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| The 1. Blues Garage Sampler - Absolutely Live, Wallbreaker Live Recording, 2005 |
| Produziert von: Eckhard Gallus |
Länge: 73 Min 11 Sek |
Medium: CD |
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| 1. It Hurts A Man - Ian Parker Band | 5. Phoenix - Wishbone Ash |
| 2. Alone - Charlie A'Court | 6. Simple Man - Doc Holliday |
| 3. Down - The Lizards | 7. Ticket To Ride - Vanilla Fudge |
| 4. Like Nothing Ever Changed - Birth Control | 8. Boom Boom (Out Go The Lights) - Travers & Appice |
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Der Henry spinnt und der Eckhard spinnt auch. Der eine betreibt seit 1999 die Blues Garage in Hannover-Isernhagen (ausgerechnet Hannover und ausgerechnet Blues in Hannover...) und der andere ist der Wallbreaker, der der mit dem Mikrophon all seine Lieblingsbands, so sie es ihm erlauben, aufnimmt und daraus ganz furchtbar starke CDs bastelt.
Nach zwei Mal VANILLA FUDGE und BIRTH CONTROL hat er jetzt zum vierten Mal zugeschlagen und liefert eine Compilation mit 8 Bands/Songs, alle im Jahr 2004 aufgenommen in eben jener Garage des Blues zu Hannover.
Passend zum Namen der Location hören wir deutlich über 70 Minuten Blues, Rock, ergo Bluesrock, Boogie und Southernrock in ausgezeichneter Soundqualität und von (fast) durchweg beeindruckenden Acts.
Das "fast" gilt im Prinzip nur für die beiden ersten Bands, nämlich die Ian Parker Band und Charlie A'Court.
Parker, definitiv zu jung für Rentnerblues, hangelt sich ein wenig zu traditionell durch althergebrachte Blues-Schemata, schwingt sich aber dennoch zu einem furiosen Gitarrengemetzel auf und kann unterm Strich gut punkten. Dass seine Studioplatten etwas blutleer klingen, steht auf einem anderen Blatt.
Charlie A'Court ist noch jünger und er ist mir zu wichtigtuerisch und fuchtelt zu heftig auf der Klampfe herum, so dass seine Performance in meinen Augen nicht wirklich authentisch klingt. Etwas mehr Ruhe und Mut zum Auslassen des einen und anderen Tönchens wäre fein. Davon abgesehen kann man im Hintergrund hören, dass das Publikum nicht immer aufmerksam gelauscht hat, denn ab und an fingen Eckhards Mikros ein paar Gesprächsfetzen auf. Stört nicht weiter, hinterlässt aber die Frage, ob die Leute zum Diskutieren oder zum Spaß haben und Abrocken gekommen waren.
Ein ganz anderes Kaliber sind die folgenden LIZARDS aus New York und "unsere" BIRTH CONTROL.
THE LIZARDS sind mit dem eigentlich nicht sonderlich spektakulären Down vertreten, machen daraus aber ein heftiges Gewitter mit vielen DEEP PURPLE-Zitaten und überzeugen instrumental und vor allem gesanglich restlos. Patrick Klein an der Gitarre und Mike Dimeo als Sänger (abweichend zur Tour mit VANILLA FUDGE im Frühjahr 2004) produzieren mit Bobby Rondinelli am Donnerschlagzeug jede Menge Druck und einen feisten Rocksong.
Nossi Noske und seine Geburtenkontrolleure (schönen Gruß auch an Herrn Poppen-Ohne-Gummi-Ratzinger an dieser Stelle) sind mir bisher noch jedes Mal live entgangen. Aber wer die Wallbreaker-Produktion "Live in Fulda" und das 2003er Studioalbum "Alsatian" kennt, weiß, dass die Band heute mindestens so gut ist wie damals und auf jeden Fall rockiger. Wir rufen in alter RAMONES-Tradition: "Gamma gamma rey!".
Eine Viertelstunde Phoenix von WISHBONE ASH kann schrecklich lang sein. Sieht man davon ab, dass die alten Knochen in diesem Leben keinen vernünftigen Gesang mehr auf die Reihe kriegen werden, und dass der inzwischen ausgeschiedene Ben Granfelt nicht zu meinen persönlichen Lieblingen gehört, ist diese Version der Uraltkamelle (1972, oder?) mitsamt einer weiteren DEEP PURPLE-Zitatorgie ein prächtiges Stück Retrorock. Es hat schon Klasse, wenn sich Powell und Granfelt die Harke geben und aufeinander einsolieren bis die Saiten schier reißen. Basser Bob Skeat hat seinen Roger Glover gelernt, die Band ist tight und insgesamt untermauern ASH ihren Ruf als sicherer Konzerttipp.
Wenn es einen Musiker gibt, dem ich seinen Glauben abnehme, ihn respektiere und ihn darin im Zweifel sogar unterstützen würde, dann ist es Bruce Brookshire. Der Mann ist so echt wie ein Mensch nur sein kann. Darüber hinaus gehört er mit seiner Band DOC HOLLIDAY zu den unsterblichen Figuren der Rock & Roll Historie. Letztes Jahr war er in Dreierbesetzung, mit Bud Ford am Bass und Cadillac Lastinger am Schlagzeug, einmal mehr in Deutschland und auf dieser CD ist das unfassbare LYNYRD SYKYNYRD-Cover Simple Man konserviert. Hierfür einen Extradank an den Wallbreaker! Was für eine unglaubliche (Bühnen-)Präsenz Brookshire hat, kann man in jeder Sekunde dieser zwölf Minuten hören und spüren. Dazu spielt er eine Gitarre wie kein anderer und er singt... oh, Lord. Natürlich mein Favorit und letztendlich kaum zu übertreffen...
... doch aus der meditativen Bewunderung wird man in der fünfzehnminütigen Nachspielzeit mit VANILLA FUDGE und Pat Travers & Carmine Appice gründlich herausgerüttelt.
Ticket To Ride ist kein heuriger Song, doch DA FUDGE machen daraus einen derart krachenden Boogie, dass, ach, lest doch einfach meinen Konzertbericht vom März 2004!
Boom Boom and you say Out Go The Lights. No kiddin', I'm ready to fight. Und Pat Travers kämpft sich durch seinen Gassenhauer, wie er es damals in den Siebzigern getan hat. Noch mal Carmine Appice am Schlagzeug, der 2004 ein selten aktives Jahr hatte, und mit Tony Franklin (u.a. THE FIRM) am Bass. Yeah man!
Was für ein wunderbares Kleinod von CD. Ganz genau so stelle ich mir Rock & Roll vor und so klingt es auch da draußen in den Clubs: Gitarren, Schweiß und Bier.
Es gibt nur 500 Stück, also holt sie euch schnell beim narrischen Wallbreaker!
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