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Edwin McCain:Honor Among Thieves, |
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Da gibt es Musiker, die machen schon seit 7 Jahren gute Musik, und kaum einer hört hin. Bestes Beispiel ist in diesem Fall EDWIN McCAIN, der leider nicht mit der betuchten Pommes Familie verwandt ist und seine Brötchen mit Musik verdienen muß. Damals erschien sein Debütalbum "Honor Among Thieves". Neben viel Gitarren sind die Woodwinds seines langjährigen Wegbegleiters Craig Shields das Prägende in seinen Songs. Man höre nur den ersten Songs Alive, der sich durch seine ungewohnte Instrumentierung so angenehm vom üblichen LaLaLa abhebt. Akustische Gitarren und Flöte spielen die Hauptrolle in diesem tollen Meisterwerk der Harmonien. Der herrliche Melodiereichtum zieht sich durch das ganze Album.
Edwin's Stimme ist sehr nuancenreich. Mal rau, mal zart verletzlich, verleiht sie seinen Kompositionen die passende Atmosphäre. Der Rest ist ausgezeichneter Roots/Americana Rock. Ausfälle sucht man vergebens. 1997 erscheint sein zweites Album "Misguided Roses". Im Vergleich zum Vorgänger ist der Rootsrock Faktor auf "Misguided Roses" unvergleichlich höher. Man höre nur das fast zwölfminütige Holy City. Für mich einer der schönsten Roots/Americana Songs der letzten Jahre. Auch der Rest der CD root'st auf ähnlich hohem Niveau, nachdem die Anlaufschwierigkeiten der beiden ersten, recht müden, Songs See The Shy Again und Grind Me In The Gears überwunden sind. Anspieltipps u.a. Cleveland Park mit vielen akustischen Feinheiten, How Strange It Seems mit seiner funkigen Grundnote und die Melodiegranaten Take Me und What Matters. Zwei Jähre später wird "Messenger" auf CD gebrannt. Und es ist eine Rückkehr zu den musikalischen Wurzeln des 1. Albums. Im Vergleich dazu ist Edwin allerdings einen guten Deut MAINSTREAMIGER geworden. Wish In This World, Beautiful Life, Do Your Thing oder Anything Good About Me sollten im Lehrbuch für richtig gemachten Mainstream Rock stehen. Kein Keyboard Geschmalze, sondern kantige Gitarren prägen die phantastischen und vor Melodiereichtum nur so strotzenden Songs. Roots- und Americana Mainstream halten sich auf "Messenger" so die Waage. Und wie schon beim Erstling sind keinerlei Songausfälle zu verzeichnen. Klasse. "Far From Over", das aktuelle Album vom letzten Jahr, ist noch eine Spur mainstreamiger als "Messenger". Gleich der erste Song Far From Over könnte auch von einem BRYAN ADAMS-Album entsprungen sein. Erstaunlich, wie variantenreich Edwin'S Stimme ist. Ansonsten ist wenig Neues in den letzten zwei Jahren passiert. Doch von glattgebügelter Routine ist auch auf seinem neuesten Album nichts zu spüren. Höhepunkt des Albums ist Sun Will Rise, dessen Melodie mir seit Monaten nicht mehr aus dem Kopf geht. Fein singende Gitarren unterstützen den abolut genialen Refrain. Dazu ein fettes Schlagzeug. Toll. Sieben Jahre und vier Alben. Das ist die musikalische Biographie von EDWIN MCCAIN. Und diese vier CDs haben es in sich. Sie sollten eigentlich in keiner Rocksammlung fehlen. EDWIN McCAIN's Musik ist eine hochkarätige Mischung aus Roots/Americana/Mainstream und Soul. Klang und Produktion sind durchweg gut bis sehr gut. Joachim Domrath, (Impressum, Artikelliste), 10.05.2002 |
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