HoR Logo kl CD-Review:

Logo Father Murphy

Six Musicians Getting Unknown

Logo Home-of-Rock
Startseite > CD-Reviews > Father Murphy > Six Musicians Getting Unknown

Link Homepage:
Offizielle Father Murphy Homepage
Link Homepage:
Father Murphy @ MySpace.com
Link Kaufen:
www.amazon.de
Link Plattenfirma & Kaufen:
Madcap Collective
Link Promotioncompany:
Music Relations

Unser Disclaimer
Six Musicians Getting Unknown
Six Musicians Getting Unknown, Madcap Collective, 2005
Rev. Freddie Murphy - Frederico Zanatta Vocals & Guitars
Chiara Lee Keyboards & Vocals
Vicar Vittorio Demarin Drums & Vocals
Länge: 54 Min 11 Sek Medium: CD
1. Intro8. I was in a coma then I woke up and I asked for a milkshake
2. Tell you a secret9. Heartbeat
3. Police10. Indie labels
4. Seeds11. Butterflies and bats
5. It's raining smiling tunas, dear C. Lee12. Three musicians getting unkown
6. Brain13. God speed you my nurse
7. Millhouse

Ungeduldige scrollen bitte bis zur Markierung nach unten

Ja, Männer, Frauen und sonstige Herumtreiber, es ist mal wieder soweit. Die Frage nach Ernst, Sinn und Relativitätstheorie stellt sich uns.
Der Ernst heißt mittelhochdeutsch ërnest, im Englischen nennt er sich gar earnestness und sein russischer Verwandter, der serjósnost, kennt bestimmt sämtliche Definitionen seiner Herkunft aus dem wunderbaren Wörterbuch der Gebrüder Jacob und Wilhelm Grimm. Der Sinn, im Genitiv-Singular des Sinns verunglimpft, hat ansonsten keine tiefergehende Bedeutung. Und Albert, dem ich nach wie vor seine Affinität zu Marilyn Monroe verüble, hat seine R.-Theorie nur erfunden, um Legionen Kandidaten bei "Wer wird Millionär" auf die 50-Euro-Gewinnstufe zurückzuwerfen. Ätsch und zungerausstreck.

Wer sich nun fragt, dem sei gesagt: Der Absatz da oben ist vollkommen unernst gemeint und auch ansonsten relativ sinnlos. Das ist meine Gesinnung, ganz im Ernst. Doch wer will schon seinen Finger in den Ernst stecken? Wir wissen ja nicht, wo der Ernst vorher war. FATHER MURPHY singen schließlich auch "Clean your dirty hands, girl" in Three Musicians Getting Unknown, wo doch die CD "Six Musicians Getting Unknown" heißt. Manchmal ist das Leben verwirrend.

Die Biographie von Father Murphy, also dem Namensgeber der Band FATHER MURPHY, ist bewegend und erschütternd und soll an dieser Stelle nicht erzählt werden. Wir wollen unsere Leser nicht unnötig in tiefste Depressionen treiben. Nur so viel: Seine beiden Kinder, Freddie und Chiara Lee, haben sich nach vielen vielen Jahren 2002 in Venedig endlich wieder getroffen und zu Ehren ihres Erzeugers und auf Betreiben des Vikars Vittorio Demarin die Band gegründet. Die schöne Chiara Lee ist für den Wohlklang an den Tasten- und Knöpfcheninstrumenten zuständig, Freddie zupft die Gitarre und Vittorio betätigt unter anderem das Tamburin.
Und so zogen sie hinaus in die Welt der Popmusik, um eine Mission zu erfüllen, die zwar noch nicht näher definiert ist, aber da der Weg bekanntlich das Ziel ist und alle Wege nach Rom oder Wanne-Eickel führen (vorausgesetzt man verlässt die A 42 oder A 43 rechtzeitig am Autobahndreieck Herne), werden FATHER MURPHY in Kürze mindestens in meiner persönlichen All-Time-Spaß-Hitparade ganz weit oben stehen. In den aktuellen Pop-Charts des Hauses Fred@Home-of-Rock.de tun sie das schon.

Liebe Freunde des leicht Andersartigen, lasst Euch doch mal was gesagt sein. Bloß weil eine Band kein THE im Vornamen hat und weil sie in Italien ansässig ist, braucht Ihr noch lange nicht das Nässchen rümpfen (ich seh das alles ganz genau, der kleine Dicke da links vorne, der immer vom Büro aus surft, hat nen Pickel auf dem Zinken und die blonde Tussi sollte mal zum Chirurgen mit ihrem schiefen Gimbel, so kriegt die doch nie einen ab).

Markierung

FATHER MURPHY klingen manchmal mehr nach THE als so manche The-Band der Moderne. Zum Beispiel klingen sie nach THE BEATLES oder THE KINKS. Von den einen haben sie die Melodieseligkeit, von den anderen den herrlichen Witz und Zynismus. Dann haben sie aber wieder den avantgardistischen Anspruch eines David Byrne, allerdings ohne die Ernsthaftigkeit seiner TALKING HEADS. Oder hört man zuweilen die minimalistische Punk-Attitüde von Bands wie David Thomas' PERE UBU, jedoch gänzlich ohne den zerstörerischen Proto-Industrial Touch? Und so "geheimnisvoll" wie DEVO sind FATHER MURPHY allemal. Oder etwa nicht? THE B-52's waren übrigens auch eine geile Popband.
Und jetzt fassen wir zusammen und stellen fest: Wäre Syd Barrett nicht durchgeknallt, wäre Frank Zappa nicht tot und hätte John Lydon seine PUBLIC IMAGE LTD. nicht vor Jahrzehnten mangels Ideen begraben, so ungefähr könnten FATHER MURPHY dann klingen.
HAAAALT! Sie klingen genau so!

"Six Musicians Getting Unknown" ist eine der bekömmlichsten Indie-Pop Schräg-Bands der letzten Jahre und -zehnte. Abgefahren, voll mit absurd lustigen bis lustig absurden Einfällen, radikal noisig, extrem kuschelig und bisweilen zu 100% radiokompatibel, seeehr sexy und nichts für sture (Musik-) Heteros, megatrendy und superretro. Schlicht: Volltreffer.

Markierung Ende

All mein Gesabber hat eh keinen Sinn. Schaut Euch FATHER MURPHY doch gefälligst demnächst selbst an und habt Spaß:
08.09.06, Wiesbaden
09.09.06, Nürnberg
10.09.06, Frankfurt
11.09.06, Hamburg
12.09.06, Leipzig
14.09.06, Berlin
15.09.06, Halle
16.09.06, Dresden
Die genauen Locations bekommt ihr wie immer in unseren Tourdates.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 16.06.2006

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:
Startseite > CD-Reviews > Father Murphy > Six Musicians Getting Unknown

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum