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Etta James

Blues To The Bone

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Blues To The Bone
Blues To The Bone, RCA Victor, 2004
Etta James Vocals
Donto James Drums
Sametto James Bass
Josh Sklair Guitar
Bobby Murray Guitar
Brain Ray Slide Guitar
Juke "Juke" Logan Harmonica
Produziert von: Etta James, Josh Sklair, Donto James & Sametto James Länge: 47 Min 57 Sek Medium: CD
1. Got My Mojo Working7. Dust My Broom
2. Don't Start Me Talking8. The Sky Is Crying
3. Hush Hush9. Smokestack Lightnin'
4. Lil' Red Rooster10. You Shook Me
5. That's Alright11. Driving Wheel
6. Crawlin' King Snake12. Honey, Don't Tear My Clothes

Etta James (Jahrgang 1938), eine der lebenden "Ladies singing the Blues" veröffentlich immer noch CDs wie am Fließband.
Mit "Blues To The Bone" ist ihr wiedermal ein großer Wurf gelungen. Anhand der Tracklist erkennt man schon, dass es sich um ein Album voll mit Coversongs handelt. Auch hier stellt sich in der Bluesszene heutzutage die Frage, ob man diese Songs in der x-ten Version braucht.
Die Antwort lautet ja.
Etta James, deren Stimme im Alter immer weiter reift, bietet auf dieser CD endlich die 12 Klassiker des Blues in frischem Gewand an. Klassiker, die fast ausschließlich von Männern gesungen wurden/werden.

Die Band, die sie sich für dieses Projekt ins Studio geholt hat, bürgt für zusätzliche Qualität. Ihre Söhne, die schon seit geraumer Zeit in ihrer Band sind, Donto James an den Drums und Percussion, Sametto James am Bass. Des weiteren Bobby Murray und Josh Sklair an der Gitarre/Dobro, Brain Ray Slidegitarre, John "Juke" Logan Harmonica.
Ob mit voller Bandbesetzung, mit Gitarre und Bass, akustisch oder elektrisch oder einfach nur mit Gitarrenbegleitung, das Album ist von vorne bis hinten schlüssig und bildet eine wunderbar abwechslungsreiche Einheit.

Got My Mojo Working, der Preston Foster Song, ein Muddy Waters Hit, eröffnet das hervorragende Album. Es geht direkt in die Vollen. Hier tun die Backing-Vocals ihr Übriges.
Der Sonny Boy Williamson Song Don't Start Me Talking setzt dieses fort. Emotionale Harp von John "Juke" Logan, der mit einem, wenn auch kurzem Solo zu hören ist.
Ganz tief ins Bluesdelta geht's bei Lil' Red Rooster. In dieser akustischen Version des Willie Dixon Songs spürt man förmlich die Schwüle der Sümpfe. So muss der Blues früher auf der Terrasse, die Holzhütte im Hintergrund, gespielt worden sein. Etta James und Band beamen diesen Song gekonnt in Gegenwart.
Jimmy Rodgers würde wohl seine wahre Freude an seinem That's Alright haben, könnte er diese Version noch hören. Ebenso J.L. Hookers Crawlin' King Snake. Etta James nur begleitet von Gitarre und Bass. Und Samettos Bass treibt relaxt diesen Song nach vorne. "Stripped To The Bone", reduziert auf das Wesentliche. Etta James in Höchstform, daher ist dieser Song auch einer der Höhepunkte dieses Albums ohne einen Schwachpunkt.

Dann greift Etta James mit Robert Johnsons Dust My Broom ganz tief in die geschichtsträchtige Blues-Kiste. Tatsächlich, dieser Song von dieser Frau gesungen. das hat etwas Besonderes. Hier wieder Logan an der Harp. Nicht umsonst einer der gefragtesten Harper unter der Bluessonne.
Nur mit Brain Rays Gitarrenbegleitung zelebriert Etta James The Sky Is Crying. Gänsehaut!!!
Akustisch wird Smokestak Lightnin' präsentiert. Keine Drums, dafür aber Donto an den Percussions. Das gibt dem Song eine zusätzliche, besondere Note. Dieses wird in den letzten drei Liedern hochklassig fortgesetzt.

Wie schon eingangs geschrieben. Etta James hat sich dieser Klassiker angenommen und es ist quasi schon Pflicht, ihre Versionen überrascht, andächtig, erstaunt zuhören.
"Blues To The Bone". ab ins wiederbelebte Delta.

Joachim P. Brookes, (Artikelliste), 10.07.2005

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