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| Torch, Livewire Recordings, 2006 |
| Devon Allman |
Lead & Background Vocals & Guitars |
| Mark Oyarzabal |
Drums & Background Vocals |
| George Potsos |
Bass |
| Jack Kirkner |
Organ, Wurlitzer & Piano |
| Gäste: |
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| Jackie Johnson & Susan Marshall |
Background Vocals (Torch & Heaven Has No Mercy) |
| Tony Antonelli |
Percussion (Mahalo) |
| Pedro Arevalo |
Slide & Lead Guitar (No Woman, No Cry & Why You Wanna Bring Me Down?) & National Steel Slide (Heaven Has No Mercy) |
| Joe Bonamassa |
Lead Guitar (Mercy Mercy) |
| Pete Matthews |
Harmony Vocals (Nothing To Be Sad About) |
| Produziert von: Colin Cobb |
Länge: 39 Min 13 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Torch | 7. Something I Know |
| 2. Mahalo | 8. Heaven Has No Mercy |
| 3. No Woman, No Cry | 9. Why You Wanna Bring Me Down? |
| 4. When I Call Home | 10. 511 Texas Avenue |
| 5. Perfect World | 11. Nothing To Be Sad About |
| 6. Mercy Mercy | |
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Gottchen, dieses Abstammungsgedöns und der Affenzirkus in gewissen Hittin' The Web-Foren kann einen aber mächtig nerven. Ja ja, natürlich ist Devon Allman der Sohn von Gregg - und schon? Des Kaisers Sprösslinge wurden auch nie zu bemerkenswerten Fußballern. Mein Erzeuger kann 40 Tonnen schwere Lastwagen in einem vollbesetzten Parkhaus rangieren und die besten Radieschen westlich der Isar züchten. Und ich? Kann freihändig Rad fahren und fress das Grünzeug mit Genuss. Von Julian Lennon reden wir erst gar nicht. Wieso sollte also Devon Allman so unbeschreiblich talentiert sein?
Machen wir's kurz: Unbeschreiblich talentiert, wie weiland sein nach der Zeugung verschwundener Dad oder gar der geniale Onkel Duane, ist Devon nicht. Punktum. Ein ehrlicher Arbeiter ist aus dem Dreißigjährigen allerdings geworden, und das muss man ihm und seiner Band HONEYTRIBE anrechnen. Sei also akzeptiert, dass vor dem Bandnamen noch der klingende und sicher verkaufsträchtige Familienname steht. Nicht verziehen ist die blutleere Version von No Woman, No Cry. Reggae kann die Band nicht.
Viel besser kommt da doch ein Heavy-Bluesrock wie Mercy Mercy, auch wenn Gastgitarrist Joe Bonamassa sich in absolut nicht altersgerechten Gitarrenheldenphrasen ergeht (der Bub ist ja auch grade seit ein paar Jahren berechtigt in den Staaten Alkohol kaufen zu dürfen), dass einem die Vaughan'sche-Hutschnur platzen könnte. Ansonsten füllt Devon höchstselbst die Rolle des altersweisen Gitarrenwürgers aus.
Als einen seiner "Helden" benennt Allman Dave Grohl (ehemals NIRVANA). Hörbar ist diese Verehrung auf "Torch" nicht. Gut oder schlecht? Weder noch, denn Grohl mag zwar eine respektable Person sein, als Musiker ist sein Schaffen erst in ein paar Jahrzehnten objektiv bewertbar. DEVON ALLMAN'S HONEYTRIBE hingegen ergehen sich in einem dermaßen retro ausgerichteten Blues & Rock, dass man ihnen jegliche Innovationsgedanken direkt absprechen kann. Da sind etliche Jam-Bands, zu denen sich HONEYTRIBE durchaus zählen, wesentlich modernistischer ausgerichtet. Oder schon lange ins Kreativitätsnirwana entschwunden - frag nach bei Daddy...
"Torch" hinterlässt zwei Eindrücke. Einerseits den des grausam altmodischen Bluesrock der Altvorderen, andererseits den einer überaus anständig groovenden Gruppe von Könnern. Das bluesig-balladeske When I Call Home z.B. kann einen mit Gänsehaut nur so überschütten (und wer dabei an die ALLMAN BROTHERS denkt, liegt völlig richtig), in einer ganzen Handvoll Songs besticht Devon Allman mit beseeltem Gesang und zockt zigfach angenehmer als der nervtötende Ebenfalls-Sohn Derek Trucks (ausgenommen die kürzlich gelaufene Tour mit Clapton, bei der Trucks überwältigend war).
Am Songwriting kann man trotz der vorgestrigen Konzeption und der weitgehenden Überraschungsfreiheit insgesamt nicht nörgeln, ob die Authentizität mancher Gitarrenspuren gegeben ist und live reproduziert werden kann, sei dahingestellt. Wo zur Auflockerung eine Steel Guitar oder - leider zu selten - tolle Backing Vocals zweier Soul-Nachtigallen hinzukommen, wo der Hammond-Meister Jack Kirkner loslegen darf - yes, da brennt die Fackel ("torch") an beiden Enden und alles ist gut.
Solides Handwerk, das allerdings anderswo tausendfach untergeht, weil niemand den Namen kennt. Im Grunde schade um diese Art von Musik, aber vielleicht von der Evolution so gewollt.
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