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Once Upon Our Yesterdays

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Once Upon Our Yesterdays
Once Upon Our Yesterdays, Massacre Records, 2003
Doogie White Vocals
Steen Mogensen Bass, Keyboards
Kasper Damgaard Guitars
Allan Sørensen Drums
Gäste:
Rune Brink & Andre Andersen Additional Keyboards
Peter Brander Guitar (Man Without A Reason)
Anne Murillo & Gry Trampedach Backing Vocals
Steffan Søgaard Sørensen Violin & Bratsch (End Of The World)
Produziert von: Steem Mogensen Medium: CD
1. Welcome To Forever6. 21st. Century Man
2. When The Hammer Falls7. Once Upon Our Yesterdays
3. Passion To Warfare8. End Of The World
4 . Hour Of Doom9. Some Have Dreams
5. Man Without A Reason10. Scream

Werk Nummer drei dieser Band um Doogie White (ex RAINBOW) und Steen Morgensen (ROYAL HUNT - nie gehört). Es handelt sich um Melodic Rock, oder vielleicht auch Melodic Heavy Rock, also Johannes Heesters auf Dope mit den 'Aufgewachten Hintermännern' als Backing Band.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksam ... nein nein - eine detailliertere Review haben diese Jungs sicher verdient.

So für sich genommen ist drin was drauf steht - Melodic Heavy Rock. Da es aber Werk drei ist - auf, laßt uns eine Werkschau betreiben.
Man muß sagen - die Jungs sind gut, kein Zweifel. Jeder Song aller drei Alben ist sorgfältig zusammengebaut und gespielt.
"Arrival" hieß es 2000, und diese Ankunft hatte was. Herausragende Songs, klar produziert, mit einem Gleichgewicht von Keyboards und Gitarre (was erstaunlich ist, bedenkt man, dass einer der Masterminds Keyboard spielt...). Es gab keine Ausfälle, und hörbar war es anytime, anyplace, anywhere. Sicher, das Konzept läßt keine längeren Ausflüge solistischer Art zu - wenn schon ein Solo, dann genau geplant, und auf Gitarre folgt Keyboard folgt Gitarre, Bass. Aber so ist das ja bei Melodic Rock allgemein - nur nicht ausfallend werden. Wie auch immer, das Konzept ging bravourös auf, und die CD landet auch heute noch öfter in meinem Player. White kann zweifelsohne singen, trifft hohe Töne, kann die auch halten, schreit nicht - ganz angenehm, auch die Dame des Hauses und die höhere Tochter kann's verknusen (und das muß man erst mal schreiben!).

Dann kam "Human Stain", und in 2002 braucht's wohl mehr Gitarre, wir waren beim Melodic Heavy Guitar Rock angekommen. Leider war unterwegs das Songwriting auf der Strecke geblieben, oder hatte zumindest die eine oder andere Schramme bekommen - bis auf Unchosen One und dem akustischen Singing Alone blieb nix wirklich im Ohr hängen.

Das Problem mit einer angemessenen Beurteilung verschärft sich noch mit "Once Upon Our Yesterdays". Für sich genommen, ist kein Song schlecht oder einfallslos, es klummpt nur so von Breaks, Tempiwechsli (für unsere Freunde aus der Schweiz? Red.), und Rhythmusspielerein.
Doogie singt immer noch besser als viele andere, und erstaunlicherweise nerven die Keyboards immer noch nicht - es ist alles aus einem Guß.
Und das ist es: Das Konzept ist nun endgültig erstarrt - kein Freiraum für nix. Stein auf Stein wird das Haus gebaut, und am Ende ist's ein Bunker anstelle einer Villa.

Also, anhören lohnt auf alle Fälle, aber was als nächster Streich kommen soll, das ist die Frage. Beim Anhören der drei CDs im Schnelldurchlauf fällt auf, dass "Once Upon..." weniger abwechslungsreich ist als die anderen - die Farbe des Weins ändert sich, aber das Glas bleibt das gleiche. Nur irgendwie werd' ich nicht mehr besoffen - ist das vielleicht alkoholfrei?

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 14.12.2003

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