HoR Logo kl

Eric Andersen:

Ghosts upon the Road

Logo Home-of-Rock
Startseite > CD-Reviews > Eric_Andersen > Ghosts upon the Road

Homepage:
www.ericandersen.com
Bezug und Anhören:
www.cdnow.com
Mehr Info:
www.allmusic.com
Viele weitere Seiten in vielen Sprachen
Unser Disclaimer
Ghost upon the Road
Eric Andersen
Ghosts upon the Road, Gold Castle Records, 1989
Keine Angabe der Musiker, aber wir hören:
Eric Andersen Vocals, Electric & Acoustic Guitar, Harp
Organ Piano
Drums Bass Guitar
Harmonika Akkordeon
Produzent: Steve Addabbo & Eric Andersen, Länge: 50 Min 58 Sek Medium: CD
1. Belgian Bar (4:23)6. Ghosts upon the Road (10:41)
2. Spanish Steps (3:34)7. Too many Times (I will try) (4:12)
3. It starts with a Lie (4:00)8. Carry me away
4. Trouble in Paris (5:25)9. Six Senses if Darkness
5. Listen to the Rain (4:15)10. Irish Lace

Seit seinem Album "Blue River" zählt E.A. zu meinen Lieblingen. Er spielt exzellent Gitarre und Mundharmonika, seine Stimme ist ziemlich hoch, leicht und präzise. Alle Lieder des Albums stammen aus seiner Feder (wie immer), nur bei "Start with a Lie" und "Too many Times" hat John Leventhal mitgeschrieben. Ob Text oder Musik, ist dem Booklet nicht zu entnehmen. Auf jeden Fall habe ich gelesen, dass die Lieder während einer Europareise Erics entstanden sind, jedes in einer anderen Stadt/Land. Einige Titel machen dies deutlich, wie "Belgian Bar" = Brüssel oder "Spanish Steps" = Rom.

"Belgian Bar", "Spanish Steps" und "It starts with a Lie" sind mittelschnelle Lieder, erst mit "Trouble in Paris" gibt es das erste langsame Lied und Eric mit der Akustik. Sehr ungewöhnlich für alle, die seine älteren Alben kennen. "Belgian Bar" bezaubert durch die durchgehend mitschwingende Orgel, die E-Gitarre (Fender) bestimmt den Rhythmus und setzt die Akzente. "... and I wonder if a young french girl, that works in a Belgian Bar" macht klar, worum es geht - so einigermaßen.

"Spanish Steps" wird von der Akustik eingeleitet, sehr Eric Andersen, bis dann die Band dazukommt, das Akkordeon übernimmt den Hintergrund, Akustik und E-Gitarre wechseln sich ab.

Für die Nummer Drei, "It starts with a Lie", hat Eric für die Begleitung die E-Gitarre zur Hand genommen. Dies ist das Lied mit dem schnellsten (immer relativ gesehen) Tempo und einem richtigen Lead-Solo, kurz, als Höhepunkt gesetzt.

Das Moulin Rouge spielt eine Rolle bei "Trouble in Paris", aber leider verstehe ich nicht den ganzen Sinn. Es ist auf jeden Fall bisher am ehesten eine Eric Andersen-Komposition. Zur begleitenden Akustik schwebt wieder das Akkordeon, ganz dezent. Auch die Orgel ist dabei, und die Fender spielt nur kurze Phrasen, wie auch das Schalzeug.
"... Under the streetlamp there's trouble, it seems, first there's a struggle, then there's a scream..."
Was will uns das sagen?

Nummer Fünf "Listen to the Rain" zeigt uns den Eric Andersen alla "Blue River", in Komposition und Stimmung. "Time will fade away Your pain, close Your eyes, stop and listen to the rain - take Your time and listen to the rain". Auch ein Methode zu sich selbst zu finden, dem Regen zuzuhören.

Wir sind in Cambridge. Welche Ghosts jagen unseren Eric in Cambridge? Er hört "noises in the night".
Dies ist auf jeden Fall das längste Lied, das ich von E.A. kenne, 10 Minuten und 41 Sekunden Akustik, Mundharmonika, Percussion, E-Gitarre und er erzählt eine lange Geschichte. "Everybody was paranoid by the cops" und "There was Diana .... now she is happily married with three kids ...". Ich vermute, es ist eine Aufarbeitung seiner Vergangenheit: "... sometimes I hear noises in the night" - "They we're ghosts upon the road, only ghosts upon the road".
Nach neun Minuten spielt er ein Solo, knapp zwanzig Sekunden lang und weiter geht es mit dem Text. Vieles, was ich verstehe, ist nicht so richtig einzuordnen. "That was 1940" - da war er doch noch gar nicht da!
Aber dies schmälert überhaupt nicht, dass dies ein Supersong ist. Die Akustik spielt die Begleitung, die Mundharmonika ist leicht verzerrt, mit Hall (wie die Solophrasen der Fender), vielleicht steht sie für den Geist?

"Too many times" ist von der schnelleren Sorte. Hier klingt die Gitarre richtig nach Stratocaster, klar und sauber. E.A. spielt mehr, als er es ansonsten tut. Orgel und Gitarre sind an den wichtigen Stellen unisono, betonen die wichtigen Stellen.

Nummer acht ist E.A. pur, könnte auch auf "Blue River" sein. Der Refrain bringt die nötige Steigerung, wie im zuvorgenannten Titelsong. "I never thought I could go that road again" - "let it carry me away"

"Six Senses of Darkness" hat wieder diese tolle Stimmung: "I couldn't sleep last night, peace wouldn't come" singt er zur Akustikbegleitung auf eine wunderschöne Melodie. Die Orgel darf wieder "mitschweben", anders kann ich das nicht beschreiben.

Das letzte Lied wird vom Piano begleitet, die Fender unterstreicht mit kurzen Phrasen. "Oh lover, You know You broke my heart in three" - "I saw You when You were sleepin'" ist vielleicht die Erinnerung an eine irische Romanze ("Irish Lace"). Aber gut gegangen ist es nicht.

Dies ist das beste Album, was E.A. jemals gemacht hat. Es ist aus einem Guss, mit einer klaren, sauberen Produktion. Sechs Jahre lang habe ich mich von diesen Liedern wecken lassen, und es ist mir nicht langweilig geworden. Ich höre es heute noch mit der gleichen Freude. Ich habe es unter meine "Top 5" eingereiht, und dort steht es völlig zu Recht und repräsentiert das Lebenswerk dieses Singer/Songwriters, den in Deutschland halt nur die Fans kennen.

Werner Saumweber (Impressum, Artikelliste), 16.02.2001

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:
Startseite > CD-Reviews > Eric_Andersen > Ghosts upon the Road

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum