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The Earl Slick Band

Slick Trax (Slick, Live '76 & Razor Sharp)

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Slick Trax
Live '76
Slick Trax (Slick, Live '76 & Razor Sharp), Metal Blade Records, 2001
Earl Slick Lead Guitar
Jimmy Mack Vocals, Rhythm Guitar
Gene Leppik Bass
Brian Madey Drums, Percussion
Produziert von: John Alcock Medium: CD
Slick Trax:
1. Doom And Good9. Burnt Love
2. Heaven Couldn't Find10. The Way Down
3. Do It11. Bright Light
4. Sho'Nuff12. Very Blue (alt. version)
5. P.J. Proby13. Do It (alt. version)
6. Star Of The Street14. Only My Pride
7. Lady Luck15. Good Love (unreleased)
8. Very Blue
Live '76:
1. Bright Lights7. Waiting
2. Star Of The Street8. Sho'Nuff
3. P.J. Proby9. Boom Boom
4. Heaven Couldn't Find10. The Way Down
5. Burnt Love11. Games
6. Dead Man's Ransom12. Post Yourself Home

Die Band vom cleveren Grafen.
(Was aufgrund des kommerziellen Langzeiterfolges eher zu bezweifeln wäre - Red.)
Im Jahr des Herren 1974, oder so, dem Herren ist's egal, entdeckte ich, auf der Suche nach Twin Guitar Bands im Nachgang zu meiner Entdeckung von Wishbone Ash, Lynyrd Skynyrd mit "One More For/From the Road". Und dann war es um mich geschehen - Skynyrd rules. Ab da mußten es mindestens zwei, wenn nicht drei Gitarren sein, und die Outlaws allein deshalb zu kaufen war Pflicht.

Und dann laß ich im guten alten Sounds (damals noch ohne ME) eine Review von Earl Slicks LP "Slick". Da stand: "Hier kommt die hartgekochte Nordstaatenausgabe von Lynyrd Skynyrd". Der Pawlowsche Reflex setzte ein, nichts wie in den Plattenladen, da stand das Ei, und gekauft.
Interessant, sagt der geneigte Leser, der sicherlich mit einer ähnliche Geschichte aufwarten kann (so erzeugt man Identifikation!), aber was soll's?

Tja, Jahrzehnte - wirklich - habe ich auf die CD dazu gewartet, da meine LP wirklich Lagerfeuerromantik war, um in den Genuß der ungeknisterten Version zu kommen - nischt war. Neulich nun entdeckte ich auf www.Emusic.com, bei Metal Blade und auch bei Slick selbst die "Slick Trax" CD, und sie ist in der Tat - mit zwei Auslassungen - diese LP.

Earl war wohl Gitarrist bei David Bowie's "Station to Station", dann hatte er eine Band SILVER CONDOR (siehe Review) nach der Slick Band, und schließlich tauchte er doch tatsächlich auf Coverdale's letzter CD als Leadgitarrist auf.

Einen Titel auf "Slick Trax" - allesamt Typ Classic Hardrock - herauszuheben ist unmöglich, das sind allesamt Perlen. Geschrieben wurden sie allerdings in der Mehrzahl von Jimmy Mack (Sounds: "Wenn ich so hieße, würde ich eine Kaugummifirma aufmachen"), und Earl veredelt sie mit seinem Spiel. Mack singt mit rauer, aber angenehmer Stimme á la Rod The Mod, nur nicht ganz so sandpapiermäßig, weil er ja auch kein Sexsymbol ist.

Hartgekochte Nordstaatenausgabe von Skynyrd ist richtig, zusätzlich mit der ökonomischen Spielweise von Bad Co, einem einem Paul Rodgers ebenbürtigen Sänger, und etwas weniger Südstaatenswing im Beat. Sozusagen Skynyrd auf Entschlackungskur. Daher natürlich auch keine ausufernden Twin Guitar Leads, aber Earl kann das auch alleine, und von Zeit zu Zeit steuert Jimmy die eine oder andere Note bei. Und Gene und Brian lassen kein Zweifel aufkommen, welche Rhythmusgruppe der Teufel damals gewählt hätte, um das Feuer anzufachen und Charlie aus Arkansas zu zeigen, wo es lang geht.

Alle, die o.g. Bands mögen: Leute, geht auf emusic.com. Wenn ihr Euch da einschreibt, habt ihr 50 Downloads free of charge, und nun ratet mal, was man da downloaden kann? Genau, und danach kündigt man, und alles war kostenfrei. Ja, ich weiß, daß is'n bißchen schoffelig und normalerweise auch nicht mein Ding, aber in diesen Zeiten! Man kann das natürlich auch bei GEMM oder Slick Rec. selber bestellen.
Da kann man dann noch mit etwas Glück die zweite CD bestellen - "Razor Sharp", und laut Kritik war die auch noch besser, die Songs ausgereifter. War aber kein Deut anders als "Slick", vom Stil und der Musik her. Zugreifen!

Schießlich noch die in irgendeinem Kellerstudio einer Radiostation aufgenomme "Live '76" CD. Daher vom Sound her eher unterirdisch. Ungefiltert und ohne Overdubs jagen sie hier ihre Songs von der Bühne, daß es nur so eine Lust ist. Es gibt Songs der beiden LPs (waren auch die einzigen), und die auf "Slick Trax" fehlenden Stücke der "Slick" LP sind hier vertreten.

Damit hat man dann alles der Earl Slick Band, die wesentlich mehr Publicity verdient hätte, aber eben keinen FREE- und MOTT THE HOOPLE-Hintergrund hatte, und damals nur Capitol Records als Unterstützung, bei denen auch die BAND war. Ob das dann wohl die richtige Plattenfirma war?

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 29.06.2003

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