt es gegen eine weitere Fassung von solchen Killern wie Honey Hush, Fool For The City oder Slow Ride einzuwenden? Oder 16 Minuten I Just Want To Make Love To You. Manche Frau würde sich über derlei Ausdauer freuen...

"When I was stone blue rock and roll sure helped me through". So war das in den letzten 30 Jahren (ja ja, ich war ein frühentwickeltes Kind, bin ja erst 33, hüstel) und so wird das bis zur Kiste sein. FOGHAT haben, bis auf zwei oder drei Ausnahmen zu Beginn der Achtziger, immer meinen Nerv getroffen, das gilt auch für die "neuen" Foghat und das gilt für diese Live-Compilation. Diese Band ist mehr als Jugenderinnerung, FOGHAT sind die ultimative Bluesrockband, die ihre britische Late-Sixties Aufbruchstimmung in hammerharten Hardrock und Boogie im american style transferieren konnte und mit ungezählten Krachern Geschichte geschrieben hat. Man muss sich nur Peveretts Ansage zu Honey Hush anhören: "Do we have the permission to jam tonight? If you don't sweat it ain't rock and roll!" Und dann 8 Minuten Speedboogie und dann schwitzt auch der allerletzte Miesepampel.

Nothin' But Trouble. Wein ist alle, muss Bier trinken, kann nicht mehr schreiben. Singt jetzt alle mit mir! "Cause I'm a fool for the city, fool for the city... I ain't no country boy... just a fool for the city... crazy fool for the city...".

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2004

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